Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Soldaten bereiten sich aufs scharfe Schießen vor

SANITZ/WARBELOW Soldaten bereiten sich aufs scharfe Schießen vor

Nach dem Türkeieinsatz ist nun der Übungsbetrieb wieder in die Kasernen der Region eingezogen.

Voriger Artikel
Dramatischer Anstieg: 6170 Unfälle
Nächster Artikel
Höchste Waldbrandstufe in Rostocker Heide

Major Ingo Gottschlich (1. v. r.) weist seine Männer bei der Übung in Warbelow in ihre Aufgaben ein.

Quelle: Michael Schißler

Sanitz/Warbelow. Nach dem Türkeieinsatz ist nun der Übungsbetrieb wieder in die Kasernen der Region eingezogen. Die Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 21 aus Sanitz und die Soldaten der Flugabwehrraketengruppe 24 aus Bad Sülze bereiten sich derzeit gemeinsam auf ein scharfes Übungsschießen auf Kreta vor. 130 Mann waren dafür in der Friedensausbildungsstellung Warbelow bei Gnoien, um zu üben.

„In der letzten Septemberwoche und der ersten Oktoberwoche werden wir auf Kreta sein“, sagt Markus Dorfmüller, Informationsfeldwebel der Gruppe 21 in Sanitz. „Hier üben wir alles, was mit dem taktischen Verfahren zu tun hat“, fügt Lars Koch hinzu, der die gleiche Dienststellung bei der Bad Sülzer Gruppe 24 hat. „Bislang hatten wir wegen des Einsatzes in der Türkei dazu keine Zeit“, so Koch weiter. „Wir hatten zu wenig Personal und auch an Material hat es uns gefehlt.“ Bei der Übung auf Kreta gelte es nun, die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen, „dazu muss man auch mal einen Lenkflugkörper abgeschossen haben“. Auf Kreta werden die deutschen Soldaten gemeinsam mit Kameraden aus Holland schießen. „Das Material für die Übung wird aus den verschiedenen Einheiten zusammengestellt und dann nach Kreta verschifft“, erläutert Koch. „Dort wird es dann von den Einheiten genutzt werden.“

Bis dahin ist allerdings noch eine Weile Zeit. In Warbelow geht es jetzt erst einmal darum, sich vorzubereiten. „Das fängt schon mit der Verlegung an“, sagt Koch, denn die großen Fahrzeuge der Flugabwehrraktengruppe müssen erst einmal nach Warbelow gefahren werden. „Für die Gruppe 21 ist das hier etwas Besonderes“, sagt Koch. Die Sanitzer üben eigentlich in ihrer Ausbildungsstellung in Gubkow, „aber da kennen sie schließlich alles schon“, sagt Markus Dorfmüller. „Hier müssen sie sich auf neue Verhältnisse einstellen.“ Denn ganz so einfach wie eine eingerichtete Kampfstellung auf den ersten Blick aussieht, lässt sie sich nicht aufbauen. „Das wird alles ganz genau geplant“, sagt Koch. „Das beginnt mit den Erkundungstrupps und geht dann weiter über das Vermessen der Stellung mit GPS-Koordinaten. „Dann müssen die Antennenmastanlage aufgebaut und die Kommunikation für Sprache und für Daten hergestellt werden.“

Nach einem bestimmten System werden auch die Fahrzeuge aufgefahren. Dafür gibt es die Abschusscrews, während die Taktiker- Crews vor ihren Monitoren sitzen. All die Technik braucht Strom, daher sind auch Stromerzeugungsanlagenmechaniker dabei, „denn ohne Strom läuft unser Waffensystem eben nicht“, sagt Koch. Wenn es nicht nur an Strom liegt, sondern auch andere Probleme auftreten, sind die Wartungstrupps gefragt. „Da geht es um Mechanik, Elektronik und auch um die Hydraulik unseres Waffensystems“, so Koch.

Die Übung in der Ausbildungsstellung Warbelow dauert noch bis heute an.

Von msc

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Von Discofox bis Hip-Hop

Tanzschulen in Doberan und Kröpelin freuen sich über regen Zulauf / Erstmals Kurse im Kornhaus