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Schlaglöcher und Eisglätte: Ärger über Holper-Parkplatz

Stadtmitte Schlaglöcher und Eisglätte: Ärger über Holper-Parkplatz

Viele Nutzer sind unzufrieden mit dem Zustand der Stellfläche am Glatten Aal

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Einige Schlaglöcher auf dem Parkplatz sind zugeschüttet, viele aber auch nicht. In den Pfützen bildet sich Eis.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Stadtmitte. Katja Szameit aus Bad Doberan hat gestern ihr Auto zum ersten Mal auf dem Parkplatz am Glatten Aal abgestellt. „Die Fahrt über den Platz ist eine einzige Holperstrecke“, beschreibt sie ihren ersten Eindruck. „Auf dem Weg vom Auto zum Parkscheinautomaten ist dann mein dreijähriger Sohn gestolpert und fast hingefallen.“

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Viele Nutzer sind unzufrieden mit dem Zustand der Stellfläche am Glatten Aal

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Wie Familie Szameit ergeht es derzeit vielen Besuchern und auch Rostockern, die in der Innenstadt parken wollen. Auf dem Parkplatz an der Rungestraße reiht sich ein Schlagloch an das nächste. Das ist nicht neu, doch bei der aktuellen Kälte frieren die Pfützen, die sich in den Löchern bilden, zu und werden teilweise gefährlich glatt.

Regina Trost aus Sanitz überquert den Platz auf dem Weg zurück zu ihrem Auto in Trippelschritten. „Man muss beim Laufen aufpassen: Wenn man danebentritt, kann man schnell umknicken.“ Dabei ist sie eigentlich froh, dass sie mitten in der Stadt überhaupt einen Parkplatz gefunden hat. „Ins Parkhaus will ich nicht. Aber hier könnte wirklich mal etwas gemacht werden.“

Bei der Betreibergesellschaft war gestern kein Zuständiger für eine Stellungnahme zu erreichen. Doch auf dem Platz ist zu erkennen, dass durchaus etwas getan wird: Einige der größten Schlaglöcher sind mit Splitt verfüllt, auf mehreren Eisflächen liegt Sand.

Doch Paul Ladwig aus der Südstadt reicht das nicht: „Kontrolleure sind hier immer sofort zur Stelle, wenn man nicht schnell genug den Parkschein zieht. Aber zum Ausbessern ist niemand da.“ Ladwig parkt mehrmals die Woche auf dem Platz. „Ich finde das Verhalten ziemlich frech, zumal das Parken hier fast so viel kostet wie im benachbarten Parkhaus Und dafür haue ich mir jedesmal beinahe den Unterboden auf.“

Schon seit Jahren erhitzt der schlechte Zustand des Platzes die Gemüter. Auf die aktuellen Probleme machte Leser Klaus Fischer aus Warnemünde die OZ aufmerksam: „Die Unfallgefahr ist gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit so hoch, dass meine Frau inzwischen schon aussteigt, bevor ich auf den Platz fahre. Zwar werden Löcher aufgefüllt, aber das hält vielleicht zwei Wochen.“ Wenigstens die Hauptwege sollten in Schuss gehalten werden, meint Fischer.

Dazu ist der Betreiber auch verpflichtet: Er muss im Winter zwar nicht die Fahrbahn auf dem Platz räumen, wohl aber die Fußwege. „Auf großen und verkehrswichtigen öffentlichen Parkplätzen sind für den Fußgängerverkehr entsprechende Wege zu beräumen und abzustumpfen, um den Ein- und Aussteigenden zu ermöglichen, sicher den nächsten Bürgersteig zu erreichen“, heißt es aus dem Rathaus.

Doch das klappt am Glatten Aal offenbar nicht immer: „Das hier ist eine Katastrophe. Der Parkplatz hat eine glatte Sechs verdient“, schimpft Jörg Schwarzer aus Bützow, der etwa einmal in der Woche dort parkt. „Bei Regen kommt man nicht ohne nasse Füße vom Parkplatz. Und das hat sich auch seit Jahren nicht gebessert.“

Auch im OZ-Buschfunk ist der Parkplatz Thema. „Wer eine Abenteuertour mit dem Auto machen will und das auch noch zu Parkgebühren, der ist in der Rungestraße genau richtig“, höhnt Holger Behrens aus Gehlsdorf. „Das ist eine absolute Zumutung – unverständlich, dass da nicht mehr gemacht wird.“

Von der Stadtverwaltung war gestern zum konkreten Fall keine Aussage zu bekommen. 20 öffentliche Parkplätze würden durch den städtischen Winterdienst betreut, darunter die Flächen vor und hinter dem Bahnhof, am Platz der Freiheit, im Petrivertel und hinter dem Rathaus.

Axel Büssem

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