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So soll’s der Neue machen

Kühlungsborn So soll’s der Neue machen

Bezahlbare Wohnungen, Verkehrsprobleme lösen: Das erwarten Kühlungsborner vom neuen Rathauschef

Kühlungsborn. Die Kühlungsborner – jedenfalls 58,4 Prozent der Wähler, die zur Stimmabgabe gingen – wählten am Sonntag den unabhängigen Kandidaten Rüdiger Kozian (57) zu ihrem neuen Bürgermeister. Er wird ab dem 1. Januar der neue Chef im Rathaus sein. Was die Kühlungsborner von Rüdiger Kozian erwarten – eine Umfrage unter Kühlungsbornern gestern gibt darüber einigen Aufschluss.

„Er soll sich möglichst schnell einarbeiten und seinen Weg finden – gemeinsam mit den Bürgern. Ich erwarte, dass Rüdiger Kozian der Bürgermeister aller Kühlungsborner wird – nicht nur derer, die ihn gewählt haben. Ich bin da aber zuversichtlich“, sagt Rentner Heinz Scheidler (70).

„Er soll das anpacken, was unter Leitung von Rainer Karl noch nicht gelöst wurde. Ich denke da vor allem an die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr von Kühlungsborn, der vor allem im Sommer sehr stark ist“, so Gisela Schulze (63), die oft mit den Enkelkindern unterwegs ist.

„Sein Wahlprogramm war vernünftig und realistisch und ich kaufe ihm auch ab, dass er engagiert an der Umsetzung arbeiten wird. Da stehen keine Phantasien oder unrealistischen Dinge drin“, erklärt Ralf Wohlert (71).

„Wir brauchen in Kühlungsborn bezahlbare Wohnungen in allen Größen. Vor allem größere Wohnungen für Familien mit mehreren Kindern gibt es faktisch überhaupt nicht. Jedenfalls nicht für Normalverdiener oder gar Leute mit kleinem Einkommen. Er hat versprochen, dafür zu sorgen. Das Versprechen soll er halten“, nimmt André Widdrus (34) den Neuen in die Pflicht.

Uwe Westendorf (48) sieht in Kühlungsborn ein grundsätzliches Problem: „Gleich zwei Mal gab die Stadt viel Geld an ein auswärtiges Beratungsunternehmen für die Erarbeitung des Tourismus-Konzepts. Mit der neuen Strandkonzeption soll es jetzt ähnlich laufen. So etwas muss hier vor Ort passieren – unter breiter Einbeziehung der Kühlungsborner. Wir wissen schließlich am besten, was gut für uns ist und was nicht.“ Vor allem die ungeklärte Situation der Strandkorbvermieter beunruhigt Westendorf. Deren Hütten, so fordert es das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt, müssen in den kommenden Monaten ersatzlos abgebaut werden. Niemand weiß, wie es dort weitergehen wird. „Die Fronten zwischen dem Amt und unserem jetzigen Bürgermeister sind völlig verhärtet. Ich hoffe, dass es mit Rüdiger Kozian in dieser Hinsicht einen Neuanfang geben kann“, sagt der Zoll-Beamte, dessen Mutter eine Strandkorbvermietung in Kühlungsborn betreibt.

Heiner Losch (27) ist Zeitsoldat bei der Bundeswehr und lebt seit zwei Jahren in Kühlungsborn. „Es ist gut, dass so viele Urlauber und Tagesgäste nach Kühlungsborn kommen. Aber mehr dürfen es nicht mehr werden, sonst fällt uns das auf die Füße. Besonders die Verkehrssituation im Sommer ist oft hart an der Grenze“, sagt er.

OZ

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