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5:4 – Piranhas kämpfen Indianer aus Hannover nieder

Rostock 5:4 – Piranhas kämpfen Indianer aus Hannover nieder

Rostocker Eishockey-Oberligist begeistert mit zwei Siegen gegen Favoriten

Rostock. Als gestern Abend die Schlusssirene in der Schillingallee ertönte, brachen alle Dämme. Die Spieler der Rostock Piranhas bildeten eine Jubeltraube. Die Fans hatten ihr Team schon vor dem Ende der Partie mit Sprechchören gefeiert. Mit 5:4 (2:2, 1:2, 2:0) rang der Eishockey-Oberligist den Tabellenführer der Qualifikationsrunde nieder, die Hannover Indians.

Arthur Lemmer erlöste seine Farben mit dem umjubelten Siegtreffer. Er stand nach einem Schuss von Klemens Kohlstrunk goldrichtig und verwandelte den Abpraller vom Torhüter aus kurzer Entfernung. Der Stürmer freute sich über sein gutes Gespür. „Ich habe spekuliert, dass der Puck vielleicht vor meinem Schläger landet und stand da, wo ein Stürmer stehen muss“, beschrieb der 26-Jährige schmunzelnd.

Mit dem Erfolg bestätigten die Piranhas ihre gute Form und verkürzten den Rückstand auf die Black Dragons Erfurt (2. Platz, 56 Punkte), die gegen Preussen Berlin mit 2:4 verloren, auf drei Zähler – und die Thüringer haben schon ein Spiel mehr ausgetragen. Für den REC war es der siebte Erfolg in den acht Spielen der Zwischenrunde. Schon am Freitag hatten die Raubfische drei Punkte beim 2:1 bei den Indians erbeutet.

In beiden Spielen gegen die Hannoveraner boten die Rostocker leidenschaftliche Leistungen. Gestern starteten sie fulminant in die Partie und führten nach dem ersten Treffer von Doppeltorschütze Lemmer und einem weiteren von Ulib Berezovskyy nach neun Minuten bereits mit 2:0. Die Indians schienen geschockt. Doch individuelle Fehler in der Abwehr der Hausherren brachten die Niedersachsen zurück ins Spiel. Sie glichen noch vor der ersten Drittelpause aus.

In der Folge entwickelte sich die Partie zum Thriller, in dem der Tabellenprimus aus Hannover zunächst vorlegte. Hein und Pohanka brachten ihr Team jeweils in Führung, der Tscheche Peter Szabo glich zwischenzeitlich für die Piranhas zum 3:3 aus.

Im letzten Drittel zeigten die Ostseestädter, was in ihnen steckt. Sie überzeugten sowohl kämpferisch als auch spielerisch und belohnten sich nach Michael Bezouskas Ausgleichstreffer zum 4:4 mit Lemmers Siegtreffer.

Pascal Sternkopf, der am Freitag beide Tore beim Auswärtssieg erzielt hatte, gibt die Marschroute für die kommenden Wochen vor. „Wir wollen mit aller Macht in die Play- offs. Dafür müssen wir am Wochenende nachlegen“, fordert der gelernte Verteidiger. Zunächst müssen die Rostocker am Freitag zu den Harzer Falken aus Braunlage (Niedersachsen). Zwei Tage später empfangen die Raubfische den EHC Timmendorfer Strand zum Ostsee-Derby in der heimischen Eishalle Schillingallee.

Rostock Piranhas: Stark – Dörner, Ullmann, Kohlstrunk, Kröber, Sternkopf, Franz – Lemmer, Bezouska, Striepeke, Szabo, Stratmann, Koopmann, Piehler, Schug, Kunce, Berezovskyy, Michalek, Stockel

Tore: 1:0 Lemmer (3.), 2:0 Berezovskyy (9.), 2:1 Hein (17.), 2:2 Schwab (19.), 2:3 Hein (25., Überzahl-Tor), 3:3 Szabo (27., Überzahl-Tor), 3:4 Pohanka (31.), 4:4 Bezouska (44.), 5:4 Lemmer (52.)

Strafminuten: REC 10 (5 Strafen), Indians 24 (8 Strafen) Zuschauer: 970

René Warning

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