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Schnelles Internet mit privatem Anbieter

Bargeshagen Schnelles Internet mit privatem Anbieter

Nach Bargeshagen und Ziesendorf setzt nun auch Kritzmow auf Netzausbau mit der „Deutschen Glasfaser“

Bargeshagen. „Der Saal war voll“, sagt Bürgermeister Eduardo Catalan. Rund 100 Einwohner der Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen waren am Mittwochabend zur Informationsveranstaltung über den geplanten Breitbandausbau in der Gemeinde erschienen. Der private Anbieter „Deutsche Glasfaser“ erläuterte den Plan, die Gemeinde ohne Anschlussgebühren mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen, wenn 40 Prozent der Haushalte einen Zwei-Jahresvertrag mit ihm abschließen. „Das sind 480 Haushalte“, sagt Catalan. „Wenn wir das schaffen, geht es los, und wir haben im Sommer schon schnelles Internet.“ Die ersten Verträge seien bereits unterzeichnet. Die Stimmung in den Dörfern sei zuversichtlich. „Wir wollen den neuesten Stand der Technik, keinen Mix aus Kupferkabel und Glasfaser“, verdeutlicht Catalan. Und das habe das Unternehmen zugesichert. „Die legen zu hundert Prozent Glasfaser und zwar bis ins Haus, ohne Mehrkosten“, sagt der Bürgermeister, der als erster im Landkreis den Weg mit dem privaten Anbieter ohne Förderung geht.

Auch die Gemeinde Ziesendorf hatte die Absicht erklärt, den Netzausbau mit der „Deutschen Glasfaser“ zu realisieren. „Wir werden am nächsten Dienstag in der Gemeindevertretung einen entsprechenden Beschluss fassen“, kündigt nun auch Kritzmows Bürgermeister Leif Kaiser an. Auch ihm dauert das Warten auf die Umsetzung des Bundesförderprogramms für den flächendeckenden Breitbandausbau, für den der Landkreis insgesamt 164 Millionen Euro eingeworben hat, zu lange. „Außerdem fallen da Gebiete, die bereits mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 30 Megabit pro Sekunde ausgestattet sind, einfach raus“, erklärt Kaiser. Das beträfe schon den gesamten Ortskern von Kritzmow. Die „Deutsche Glasfaser“ indes sichere zu, 98 Prozent der Haushalte in der Gemeinde mit Glasfasernetz zu versorgen, wenn sich 40 Prozent für einen Vertrag mit dem Anbieter entscheiden. „Im Bundesförderprogramm wird nur von mindestens 80 Prozent Versorgung ausgegangen“, sagt Kaiser.

Das eingesparte Fördergeld sollte dafür genutzt werden, die Lücken in den Gemeinden zu schließen und abgelegene Gehöfte ans Turbo-Internet anzubinden, schlagen die Bürgermeister vor. Der Landkreis indes warnt davor, dass der Ausbau auf eigene Initiative durch private Anbieter nicht den technologischen Anforderungen entsprechen könnte. Die Verlegung der empfindlichen Glasfaserkabel könnte nicht tief genug im Boden erfolgen. „Wir werden darauf achten, dass Standards eingehalten werden“, versichert Kaiser.

„Je mehr Gemeinden sich uns anschließen, desto wirtschaftlicher wird es für alle“, ist Eduardo Catalan überzeugt. Von seinen Amtsbrüdern im Amt Bad Doberan-Land hätten acht der neun Gemeinden Interesse an einem schnellen Ausbau mit der Deutschen Glasfaser erklärt.

Doris Kesselring

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