Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Rüde muss an Außenwirkung arbeiten

SCHLAGE Rüde muss an Außenwirkung arbeiten

Er macht gern den „dicken Max“: Der Rüde „Milow“ ist wachsam und zeigt das auch – nur manchmal knurrt er auch diejenigen an, die ihm total vertraut sind.

Schlage. Er macht gern den „dicken Max“: Der Rüde „Milow“ ist wachsam und zeigt das auch – nur manchmal knurrt er auch diejenigen an, die ihm total vertraut sind. „Das ist seine Unsicherheit“, sagt Johanna Weber, die ihren Bundesfreiwilligendienst im Tierheim in Schlage absolviert. Die führe bei dem Vierbeiner dazu, dass er aufmüpfig und charakterstark erscheint. „Er will sich seine Unsicherheit nicht anmerken lassen“, so die 19-Jährige.

 

OZ-Bild

Johanna Weber (19) ist vernarrt in ihren treuen Begleiter „Milow“.

Quelle: Claudia Tupeit

Und genau das ist das Dilemma für den Labrador-Mix mit Schäferhundanteil. Er vergrault potenziell an ihm interessierte Besucher des Tierheims. „Dabei ist er ein so Lieber, doch wer keine Geduld hat, sich mit ihm länger zu beschäftigen, der bekommt eben ein Knurren als Antwort“, sagt Tierheimmitarbeiterin Regina Groß. Er brauche einfach jemanden, der ihn erziehen kann. Johanna Weber versteht sich zum Beispiel auch deshalb gut mit dem Hund, weil sie den Ton angibt und er gelernt hat, ihr zu folgen. „Das war er vorher so nicht gewöhnt“, erzählt das junge Mädchen.

Damit der fünf Jahre alte „Milow“ nicht sein ganzes Leben im Tierheim verbringen muss, gehen die Mitarbeiter nun in die Offensive. Der Hund muss salonfähig werden und sich quasi „besser verkaufen“

können. Jeden Tag wird mit ihm geübt, damit er seine Unsicherheit verliert „und sie vor allen Dingen nicht versucht zu vertuschen“, sagt Groß. Der Rüde sei gar kein so schwerer Fall, sagt sie weiter.

Er ist gelehrig, versteht sich prächtig mit Hundedamen. „Nur in die Stadt würden wir ihn ungern vermitteln“, betont die Vize-Chefin im Tierheim. Denn der Hund habe zuvor relativ isoliert gelebt und wisse daher nicht viel von der Welt mit ihrem Lärm und Trubel.

Ein Zuhause auf dem Land wäre daher ideal. Und da er sehr menschenbezogen ist, akzeptiere er schnell, wer das Sagen hat, und wisse schnell, an wen er sich wenden könne. Nur Kinder sollten nicht in der Familie wohnen. Das sei für „Milow“ einfach zu hektisch.

Claudia Tupeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
London

Die Schotten sind wütend, die EU ist stocksauer, die Briten sind fassungslos. In Großbritannien macht sich nach dem Brexit-Votum Katerstimmung breit. Gibt es noch einen Weg zurück?

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Tennishalle in Roggentin eröffnet

Nach fünf Monaten Bauzeit können Sportler nun neue Sportstätte am Stadtrand von Rostock nutzen