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Schulhof-Streit: Der Ton wird schärfer

BARGESHAGEN/RETHWISCH Schulhof-Streit: Der Ton wird schärfer

Bürgermeister Catalán wirft Rethwischern Fehlplanung vor / Amtskollege Hagemeister spricht von „Frechheit“

Bargeshagen. /Rethwisch. Die geplante Erweiterung des Außenbereiches an der Conventer Schule sorgt vor allem zwischen den Gemeinden Börgerende-Rethwisch und Admannshagen-Bargeshagen weiter für Zündstoff. Kürzlich hatte der Schulausschuss einen Antrag seines Vorsitzenden Klaus Bergmann abgelehnt, die Wiese des früheren Hortgeländes zu begradigen, zu befestigen und einzuzäunen (die OZ berichtete).

Schule platzt aus allen Nähten

3 Gemeinden schicken Kinder in die Amtsschule: Börgerende- Rethwisch, Admannshagen-Bargeshagen und Ostseebad Nienhagen.

65 Kinder werden in diesem Jahr neu eingeschult – 406 Schüler besuchen derzeit die Conventer Schule.

„Niemand wollte das so, keiner kannte die konkreten Pläne, unsere Gemeinde wurde im Vorfeld nicht wirklich einbezogen“, poltert Bargeshagens Bürgermeister Eduardo Catalán. Überhaupt: „Die Kosten belaufen sich nur für diese Arbeiten auf knapp 60 000 Euro – das ist eine totale Fehlplanung.“ Auch mit den Ideen des Planungsbüros Voss & Muderack, im kommenden Jahr hier einen Bolzplatz, ein Volleyballfeld und einen drei Meter hohen Ballfangzaun zu errichten, kann Catalán nichts anfangen: „Der Schule genügt doch eine befestigte Fläche, auf der sich die Schüler freier bewegen können.“

Bei den genannten Baumaßnahmen handele es sich lediglich um Vorschläge und nicht um Planungen oder gar Aufträge, stellt Rethwischs Bürgermeister Horst Hagemeister klar: „Wir haben doch erst mal nur geprüft, was überhaupt möglich wäre.“ Er habe kein Verständnis für Cataláns ablehnende Haltung, sagt Hagemeister und findet deutliche Worte: „Ich weiß nicht, warum man hier ständig rummosert.“ Denn es bestehe durchaus dringender Handlungsbedarf: „Mittlerweile reicht auch unser Hort nicht mehr aus und wir müssen auf den Schulbereich ausweichen – wir suchen eine Lösung, damit die Kleinen die Großen nicht während des Unterrichts stören“, so der Rethwischer.

Im Übrigen würde diese Lösung eben auch Kinder aus den Nachbargemeinden Admannshagen-Bargeshagen und Nienhagen betreffen, stellt Horst Hagemeister klar: „Wir kümmern uns und bekommen nur Gegenwind – ich finde vor allem Cataláns Haltung eine Frechheit.“

Weiterer Knackpunkt: „Für Investitionen in eine Schulhof-Erweiterung brauchen wir schon gewisse Sicherheiten“, sagt Catalán. „Immerhin bewegen wir uns hier auf fremdem Terrain.“ Heißt im Klartext:

„Die Bargeshäger wollen einen Grundbuch-Eintrag, dass Investitionen auf diesem Gelände immer an die Schule gebunden sein müssen“, erklärt Klaus Bergmann. „Schwachsinn“, meint Horst Hagemeister. „Wir haben einen Beschluss der Gemeindevertretung, dass wir dieses Grundstück der Schule kostenfrei zur Verfügung stellen – was soll es denn da noch mehr an Sicherheiten geben?“

Dass eine Erweiterung des Außenbereiches an der Conventer Schule in diesem Jahr vom Tisch sein soll, kann Catalán nicht nachvollziehen: „Ich glaube schon, dass wir das noch hinbekommen würden“, sagt Bargeshagens Bürgermeister. „Dafür müssen wir uns aber schnellstens mit Schule und Elternrat zusammensetzen und ein Grundkonzept für eine vernünftige Pausenhofgestaltung entwickeln.“

Dieses Konzept liege längst vor, ist Klaus Bergmann überzeugt: „Was sollen jetzt noch weitere Gespräche bringen – damit müssten sich dann doch wieder sämtliche Gemeindevertretungen beschäftigen. Und das kostet alles unnötige Zeit.“ Die Erweiterung hätte man bis zum Schuljahresbeginn Anfang September hinbekommen, meint Bergmann: „Aber Stand jetzt passiert hier erst mal gar nichts.“

Lennart Plottke

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