Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
SEK-Einsatz gegen mutmaßliche Rechtsterroristen

Rostock/Banzkow SEK-Einsatz gegen mutmaßliche Rechtsterroristen

Zwei Männern – ein Politiker und ein Polizist – aus Rostock und der Nähe von Schwerin wird vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Auf einer Todesliste soll der Name von Linken-Fraktionschef Bartsch stehen.

Banzkow 53.5239071 11.5161466
Google Map of 53.5239071,11.5161466
Banzkow Mehr Infos
Nächster Artikel
Wagenknecht: Parteispenden untergraben Demokratie

SEK-Einsatz gegen mutmaßliche Rechtsterroristen in Rostock: Die Bundesstaatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Männer, die verdächtig werden, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. 

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock/Banzkow. SEK-Einsatz gegen mutmaßliche Rechtsterroristen: Die Bundesstaatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Männer aus Mecklenburg-Vorpommern, die verdächtig werden, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Dazu wurden am Montagmorgen gegen 4 Uhr in einem Vorort von Rostock sowie in Zittow, Grabow und Banzkow (alle Landkreis Ludwigslust-Parchim) mehrere Wohnungen und Geschäftsräume untersucht.

DCX-Bild

Zwei Männern – ein Politiker und ein Polizist – aus Rostock und der Nähe von Schwerin wird vorgeworfen, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Auf einer Todesliste soll der Name von Linken-Fraktionschef Bartsch stehen.

Zur Bildergalerie

Nach internen Informationen ist einer der Verdächtigen ein Rostocker Rechtsanwalt und Bürgerschaftsabgeordneter. Der Mann ist Mitglied der Fraktion des Rostocker Wählerbündnisses „Unabhängige Bürger Für Rostock - UFR“.

Ein Verdächtiger ist Polizeibeamter

Der andere Mann ist als Polizeibeamter der Polizeiinspektion Ludwigslust tätig, wie die Generalstaatsanwaltschaft weiter informierte. Gegen ihn seien zusätzlich disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden.

Nach Angaben des Schweriner Innenministeriums fanden Durchsuchungen auch bei Personen statt, die als nicht tatverdächtige Dritte geführt werden. Darunter befinde sich auch ein weiterer Polizeibeamter des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Tatverdächtigen sind namentlich bekannt und sollen dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen sein. Sie sollen sich mit anderen Beschuldigten über ihre Pläne in Chatgruppen ausgetauscht haben.

Todesliste mit linken Persönlichkeiten

Die beiden Männer sollen aufgrund ihrer Unzufriedenheit über die Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik Lebensmittel, Waffen und Munition gehortet haben. Im Krisenfall wollten sie demnach Vertreter des politisch linken Spektrums gefangen nehmen und töten.

Dazu hatten sie bereits eine Liste mit Namen und weiteren Personalien angelegt, auf der nach Informationen der OSTSEE-ZEITUNG unter anderem der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, gestanden haben soll. Er tritt im Wahlkreis Rostock als Direktkandidat an.

Wie eine Sprecherin des Innenministeriums betonte, handele es sich um einen Anfangsverdacht. Ein dringender Tatverdacht bestehe nicht. Festnahmen gab es bislang nicht.

Bei den Durchsuchungen sind ausschließlich Beamte des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei im Einsatz. Keiner von ihnen kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, so das Schweriner Innenministerium.

Dies geschieht offenbar, um dem Ermittlungserfolg nicht zu gefährden, mutmaßt der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag, Peter Ritter. Er fordert Innenminister Lorenz Caffier (CDU) noch am selben Tag auf, den Innenausschuss des Landtags über den Einsatz, die Tatverdächtigen sowie rechtsterroristische Gruppierungen und Bestrebungen in MV zu unterrichten.

Verfassungsschutz: Rechte Szene in MV über Durchschnitt

Die rechtsextreme Szene in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes zuletzt leicht gewachsen. Der Verfassungsschutzbericht des Landes für 2015 gibt die Zahl der Rechtsextremisten im Nordosten mit rund 1450 an. Das sind 50 mehr als im Jahr davor. Davon sollen 680 Personen gewaltorientiert sein, 30 mehr als ein Jahr zuvor.

Bundesweit wurde 2015 die Zahl der Rechtsextremisten auf 22 600 geschätzt. Damit hatte der Nordosten einen Anteil von 6,4 Prozent - bei einem Anteil an der gesamtdeutschen Bevölkerung von rund zwei Prozent.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ermittlungen unter Hochdruck
Das zerstörte Wohnhaus in Alcanar: Hier soll die Terrorzelle ihre Taten geplant haben.

Die spanischen Sicherheitsbehörden versuchen, den Anschlägen von vergangener Woche auf den Grund zu gehen. Vieles deutet darauf hin, dass die Terroristen enge Beziehungen ins Ausland unterhielten.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
5:1-Derbysieg: Favorit PSV dreht nach der Pause auf

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte gewinnen die Ribnitz-Damgartener gegen den TSV Wustrow am Ende noch deutlich