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So soll Rostocks neues Meeresmuseum aussehen

Stadthafen So soll Rostocks neues Meeresmuseum aussehen

Planer legen Entwürfe für das 40-Millionen-Projekt im Stadthafen vor

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Das pochende Herz des Schiffes

Spielerische Elemente: Im Maritimen Erlebniszentrum sollen Besucher über Wellen laufen und abtauchen.

Stadthafen. Spätestens 2025 sollen mehr als 300000 Einheimische und Touristen pro Jahr im Stadthafen auf eine besondere Reise gehen können – auf eine Zeitreise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Schiffbau- und -fahrt in der Hansestadt. „Von Rostock in die Welt“ – so soll das Motto des Maritimen Erlebniszentrums (MEZ) lauten, dass die Stadt direkt an der Warnow bauen will. Museumsplaner des Büros Impuls-Design aus Erlangen haben bereits das Konzept für das 40-Millionen-Euro-Projekt erarbeitet – und das wartet mit einigen Überraschungen auf:

OZ-Bild

Planer legen Entwürfe für das 40-Millionen-Projekt im Stadthafen vor

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In dem neuen Multimedia-Museum sollen Besucher beispielsweise über Wasser laufen können. Die OZ zeigt exklusiv die ersten Entwürfe.

Noch ist allerdings offen, ob die überhaupt so umgesetzt werden können: Erst im September entscheiden die Rostocker bei einem Bürgerentscheid, ob das Traditionsschiff in den Stadthafen verlegt werden soll oder nicht. Geht es nach den Planern von ImpulsDesign, dann wird das „Tradi“ aber Teil des MEZ – und zwar im Stadthafen. Und eines machen die Fachleute, die unter anderem das Erlebniszentrum Naturgewalten auf Sylt oder die neue Tropenhalle in Hagenbeck’s Tierpark in Hamburg gestaltet haben, in ihrer Machbarkeitsstudie gleich klar: Soll das Erlebniszentrum ein Erfolg werden, dann ist es nicht damit getan, historische Ausstellungsstücke zu zeigen. Annette Hasselmann, Gesellschafterin des Planungsbüros aus Bayern und verantwortlich für die Dramaturgie des MEZ, will auf eine Mischung aus Erlebnis und Wissensvermittlung setzen. „Primäres Besuchsmotiv ist die Unterhaltung. Bildung und Wissensvermittlung sind die Besuchseffekte“, schreibt Hasselmann in der Studie. Soll heißen: Die Besucher sollen mit Spaß gelockt werden – und dabei etwas lernen.

Das Erlebniszentrum soll einem „roten Faden“ folgen. Impuls-Design hat sich dafür die rätselhafte Geschichte der „Bari II“ ausgesucht. Das Schiff wurde zwischen 1962 und 1964 in Rostock gebaut, 2008 verschwindet es auf der Reise vom Suezkanal nach Port Sudan mit 14 Mann Besatzung an Bord spurlos. Am Beispiel der „Bari II“ soll im MEZ beispielsweise die Geschichte der Rostocker Werften beleuchtet werden. Insgesamt drei Themenfelder – jeweils auf einer eigenen Etage – wollen die Museumsmacher im neuen MEZ beleuchten: „Abenteuer und Spannung“, „Forschung und Innovation“ sowie „Historie und Sammlung“. Im Bereich Abenteuer soll es beispielsweise „Installationen“ geben, „auf denen die Besucher über Wellen gleiten, gespannte Netze erklimmen oder in die Unterwasserwelt abtauchen können“.

Für die Abteilung Forschung sind Experimentierstationen zu Meeresströmungen und -forschung geplant. Die Macher wollen dafür das Konsortium Deutsches Meeresforschung, die Uni Rostock sowie die Werften einbeziehen. Die historischen Stücke aus der Rostocker Geschichte will Hasselmann multimedial und emotional präsentieren.

Auch für das „Tradi“ gibt es ein klares Konzept: Vom Museums- Neubau sollen die Besucher über Stege, die wie Wellen anmuten, auf das Schiff gelangen. An Bord wird es dann „Aktivangebote“ geben, heißt es im Konzept – zum Beispiel Hängebrücken, Schaumstoff-Ozeane oder auch „Klettern in der Takelage“. Die Ausstellungen im Schiff sollen sich um die Themen „Leben an Bord“, „Gefahren auf See“

und „Navigation“ drehen.

„Rostock steht wie nur wenige andere Standorte aufgrund seiner Historie für Schiffbau, Schifffahrt und Handel. Dieses Thema konsequent umzusetzen, ist für die Hansestadt ein Alleinstellungsmerkmal“, so Planerin Hasselmann.

Andreas Meyer

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