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Schütz-Schüler ziehen doch nicht um

Reutershagen Schütz-Schüler ziehen doch nicht um

Sanierung der Grundschule Reutershagen verschiebt sich um mindestens zwei Jahre und wird teurer

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Die breiten Flure der Heinrich-Schütz-Schule sind dunkel und wirken etwas trostlos. Sie sollen nun schmaler werden, damit Platz für neue Klassenräume entsteht. FOTOS (3): COSIMA ENGEL

Reutershagen. Die Koffer waren schon fast gepackt: Eigentlich sollten die Schüler und Lehrer der Heinrich-Schütz-Schule in Reutershagen in den nächsten Wochen umziehen:

OZ-Bild

Sanierung der Grundschule Reutershagen verschiebt sich um mindestens zwei Jahre und wird teurer

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Für ein Jahr hätten sie ein Gebäude in der Südstadt bezogen, damit das Innere der Schule saniert werden kann. Doch quasi in letzter Minute wurde der Umzug abgesagt. Die Sanierung der Schule ist aufwändiger als erwartet und muss daher verschoben werden – um mindestens zwei Jahre.

„Leider haben sich im Mai kurzfristig neue Problemstellungen in der Heinrich-Schütz-Schule ergeben, die erst im Rahmen der unmittelbaren Bauvorbereitungen sichtbar wurden“, sagt Sozial- und Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke). „Leider ist nun vor 2019 nicht mit dem Beginn der Arbeiten zu rechnen.“ Zudem werde der Umbau voraussichtlich deutlich teurer als die geplanten rund zwei

Millionen Euro.

Um welche Probleme es sich genau handelt, sagt Bockhahn nicht. Er weist aber Spekulationen zurück, die Verschiebung könnte etwas mit der jüngsten Bund-Länder-Vereinbarung zu tun haben, wonach der Bund sich künftig stärker in der Schulsanierung engagieren will – und die Stadt so Geld sparen könnte. „Gefördert werden nur Sanierungen in finanzschwachen Kommunen. Die Schweriner Landesregierung hat aber noch gar nicht entschieden, ob Rostock in diese Kategorie fällt“, erklärt der Senator. Und selbst wenn, hätte dies keine Auswirkungen auf die Sanierung Schütz-Schule.

Die Sanierung sei nötig, erklärt Schulleiter Torsten Baumert: „Es gab seit der Wende keine Grundsanierung. Die Elektrik muss erneuert werden, alle Räume sollen drahtloses Internet empfangen können.“

Zudem wachse die Schule und brauche mehr Platz. „Derzeit haben wir 440 Schüler, nächstes Schuljahr sind es bereits 480.“ Der Grundriss wird daher verändert, um zusätzliche Klassenräume zu schaffen.

Dafür wird etwa der breite Flur verkleinert.

Der Ärger über die Verschiebung hält sich allerdings in Grenzen: „Wenn saniert wird, bedeutet das immer einen gewissen Aufwand. Die Kollegen und auch die Eltern sind daher im Großen und Ganzen nicht unzufrieden“, sagt der Schulleiter. Ohnehin hätten viele Eltern ein Problem damit gehabt, dass ihre Kinder ein Jahr lang in die Südstadt pendeln sollten – auch wenn der Schülertransport schon organisiert war. „Einige hatten sogar schon erwogen, ihr Kind von der Schule zu nehmen“, sagt Baumert.

Die gewonnene Zeit soll nun konstruktiv genutzt werden: „Wir haben jetzt mehr Spielraum bei der Planung und können noch Punkte in den Umbau herein nehmen, die sonst hinten runter gefallen wären“, sagt der Schulleiter. Wenn dann möglicherweise in zwei Jahren wieder ein Umzug ansteht, hofft Baumert, dass sich ein Ausweichquartier in Reutershagen finden wird.

Für die Schüler hat die Verschiebung übrigens auch ganz unmittelbare Vorteile: „Der Umzug sollte in der Zeit ab der letzten Schulwoche stattfinden. Daher haben wir schon geplant, was die Schüler in dieser Zeit außerhalb der Schule machen könnten“, erklärt Baumert. So wurden Wandertage, Ausflüge oder Projekttage organisiert. „Was schon organisiert wurde, wird auch gemacht“, verspricht er.

Freuen dürften sich auch die Lehrer und Schüler der Kooperativen Gesamtschule Südstadt (KGS). Da auch dort die Schülerzahlen steigen, wurde ein zweiter Standort nötig. Dafür wurde laut Senator Bockhahn die ehemalige Berufsschule des Datenverarbeitungszentrums komplett saniert. Eigentlich hätten dorthin aber zunächst die Schüler der Heinrich-Schütz-Schule ausweichen sollen. Jetzt kann die KGS die Räume ein Jahr früher als geplant beziehen.

Axel Büssem

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