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„Schiffstuten gehört einfach dazu“

Warnemünde „Schiffstuten gehört einfach dazu“

Rostocker halten das Verbot von Schifffssirenen für unsinnig

Warnemünde. Das Hupverbot von Warnemünde schlägt große Wellen. Viele Bürger sind empört über die Anordnung des Hafenamtes, Fahrgastschiffen die lautstarke Begrüßung von Kreuzlinern zu untersagen. Schiffstuten gehöre einfach dazu, erklären viele Leser der OSTSEE-ZEITUNG. Zugezogene müssten sich anpassen, wenn sie zur Ostsee kommen.

ONLINE UMFRAGE

Ist das Verbot der Schiffssirene sinnvoll?

Nein

Genau 1410 Menschen nahmen an einer Online-Umfrage der OZ zum Hupverbot teil. Gefragt wurden die Leser, ob es sinnvoll sei, die Schiffssirene zu verbieten. 85 Prozent (1204 Befragte) antworteten mit Nein, lediglich 13 Prozent sprachen sich für ein Hupverbot aus.

Vor einer Woche gab das Warnemünder Hafenamt bekannt, das Tuten auf Ausflugsdampfern begrenzen zu wollen. Der Grund seien zahlreiche Anwohnerbeschwerden über lange Lärm an Sommerabenden. Vor allem Fahrgastschiffe würden ihr Signalhorn, das Typhon, zu oft nutzen, um Kreuzfahrtriesen zu begrüßen oder zu verabschieden. Andere Häfen im Norden halten das Verbot derweil für unnötig. Nun droht den Kapitänen von Ausflugsdampfern ein Bußgeld von 500 Euro, sollten sie weiterhin hupen.

Hafenkapitän Gisbert Ruhnke beschwichtigt: Bevor er Strafen verhänge, wolle er mit den Leuten sprechen. Kreuzfahrtschiffe und die Warnemünder Verkehrsleitzentrale seien von der Regelung ausgeschlossen, auch die Hanse Sail sei nicht betroffen. Die Warnemünder sind dennoch skeptisch und sauer.

Im sozialen Netzwerk Facebook wird unterdessen weiter heftig über das Thema diskutiert. Sascha Koall schreibt, dass viele Gäste in Warnemünde extra bis zum Auslaufen der Kreuzfahrtschiffe bleiben würden, um genau dieses Spektakel aus Schiffssignalen zu erleben. „Was ist denn mit den Möwen?“, fragt Bianka Bor provozierend. „Die gibt es auch schon immer hier am Meer und sie sind auch ziemlich laut. Ich wäre dafür, denen den Schnabel zu verbieten“, schreibt sie und fügt „Achtung, Ironie!“ hinzu. Auf der Facebook-Seite „Rostock feiert“ wurde zum Widerstand aufgerufen. Um ein Zeichen gegen das Verbot zu setzen, sollen am Sonnabend, 16. Juli, möglichst viele Menschen die auslaufende „AIDAmar“ mit Signalhörnern verabschieden. Für die Aktion „Hupen für den Auslauf“ haben sich bisher 300 Menschen angemeldet.

Alexander Salenko

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