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„Schläge mit flacher Hand“: Vorwürfe gegen JVA

Waldeck „Schläge mit flacher Hand“: Vorwürfe gegen JVA

Gehören in dem Gefängnis bei Rostock Gewaltandrohungen, Intrigen und Ausländerfeindlichkeit zum Alltag? Ein verurteilter Räuber behauptet das, weswegen er sich vor dem Amtsgericht verantworten muss.

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Zellengang mit Haftraum-Türen in der Justizvollzugsanstalt Waldeck. Was hier passierte oder nicht, beschäftigt das Rostocker Amtsgericht.

Quelle: Jens Büttner/dpa

Waldeck. Schwere Vorwürfe gegen die JVA Waldeck (Landkreis Rostock): Eine Justizmitarbeiterin soll Gefangene aufgefordert haben, polnische Inhaftierte zu bedrohen und zu schlagen, damit „Ruhe herrscht“. Ausländerfeindlichkeit soll eines ihrer Motive gewesen sein. Die 41-jährige Abteilungsleiterin bestreitet das.

Nun sitzt einer der Urheber der Vorwürfe, der zu zehn Jahren Haft mit Sicherungsverwahrung verurteilte Mario M.,  in Rostock vor dem Amtsgericht, wegen des Vorwurfs der Verleumdung. „Schläge nur mit flacher Hand“, soll die Abteilungsleiterin angewiesen haben.

M. hatte in einer Selbstanzeige die Justizmitarbeiterin der Anstiftung beschuldigt. Diese weist das als falsch zurück. Es gibt viele Merkwürdigkeiten: So soll es einen Brief eines anderen Gefangenen geben, der die Version der Mitarbeiterin angeblich bestätigt. Doch der Häftling sagte am Dienstag unter Eid aus, diesen Brief nie geschrieben zu haben. Ein andere Beteiligter an den wirren Geschehnissen kann nicht mehr befragt werden: Er verübte Anfang Mai in seiner Zelle Suizid.

Gerald Kleine Wördemann

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