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Spielplatz soll junge Familien locken

NUSTROW Spielplatz soll junge Familien locken

Die Gemeinde hat bis jetzt drei Millionen in ihre Infrastruktur investiert / Jetzt kommt ein Highlight der Bodenordnung

Nustrow. In ihrem Bodenordnungsverfahren gehen sie jetzt „auf die Zielgerade“. Darum bietet Bürgermeister Dirk Lembke mit seiner Gemeindevertretung den Nustrowern am Wochenende ein I-Tüpfelchen. „Wir werden unseren neuen Mehrgenerationenspielplatz einweihen“, sagt er. Damit hätten die Bürger nun einen besonderen Vorteil von der Bodenneuordnung. „Wir hätten sowieso einen neuen Spielplatz bauen müssen“, sagt der Bürgermeister, „der alte hatte nicht mehr den vorgeschriebenen Anforderungen genügt“. Aber Spielplätze sind teuer. Lembke machte sich aber daran Fördermittel zu suchen, „und dabei kam heraus, dass Mehrgenerationenspielplätze mit 90 Prozent von der Leaderprojektgruppe gefördert werden“. Damit habe sich die kleine Gemeinde diesen leisten können.

„Gekostet hat er 95000 Euro“, sagt Lembke „davon bezahlen wir zehn Prozent.“ Und die Gemeindevertretung hat auch gleich einen Weg gefunden, diesen Eigenanteil aufzubringen. „Wir haben ein kommunales Grundstück an eine Familie verkauft, die bei uns bauen will“, sagt der Bürgermeister. Damit hat die Gemeinde nun Zuzug und kann problemlos ihren Mehrgenerationenspielplatz bezahlen.

„Gerade mit diesem Platz wollen wir dafür sorgen, dass die Gemeinde attraktiv bleibt“, sagt der Bürgermeister. „Junge Familien achten darauf, was es im Ort gibt, und einen Spielplatz wollen viele“, so Lembke. „Schließlich müssen wir anstreben, dass sich die Häuser in unserem Dorf auch in der Zukunft verkaufen lassen oder von der nächsten Generation übernommen werden. „Dafür sind wir auch als Kommunalpolitiker zuständig“, so der Bürgermeister, der gleichwohl sieht, dass 95000 Euro für 160 Einwohner eine große Investition ist, die sich dennoch lohnt. „Wir haben in Nustrow 30 Kinder“, sagt Lembke, „und die haben ein Recht auf einen Spielplatz“.

Der hat denn auch allerhand zu bieten. Auf den rund 800 Quadratmetern Fläche der Gemeinde gibt es einen 200 Quadratmeter großen Kunstrasenplatz. Er ist das Herzstück, dort kann jede Art Ballsport betrieben werden. „Und er ist eingezäunt, so dass der Ball nicht wegrollen kann“, sagt der Bürgermeister. „Für die kleinen Kinder sind eine Sandkiste, eine Wippe, ein Spielhaus und eine Rutsche vorgesehen.“ Der Kletterturm mit Rutsche und Schaukel ist für ältere Kinder gedacht. Zum Angebot zählt weiter ein Kombinationsgerät mit Laufband, Beintrainer und Fahrradstation. „Die Tischtennisplatte haben wir vom alten Spielplatz übernommen“, sagt der Bürgermeister. „Und für die Großeltern haben wir Bänke aufgestellt.“ Willkommen seien auf dem Platz auch die Bürger der Nachbargemeinde ebenso wie alle Gäste der Gemeinde.

Während der Bodenordnung haben die Nustrower in den vergangenen 16 Jahren drei Millionen Euro investiert. „Wir haben ein neues Gemeindehaus gebaut, die Straßen komplett entwässert und erneuert – sie haben Bürgersteige und Beleuchtung bekommen. Außerdem haben wir ein zentrales Abwassernetz geschaffen – und starke Internetleitungen legen lassen. „Das ist wichtig, wenn man neue Bürger gewinnen und die alten halten möchte“, sagt Dirk Lembke.

Michael Schißler

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