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Auf dem Sprung: Talent Häusler hat EM-Medaille fest im Visier

Neubrandenburg/Rostock Auf dem Sprung: Talent Häusler hat EM-Medaille fest im Visier

Dreispringerin vertritt den 1. LAV Rostock im Juli auf internationaler Bühne. Zuletzt gewann sie den Landestitel.

Neubrandenburg/Rostock. Dreisprung-Ass Mara Häusler vom 1. LAV Rostock sitzt auf der Tartanbahn im Leichtathletikstadion. Kurze Verschnaufpause. Die pralle Sonne setzt der jungen Dame zu, die am Montag gerade 17 Jahre alt geworden ist. Aufhalten lässt sich Häusler davon nicht. Jeden Tag trainiert sie für ihr großes Ziel in diesem Jahr: eine Medaille bei der erstmals ausgetragenen U-18-Europameisterschaft vom 14. bis zum 17. Juli in Tiflis (Georgien).

 

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Mara Häusler beim Springertreffen in Garbsen. Dort schaffte sie mit 12,71 Meter die Norm für die U-18-EM.

Quelle: Dirk Fußwinkel/www.footcorner.de
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Timo Liedemit

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Mara Häusler beim Springertreffen in Garbsen. Dort schaffte sie mit 12,71 Meter die Norm für die U-18-EM.

Quelle: Dirk Fußwinkel/www.footcorner.de
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Timo Liedemit

„Mein Traum ist es, irgendwann bei Olympia zu starten, dem größten Sportevent der Welt“, nennt die Schülerin der 11. Klasse des Christophorus-Gymnasiums in Rostock ihr Fernziel. Im CJD wohnt sie auch im Internat, denn für ihre ehrgeizigen Ambitionen nahm sie vor rund zweieinhalb Jahren den Umzug aus der elterlichen Wohnung in Stralsund in Kauf.

„Anfangs war es nicht leicht, aber mittlerweile habe ich mich in Rostock super eingelebt. Es ist eine schöne Stadt, nicht nur zum Sporttreiben, sondern auch zum Verweilen am Stadthafen oder in Warnemünde am Strand“, verrät Häusler ihre Lieblingsorte. Natürlich neben dem Leichtathletikstadion und der Laufhalle. Dort ist Mara Häusler manchmal sogar zweimal am Tag anzutreffen. Durch das gestreckte Abitur in der Sportlerklasse sind ihr Stunden- und ihr Trainingsplan aufeinander abgestimmt.

Trainer Peter Schörling lobt Ehrgeiz und Fleiß seines Schützlings. „Mara ist fast schon trainingsbesessen, will manchmal zu viel und muss sogar gebremst werden“, sagt der Diplomsportlehrer. „Im vergangenen Jahr hat sie sich toll entwickelt.“

Jüngst gehörte die hübsche Blondine bei den zweitägigen Landesmeisterschaften der Erwachsenen und der U 18 im Neubrandenburger Jahnstadion zu den herausragenden Athletinnen. Mal wieder. Häusler krönte sich im Dreisprung mit 12,64 Meter zur Siegerin, blieb nur einen Zentimeter hinter der geforderten EM-Norm. Die hat sie bereits Ende Mai beim Springermeeting in Garbsen bei Hannover (Niedersachsen) geknackt. Dort kam sie auf 12,71 Meter. „Es ist schön, dass ich die Leistung bestätigen konnte. Das gibt mir Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, sagt Häusler. Sie hat sich vorgenommen, demnächst die 13-Meter-Marke zu überbieten.

Ungewöhnlich: Eine Konkurrentin hatte Häusler in Neubrandenburg nicht. „Ich war die einzige Starterin in meiner Altersklasse. Leider“, bedauert die gebürtige Stralsunderin, die vor ihrem Wechsel nach Rostock für die HSG Uni Greifswald aktiv war. Deshalb sprang sie bei den Frauen mit und erzielte hinter Sophie Weißenberg (12,89 m) vom SC Neubrandenburg die zweitbeste Weite.

Am kommenden Sonntag beim 6. Sprung Meet-IN in Ingolstadt wird das Teilnehmerfeld hochkarätig besetzt sein. Der Wettkampf dürfte ein guter Gradmesser für Häusler werden, die zusammen mit Athletinnen des SC Neubrandenburg nach Bayern reist. „Ich freue mich auf ein neues Stadion und auf starke Konkurrenz in meiner Altersklasse“, sagt die Athletin des 1. LAV Rostock, die sich voll auf Dreisprung konzentriert. „Die Kunst, bei hoher Geschwindigkeit die Bewegungen technisch korrekt auszuführen, um möglichst weit zu kommen, macht die Disziplin aus“, beschreibt Häusler. Sprints und Hürdenläufe baut sie ab und an zur Abwechslung in ihren Trainings- und Wettkampfkalender ein.

Neben Mara Häusler glänzten in Neubrandenburg weitere Rostocker. So lieferten sich Malte Propp, der zu Saisonbeginn vom 1. LAV zu Fiko Rostock gewechselt ist, und Erik Schoob (1. LAV) spannende Läufe über 800 und 1500 Meter. Schoob (4:13,61 min für 1500 m und 1:58,78 min für 800 m) entschied beide Rennen für sich. Die 4x-100-Meter-Sprintstaffeln der Männer, Frauen sowie der weiblichen und männlichen U 18 erkämpften ebenfalls Gold.

Zweimal Gold ging an Manja Sachs im 400-Meter-Lauf in 59,55 Sekunden und 400-Meter- Hürdenlauf (65,90 s). Alexander Schwadtke siegte sowohl im 110- Meter- als auch im 400-Meter-Hürdenlauf.

Speerwerferin Julia Ulbricht (alle U 18, 1. LAV Rostock) gewann mit 42,15 Meter. Die genannten Athleten sowie Elisa Adams und Magnus Buchwald qualifizierten sich für die deutsche Jugendmeisterschaft in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen). Insgesamt gewann der 1. LAV 15 Landestitel, sechs Silber- und sieben Bronzemedaillen.

• Ergebnisse: www.lvmv.de/docs/results/2016/e050616mf_u18.htm

Liedemit überragt

Eingebettet in die Landesmeisterschaft war der Block-Mehrkampf der U 16. Dort erfüllten viele Athleten die Vielseitigkeitsanforderungen des Deutschen Leichtathletikverbandes und qualifizierten sich für die nationalen Titelkämpfe Anfang Juli in Aachen. Timo Liedemit (15) vom 1. LAV Rostock ließ es richtig krachen. Er überbot die geforderte Norm um knapp 400 Zähler und wurde Landesmeister im Block-Mehrkampf Lauf. Seine Leistungen: 12,18 Sekunden im 100-Meter-Lauf, 12,43 Sekunden im 80-Meter-Hürdenlauf, 5,52 Meter im Weitsprung, 66,50 Meter im Ballwurf und 6:28,47 Minuten im 2000-Meter-Lauf. Die 14-jährigen Mädchen des Vereins qualifizierten sich als Staffel erstmals seit vielen Jahren wieder für die Bundestitelkämpfe.

• Ausführlicher Bericht und alle Ergebnisse: http://www.lav-rostock.de/

Tommy Bastian

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