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So schön ist das Laufen in der Region

Gehlsdorf So schön ist das Laufen in der Region

Sportler freuen sich über faszinierende Landschaften und positive Effekte für die Gesundheit

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Mit einem Lächeln auf dem Gesicht: Die Nienhägerin Franziska Zacher (31) joggt gern durch den Gespensterwald.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland, Ove Arscholl

Gehlsdorf. /Kühlungsborn/Nienhagen. Wälder, Strände und Seen: „Wir hier oben im Norden sind gesegnet mit tollen Laufstrecken und faszinierenden Landschaften. Da ist immer was fürs Auge dabei“, sagt Rico Drake aus Kühlungsborn. Er selbst laufe oft im Stadtwald des Ostseebades, aber auch nach Rerik, Heiligendamm oder Kröpelin führen schöne Strecken. „Es ist hier ideal“, meint Drake.

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Sportler freuen sich über faszinierende Landschaften und positive Effekte für die Gesundheit

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Der 49-Jährige ist Kneiper und gehört zu einer Laufgruppe. „Wir sind schon ein verrückter Haufen“, sagt Drake. Am vergangenen Wochenende sind er und seine vier Mitstreiter beim Darß-Marathon gestartet – mit pinken T-Shirts. „Wir waren echte Hingucker“, erzählt Drake und lacht. Er selbst konnte wegen eines Bandscheibenvorfalls nur mit dem Fahrrad dabei sein. Beim traditionsreichen Stoltera-Küstenwaldlauf am Sonnabend in Warnemünde will er jedoch starten. „Mal gucken, wie es läuft.“

Jeden Donnerstag treffen sich die Rostockerinnen Catrin Hülsenbeck (47) und Jana Gödecke (32) am Gehlsdorfer Ufer. „Wenn wir gut drauf sind, schaffen wir in einer Stunde acht Kilometer“, sagt Hülsenbeck. Es gehe ihnen um ein entspanntes Laufen. „Und den Blick auf die Stadt“, ergänzt Gödecke. Bis zur Eiche am Fähranleger laufen sie der untergehenden Sonne entgegen – und wieder zurück in Richtung Innenstadt.

Auch der Rostocker Student Rasmus Gunst schätzt die Strecke am Gehlsdorfer Ufer. „Es gibt hier wenig Asphalt. Der weiche Untergrund ist deutlich angenehmer als in der Stadt“, sagt der 28-Jährige.

Zweimal pro Woche laufe er fünf bis sechs Kilometer. Was ihm ebenfalls gefällt: „Am Gehlsdorfer Ufer ist die Luft frischer als in der Stadt.“

Über Natur pur freut sich auch Franziska Zacher. Die 31-Jährige joggt gerne durch den Gespensterwald von Nienhagen. Neben dem Laufen treibt sie Gymnastik, fährt Rad und leitet eine „Bauch-Beine-Po“-Gruppe. „Mit Sport, wie Joggen, kann ich dem Alltag entfliehen, den Kopf freibekommen“, betont Zacher.

Dass Laufen hilft, Stresshormone abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern, bestätigte zuletzt der Rostocker Sportmediziner Thomas Neundorf gegenüber der OZ. Joggen sei in mehrfacher Hinsicht gesundheitsfördernd: Der Sport wirke sich positiv auf die Blutdruck- Regulation aus, senkt Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko und den Blutzuckerspiegel, so der 46-jährige Facharzt, der sich selbst mit Waldläufen fit hält.

US-Forscher wollen in einer aktuellen Studie sogar herausgefunden haben, dass Joggen das Leben verlängert: Statistisch gesehen, erhöhe eine Stunde Laufen die Lebenserwartung um sieben Stunden, so die Wissenschaftler des Cooper-Instituts in Dallas. Und: Joggen habe im Vergleich zu anderen Sportarten, wie Walking oder Radfahren, den besten Effekt, heißt es in der Studie. Warum, sei jedoch unklar.

Laufen könne auch helfen, wieder gesund zu werden, beispielsweise nach einem Herzinfarkt, sagen Experten. Betroffene sollten jedoch vorab unbedingt mit einem Kardiologen Kontakt aufnehmen und besprechen, welches sportliche Pensum empfehlenswert ist. Hier müsse im Einzelfall entschieden werden, betonte etwa Sportmediziner Neundorf.

Zweitliga-Triathlet Stephan Reis (TriZack Rostock) empfiehlt Einsteigern ohnehin, sich nicht gleich zu überschätzen. Selbst erfahrene Sportler würden mitunter Gehpausen einlegen. „Das entlastet die Muskulatur“, so Reis. Absolute Anfänger sollten zunächst zweimal die Woche 20 Minuten lang trainieren und Zeit fürs Dehnen einplanen. „Drei, vier Minuten laufen, dann ein bis zwei Minuten gehen, wieder laufen, wieder gehen, immer im Wechsel“, sagt der Leistungssportler. Nach und nach werde das Trainingspensum gesteigert: 30 Minuten, 40 Minuten und schließlich 20 Minuten durchgängig laufen.

Zum Anfang sei es sogar besser, auf Asphalt zu joggen, sagt Reis. „Auf unebenen Böden besteht die Gefahr, umzuknicken. Die Fußgelenkmuskulatur muss erst gekräftigt werden. “ Eine gute Strecke dafür sei etwa der Rostocker Stadthafen. Erst ab einem gewissen Trainingsstand und bei längeren Strecken sei es besser, weniger auf Asphalt zu laufen. „ Zum Beispiel barfuß am Strand“, so Reis.

André Wornowski und Sabine Hügelland

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