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Spanisch lernen bei Sonnenschein

SANITZ Spanisch lernen bei Sonnenschein

Schüler aus Sanitz und Castellón de la Plana besuchen sich gegenseitig / Über das Internet kam Kontakt zustande

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Wurden in Spanien unterrichtet: Sophie Biemann (13, v. l.), Lukas Schmidt (13), Martin Plitt (13), Nika Schleifer (16), Wencke Fiegenbaum (13) und Tabea Kellner (15).

Quelle: Fotos: Mathias Otto, Gymnasium Sanitz

Sanitz. Sprachen lernen bei Sonnenschein und 25 Grad, entspannt am Mittelmeerstrand: 18 Gymnasialschüler aus Sanitz haben ihre Spanisch-Kenntnisse aufgefrischt und verbessert. Vor den Sommerferien haben sie noch bei sich zu Hause Schülern aus dem Ort Castellón de la Plana die deutsche Sprache beigebracht – nun folgte der Gegenbesuch. Über eine Seite im Internet kam der Kontakt zur spanischen Einrichtung zustande.

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Schüler aus Sanitz und Castellón de la Plana besuchen sich gegenseitig / Über das Internet kam Kontakt zustande

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Wir wurden herzlich empfangen. Zum Schluss gab es extra für uns noch ein kleines Feuerwerk.“Rebecca Radant, Spanisch-Lehrerin

Mit unzähligen Eindrücken sind die Sanitzer Jugendlichen nun zurückgekehrt. Der Achtklässler Martin Plitt (13) konnte seine gelernten Vokabeln zum ersten Mal in der Praxis anwenden. „Es gibt einige Wörter, die ich von vornherein für eher unwichtig hielt. Aber besonders diese Wörter habe ich dann doch öfter benutzt“, sagt er. Es sei in der spanischen Schule „Centro Concertado Ramiro Izquierdo“

sehr familiär zugegangen und die Schüler hätten dort in einer Unterrichtsstunde weniger Stoff vermittelt bekommen, erinnert sich Tabea Kellner (16). Die Zehntklässlerin berichtet von einem eingeschossigen Schulhaus ohne Flure, dessen Räume nur von außen erreichbar gewesen seien. Und von Schülern, die in einheitlicher Kleidung zur Schule kommen mussten.

Tagsüber Unterricht, am Nachmittag und Wochenende Freizeit – die Sanitzer Schüler haben viel erlebt. Gemeinsam waren sie auf einem Festival. „Es ist vergleichbar mit der Hanse Sail, aber nur viel kleiner“, so Nika Schleifer (16). Außerdem gab es einen Ausflug in die Stadt Valencia und einen Empfang der Bürgermeisterin in Castellón de la Plana. Die beiden mitgereisten Lehrer Rebecca Radant und Christian Sokolowski waren begeistert nach diesem Ausflug. „Wir wurden herzlich empfangen. Zum Schluss gab es extra für uns noch ein kleines Feuerwerk“, so die Spanisch-Lehrerin.

Vereinfacht wurde den Sanitzern die Reise ins Ausland durch ein Online-Programm. Beim sogenannten „eTwinning“-Programm – eine Initiative der Europäischen Kommission – können sich Schulen aus Europa über das Internet miteinander vernetzen. Es bietet jedem Schulmitarbeiter in einem europäischen Land eine Plattform, um zu kommunizieren, kooperieren, Projekte zu entwickeln, sich auszutauschen und Teil einer Lerngemeinschaft Europas zu sein. „Und genau diesem Projekt haben wir uns angeschlossen. Die Kontakte zur spanischen Schule sind schnell entstanden“, berichtet Rebecca Radant. Der theoretische Part in der heimischen Schule sei zwar wichtig, „aber ebenso der direkte Kontakt zu Leuten aus Spanien“.

So kam es auch, dass Jugendliche aus Spanien vor den Sommerferien nach Sanitz gefahren sind, um hier ihre Deutschkenntnisse aufzufrischen. Sie wurden am Sanitzer Gymnasium unterrichtet. An freien Tagen standen Ausflüge nach Warnemünde oder Hamburg auf dem Plan. „Wir haben danach auch unsere Nummern ausgetauscht und schreiben uns seitdem regelmäßig“, berichtet Wencke Fiegenbaum (13). Im kommenden Jahr soll es einen weiteren Austausch zwischen den deutschen und spanischen Schülern geben.

Gemeinsames Lernen

Das Programm „eTwinning“ fördert Schulpartnerschaften in Europa durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Portal bietet Unterstützung, Werkzeuge und Dienste.

„eTwinning“ stellt außerdem Angebote zur kostenlosen und kontinuierlichen Weiterbildung für Pädagogen bereit. „Un viaje virtual por el Báltico & Mediterráneo“ hieß das Projekt, dem sich das Sanitzer Gymnasium angeschlossen hat. Übersetzt heißt es: Eine virtuelle Reise durch den Ostsee- und Mittelmeerraum.

• Internet: www.etwinning.net

Mathias Otto

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