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Schrottcontainer werden zum Müllplatz

Bützow Schrottcontainer werden zum Müllplatz

Papendorfer Feuerwehr klagt über Missbrauch des Angebots und kündigt Überwachung an

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Es sieht mölig aus, ein schlechtes Bild für unseren Betriebshof.Steven Hirschberg Chef der Agrargenossenschaft

Bützow. Waschmaschinen, Kühltruhe, Elektroherde, Fernsehgeräte, Autoreifen lagern an und in den Schrottcontainern der Freiwilligen Feuerwehr Papendorf. „Die Leute misten sich hier aus“, ärgert sich Löschmeister Norbert Randt. Es sei auf einem Schild ausdrücklich vermerkt, dass keine Elektrogeräte, Kühlschränke, Computer, Fernseher und Ähnliches hier abgeladen werden sollen. „Aber das interessiert offensichtlich nicht“, sagt der Vizevorsitzende des Vereins der Feuerwehrfreunde. Fast die Hälfte des Inhalts gehöre nicht in die Behälter.

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Papendorfer Feuerwehr klagt über Missbrauch des Angebots und kündigt Überwachung an

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„Wir werden die Schrottcontainer nun überwachen“, erklärt Vereinsvorsitzender Stefan Rieke. Verstöße gegen die Entsorgungsvorgaben würden zur Anzeige gebracht. „Und wenn das nicht zum Erfolg führt, werden wir auf die Schrottspende verzichten und das Angebot einstellen“, kündigt sein Stellvertreter, Norbert Randt, an. Dann gebe es nur noch einmal im Jahr eine Schrottsammelaktion der Feuerwehr in der Gemeinde.

Seit 14 Jahren bietet die Papendorfer Wehr den Einwohnern an, ihren Metallschrott kostenlos in Container zu werfen. Die Ehrenamtler haben einen Vertrag mit dem Schrotthandel Parkentin. Die Acht-Kubikmeter-Behälter werden vom Unternehmen abgeholt und der Schrott dann der Verwertung zugeführt. „Wir bekommen 50 Euro pro Tonne“, sagt Randt. Der Erlös fließe vor allem in die Arbeit der Papendorfer Jugendfeuerwehr.

„Doch wenn so viel Müll in die Container geworfen wird, zieht der Schrotthändler uns Geld ab“, erklärt Randt. Die Einbußen wären immens. Um die Abfuhr der herrenlosen Elektrogeräte müssen sich die Kameraden zudem selbst kümmern, einen zusätzlichen Transport zu einem Wertstoffhof organisieren. „Das kann nicht unsere Aufgabe sein“, betonen die Feuerwehrleute. Zumal alle Anwohner ihre Elektroaltgeräte kostenfrei selbst zu den Wertstoffhöfen bringen oder sie nach Terminabsprache auch abholen lassen können, wie die Vereinsspitze betont.

„Der Containerplatz, wie er jetzt mit all den alten Geräten aussieht, gibt ein schlechtes Bild für unseren Hof ab“, ist auch Steven Hirschberg, Chef der Papendorfer Agrargenossenschaft, sauer. Der Betrieb stellt der Feuerwehr die Räume und die Parkflächen zur Verfügung. „Es sieht an den Containern mölig und prölig aus“, sagt Hirschberg.

Die Landwirte helfen den Kameraden der Feuerwehr gelegentlich mit Technik aus, um den Inhalt der Container für die Abholung etwas zu drücken. „Da liegt viel Zeug drin, das einfach nicht dort reingehört“, stellt Hirschberg fest. Alte Autoreifen nehmen die Bauern ab und an zur Abdeckung der Silos. Ansonsten beobachten sie, dass manche Leute auch „mehr Schrott aus den Containern mitnehmen, als sie bringen“, wie Hirschberg betont. Die Unart einiger Bewohner, sich auf „die bequeme Art“ von Elektromüll zu trennen, nehme zu. Auch anderenorts, wo Container öffentlich zugänglich sind.

Frisch und richtig lecker

Täglich werden in der Großküche des Warnowservice Bützow im Hause der Warnow-Klinik frische, ausgewogene Gerichte zubereitet. Davon profitieren nicht nur Patienten und Mitarbeiter des Krankenhauses.

Das Essen wird auch in Einrichtungen und private Haushalte geliefert. Seit dem Schulbeginn im September essen auch die Schüler der Regionalen Schule und Grundschule Bernitt die Gerichte aus der Küche des Warnowservice. „Am Ende des vergangenen Schuljahres hatten wir plötzlich keinen Lieferanten mehr. Der Küchenchef des Warnowservice, Enrico Krapp, ist deshalb im Juli kurzfristig eingesprungen”, berichtet Schulleiterin Kathrin Diesterbeck. Die Großküche habe sich dann auch auf die Ausschreibung für das neue Schuljahr beworben.

„Da wir das Essen ja schon testen konnten und es sehr gut fanden, hat die Bützower Großküche dann auch den Zuschlag erhalten”, so die Direktorin. Seitdem bereitet Enrico Krapp mit seinem Team nicht nur das Essen für Patienten in der Klinik, für die hauseigene Kantine, andere Einrichtungen und für private Haushalte zu, sondern kocht auch das Essen für die Schulspeisung in Bernitt. Dabei gibt es einiges zu beachten: „Das Essen muss kindgerecht sein. Mit Eisbein kann man die Schüler zum Beispiel nicht begeistern”, so der Küchenchef. Außerdem werde versucht, Zusatzstoffe zu meiden und so frisch wie möglich zu kochen. „Die Qualität des Essens ist top“, lobt die Schulleiterin.

Doris Deutsch

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