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So lief die Räumung des besetzten Hauses „Betty“

Rostock So lief die Räumung des besetzten Hauses „Betty“

Die Polizei räumte am Donnerstag das ehemalige Elisabeth-Heim in Rostock. Erst am Nachmittag konnte der letzte Hausbesetzer hinausbegleitet werden. Er hatte seine Hand einbetoniert. Das Haus wird nun durchgehend gesichert.

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Am Donnerstagmorgen hat die Polizei das besetzte Haus in der Ulmenstraße durchsucht. Insgesamt fünf Besetzer wurden von der Polizei hinausbegleitet.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Die Räumung des seit einer Woche besetzten ehemaligen Elisabeth-Heimes in Rostock ist beendet. Spezialkräfte der Landespolizei und der Rostocker Polizei-Inspektion hatten seit dem frühen Donnerstagmorgen das seit 13 Jahren leer stehende Gebäude durchsucht. Insgesamt waren 74 Beamte an dem Einsatz beteiligt.

DCX-Bild

Die Polizei räumte am Donnerstag das ehemalige Elisabeth-Heim in Rostock. Erst am Nachmittag konnte der letzte Hausbesetzer hinausbegleitet werden. Er hatte seine Hand einbetoniert. Das Haus wird nun durchgehend gesichert.

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Der letzte Verhandlungsversuch war gescheitert

Das Studentenwerk Rostock will das Haus abreißen und dort ein Studentenwohnheim und eine neue Mensa errichten. Doch dagegen gibt es Protest. Seit einer Woche hält sich die Gruppe „Betty bleibt“ in dem Gebäude verschanzt. Ein letzter Verhandlungsversuch zwischen dem Studentenwerk und den Besetzern war am Dienstag gescheitert.

Der letzte Hausbesetzer hatte seine Hand einbetoniert

Offiziell spricht die Polizei von einer Durchsuchung, vier Personen wurden bereits bis Donnerstagmittag aus dem Haus gebracht. Am Nachmittag hielt sich noch eine Person in dem Haus auf. Bei den Hausbesetzern handelte es sich um eine 31-jährige Frau und vier Männer im Alter von 18 bis 51 Jahren. Nach Angaben der Polizei hatte sich der letzte Hausbesetzer „in der letzten Ecke des Kellers“ verschanzt, sich angekettet und zudem seine Hand einbetoniert. Die Einsatzkräfte versuchten ihn mit Trennschleifern zu befreien - ohne den Mann zu verletzen. Zwischenzeitlich mussten die Beamten sogar Schleiferblätter nachordern. Insgesamt brauchten die Kräfte 50 Schleiferblätter.

Kurz vor 15 Uhr war das Haus geräumt

„Wir waren äußerst vorsichtig, um ihn nicht zu verletzen“, so Polizeisprecherin Dörte Lembke. Erst kurz vor 15 Uhr wurde der Besetzer aus dem Haus gebracht. Zwischenzeitlich kam auch ein Notarzt zum Einsatz. Der Mann hatte angegeben, dehydriert zu sein. „Der Arzt sagt aber, dass es der Person gut geht.“

Ein Gutachter sucht nach geschützten Tierarten

Das Studentenwerk lässt das Gebäude nun rund um die Uhr sichern. Zudem haben am Donnerstag bereits während der Räumung erste Vorbereitungen für einen Abriss begonnen. Unter anderem untersucht ein Gutachter, ob sich noch geschützte Tierarten - Fledermäuse etwa - in dem Gebäude aufhalten.

Andreas Meyer

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