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600 Rostocker machen sich „Benefit“

Schmarl 600 Rostocker machen sich „Benefit“

Wirtschaftsjunioren und Stadtsportbund veranstalten in Schmarl zum vierten Mal einen Sport-Aktionstag

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Christian Pasztor (re.) zeigt dem neunjährigen Pascal, wie es ist, im Rollstuhl Hinernisse wie Türschwellen zu überwinden. Fotos (2): Johanna Hegermann

Schmarl. Zum vierten Mal haben Rostocker Sportvereine beim Aktionstag „Benefit“ Kindern und Jugendlichen ihre Angebote vorgestellt. Mehr als 600 Sportbegeisterte kamen dafür am Sonnabend mit ihren Eltern zum Schmarler Holiday City Center (HCC). Organisiert wurde der Tag gemeinsam von den Wirtschaftsjunioren und dem Stadtsportbund Rostock.

OZ-Bild

Wirtschaftsjunioren und Stadtsportbund veranstalten in Schmarl zum vierten Mal einen Sport-Aktionstag

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Nordwindkinner gewinnen

1000 Besucher , davon rund 600 Kinder, waren beim vierten „Benefit“ in Schmarl dabei.

59 Schulen nahmen an einem Wettbewerb teil. Die Schule, von der die meisten Kinder mitmachen, gewinnt. Als Preis wird für das nächste Sportfest ein Sportmobil mit Hüpfburg bereitgestellt.

Gewonnen hat die Grundschule „Nordwindkinner“ aus Reutershagen.

Auch der achtjährige Luca aus Lichtenhagen möchte einige Sportarten ausprobieren. Eigentlich ist er bereits Mitglied in einem Kampfsportverein. Seit zwei Jahren macht er Taekwondo. Doch beim Stand der Lederhexen aus Rostock bleibt er interessiert stehen. Es ist eine von 23 Stationen, an denen insgesamt 29 Sportarten präsentiert werden.

Ein Kanu liegt hier auf dem Hallenboden. „Weißt du, welche Sportart das ist?“, fragt Trainerin Charlotte Sweers, während Luca den Kopf schüttelt. Es ist Kanu-Polo: Ein Ballspiel, das normalerweise im Wasser gespielt wird. „Im Wasser könnte man es natürlich besser zeigen, aber heute sollen die Kinder erst mal mit der Idee vom Kanu-Polo angefüttert werden“, sagt Silvia Collin vom Vorstand der Lederhexen. Luca probiert es gleich aus und setzt sich ins Boot. Helm auf, Schwimmweste an, in der einen Hand das Paddel in der anderen den Ball. Sein Urteil: Ganz schön kompliziert. Den Verein möchte er vorerst nicht wechseln. Stattdessen holt er sich einen Stempel für seine Teilnehmerkarte.

Insgesamt neun Stempel muss er sammeln, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Als Preise gibt es unter anderem Bücher. Doch der Schüler ist motiviert und läuft zu dem Stand, an dem es ein Trampolin gibt. Seine Mutter Mareike Zech ist begeistert. „Sport ist so wichtig für Kinder. Gerade in einem Zeitalter der Technik muss man sie animieren, sich mehr zu bewegen“, sagt die Rostockerin. Für ihren Sohn ist das kein Problem: „Ich mag viel lieber Sport, als zu Hause zu sitzen.“ Besonders gut findet Mareike Zech, dass sich beim „Benefit“ auch Behinderten-Sport-Vereine vorstellen.

Auch der Verband für Behinderten- und Rehasport (VBRS) hat seinen Stand vorbereitet — einen Rollstuhl-Parcours für jedermann. „Hier können Kinder erleben, wie es ist, im Rolli alltägliche Hindernisse zu überwinden“, sagt Thorsten Klein vom Verband.

Der neunjährige Pascal Akpare wartet auf einen Rollstuhl. Denn der Parcours gehört zu den beliebtesten Ständen. Endlich ist es so weit, und er versucht, damit über eine Türschwelle zu fahren. „Das ist schwierig, aber echt interessant, es auszuprobieren“, sagt der Schüler aus Dierkow. Hilfe bekommt er von Christian Pasztor vom VBRS. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen und muss täglich solche Hürden meistern. „Es ist wichtig, dass Kinder damit konfrontiert werden. So können sie frühzeitig lernen, besser mit Menschen mit Behinderungen umzugehen“, so Pasztor.

Von Johanna Hegermann

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