Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° Sprühregen

Navigation:
Schmierereien: Nur jeder zehnte Fall wird aufgeklärt

Stadtmitte Schmierereien: Nur jeder zehnte Fall wird aufgeklärt

750 Anzeigen vermeldete die Polizei 2015 / Zugenommen haben Graffiti in Evershagen / An Aktionstagen schrubben Täter Wände sauber

Stadtmitte. Für die einen sind illegale Straßengraffiti urbane Kunst, für andere sind es Schmierereien: Knapp 750 Anzeigen stehen in der Rostocker Polizeistatistik 2015. Aufgeklärt wird nur etwa jeder zehnte Fall. In Rostock ist eine Beamtin ausschließlich mit Sachbeschädigungen durch Graffiti beschäftigt – landesweit einmalig. „Besonders aktiv sind die Sprayer in der KTV. Deutlich zugenommen haben Graffiti ohne Erlaubnis in Evershagen“, sagt Polizistin Stefanie Kleine-Möllhoff. Auffällig: „Früher hatten die Sprayer eine Art Kodex, dass von Künstlern gestaltete Flächen nicht übersprüht werden. Daran halten sich längst nicht mehr alle.“

Auch Ordnungssenator Chris Müller (SPD) ärgert sich über Farbschmierereien. „Die Schäden müssen letztlich von den betroffenen Eigentümern, den Mietern oder den Steuerzahlern getragen werden. Dieses Geld fehlt dann für andere Dinge, wie die Pflege von Parks und Spielplätzen oder in der Jugendarbeit“, sagt Müller. Die Verwaltung setzt auf Vorbeugung und zügige Beseitigung von illegalen Graffitis. „Das vor zwei Jahren gestartete Anti- Graffiti-Projekt des Kommunalen Präventionsrats leistet eine gute und wichtige Arbeit“, so Müller. Etwa mit einer Postkartenaktion, die junge Leute aufklärt, dass Sprayen auf fremdem Eigentum ohne Erlaubnis eine Sachbeschädigung und damit eine Straftat ist – auch in Szenevierteln. Außerdem wird Hand angelegt: An Aktionstagen schrubben Täter besprühte Wände sauber und arbeiten dabei Sozialstunden ab, die sie vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft auferlegt bekommen haben. Fachleute helfen ihnen dabei.

„Den Tätern soll keine Plattform zur Präsentation ihrer ,Kunstwerke’ geboten werden – das heißt: Graffitis schnellstmöglich entfernen“, rät Hans-Joachim Engster, Vorsitzender des kommunalen Präventionsrates. Vor allem das Wohnungsunternehmen Wiro gehe mit gutem Beispiel voran, entferne entdeckte Graffiti sofort, lobt Müller.

OZ

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Die Tafel: „Ohne Transporter geht hier nichts!“

Die OZ hat einen Tag lang die Fahrer der Rostocker Tafel begleitet