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Saisonstart für Griller und den Hafenvogt steht an

Stadthafen Saisonstart für Griller und den Hafenvogt steht an

Wer auf seinem Balkon bruzzeln will, muss Regeln befolgen / Am Warnowufer hat der städtische Aufpasser Feiernde im Blick

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Mit dem schönen Wetter nimmt auch im Stadthafen die Zahl der Griller wieder zu.

Quelle: Ove Arscholl

Stadthafen. Heiß auf Steak und Rostbratwurst: Der Wille zum Grillen ist bei viele Rostockern groß — insbesondere, weil der Frühling erst so langsam das nasskalte Schmuddelwetter vertreibt. Nach dem Herrentag wird in Rostock die 20-Grad-Marke geknackt, versprechen Meteorologen. Das dürfte Grillern schmecken. Rußgeplagten Nachbarn wohl weniger.

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Wer auf seinem Balkon bruzzeln will, muss Regeln befolgen / Am Warnowufer hat der städtische Aufpasser Feiernde im Blick

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Grillpartys sorgen in deutschen Mietshäusern immer wieder für Stunk. Glaubt man Statistiken, entzündet sich daran mehr als jeder zehnte Nachbarschaftsstreit. Die Party verbieten will Rostocks größtes Wohnungsunternehmen ihren Mietern aber nicht. „Grillen auf Balkonen und Terrassen ist erlaubt, wenn unsere Mieter einen Elektro- statt eines Kohle- oder Gasgrills benutzen“, sagt Wiro-Sprecherin Dagmar Horning. Das Motto „leben und leben lassen“ funktioniere. Allerdings sei gegenseitige Rücksichtnahme Pflicht. „Einfach vorher mal die Nachbarn fragen. Damit haben wir bis auf wenige Einzelfälle gute Erfahrungen gemacht.“

Grundsätzlich gilt für Mieter: Solange nichts Gegenteiliges im Vertrag steht, ist Grillen auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten erlaubt. Wer aber trotz Verbots Wurst und Steak auflegt, riskiert eine Abmahnung und sogar die Kündigung, warnt der Mieterbund.

Griller, die sich solchen Ärger ersparen wollen, bruzzeln auf Rostocks längster Barbecuemeile am Stadthafen. Sobald zwischen Werftdreieck und Holzhalbinsel Feiernde ihre Grills anheizen, geht Wolfgang Schimmelpfennig wieder auf Streife. Im vergangenen Sommer nahm der Hafenvogt erstmals Rüpel-Griller am Warnowufer ins Visier. Die Stadt hatte mit der Personalie auf die massiven Anwohnerklagen über Lärm, Müllberge und Randale reagiert. Mit dem Ergebnis der ersten Saison ist Ordnungssenator Chris Müller (SPD) zufrieden. Schimmelpfennig habe sich als Saubermann und Streitschlichter bewährt. Mit seiner Hilfe seien neue Mülltonnen aufgestellt worden. Mit Schmuddelfinken und Krakeelern habe der Vogt das Gespräch gesucht und so dafür gesorgt, dass Feiernde nicht über die Stränge schlagen. Zwar würden nach wie vor vereinzelt Beschwerden im Hafen- und Seemannsamt auflaufen. Diese würden aber prompt vom Hafenvogt bearbeitet. In diesem Jahr bekommt er Verstärkung: Ein Hafenarbeiter soll Schimmelpfennig bei größeren Veranstaltungen und XXL-Partys unterstützen. „Unser Ziel bleibt, den Stadthafen für jeden — egal, ob Anwohner, Gastronom, Tourist, Grillmeister oder Biertrinker — angenehm sowie sicher nutz- und erlebbar zu machen“, betont Müller.

Heiße Party, kühles Nass — die Kombi ist vor allem für junge Griller verlockend. Was läge da näher, als den Tag mit einem Grillabend am Meer ausklingen zu lassen? Doch auch dabei gibt es Regeln:

Gebruzzelt werden darf an den Badestränden von Warnemünde und Markgrafenheide nur auf gekennzeichneten Plätzen. Wer abseits dieser Flächen grillen will, braucht dafür die Erlaubnis der Tourismuszentrale.

Grillen mit Grenzen

Grillen auf dem Balkon , der Terrasse oder im Garten ist Mietern grundsätzlich erlaubt, solange dazu kein ausdrückliches Verbot im Mietvertrag steht. Ausbleiben muss der Grill, wenn Rauch und Ruß in Nachbars Wohnung ziehen und der dadurch wesentlich gestört wird. Auch in punkto Musik gibt es Grenzen: Viele Hausordnungen legen zwischen 22 Uhr bis 6 Uhr Nachtruhe fest. In dieser Zeit müssen sich Feiernde auf Zimmerlautstärke beschränken. Doch solange die Party nicht zu laut wird, zeigen sich viele Nachbarn oft tolerant.

Von Antje Bernstein

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