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Aufholdjagd: Piranhas machen aus 0:4 noch einen 5:4-Sieg

Rostock Aufholdjagd: Piranhas machen aus 0:4 noch einen 5:4-Sieg

Eishockey- Oberligist gewinnt Derby gegen Timmendorf nach Leistungs- steigerung.

Rostock. War das eine Aufholjagd! Mit einer großartigen Energieleistung haben die Rostock Piranhas gestern Abend in der Eishockey- Oberliga Nord das Ergebnis im Ostseederby gegen den Erzrivalen EHC Timmendorfer Strand noch gedreht und nach Verlängerung mit 5:4 (0:4, 3:0, 1:0; 1:0) gewonnen. Nach dem ersten Drittel lagen die Hausherren vor mehr als 700 überwiegend enttäuschten Fans beinahe aussichtslos mit 0:4 zurück. Doch am Ende konnten die REC-Fans jubeln.

Rostocks Trainer Kenneth Latta war froh über sein erstes Wochenende mit zwei Siegen. „Immerhin haben wir noch 40 Minuten Eishockey gespielt und letztlich verdient gewonnen. Allerdings hat uns das erste Drittel einen Punkt gekostet“, sagte der 54-Jährige. Sein Team hatte bereits am Freitag einen 2:1-Erfolg beim ECC Preußen Berlin eingefahren.

Nach dem ersten Drittel deutete gestern nichts auf einen REC-Sieg hin. Die Raubfische agierten zahnlos und zeigten eine indiskutable Leistung. In der Rostocker Defensive herrschte wildes Durcheinander. Das nutzten die Gäste und gingen früh in Führung. Danach bauten sie innerhalb von drei Minuten ihren Vorsprung deutlich aus. Dabei zeigten sich die Timmendorfer sehr effektiv, nutzen drei Angriffszüge in Folge für ihre Tore.

Die Rostocker Fans in der Halle waren nahezu verstummt ob der desolaten Vorstellung ihrer Mannschaft. Die mitgereisten Anhänger der Gäste feierten ihr Team dagegen ausgelassen.

Doch REC-Trainer Latta blieb zur Pause ruhig. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie nach der Leistung 20 Minuten Reserve haben und fortan 40 Minuten Vollgas geben müssen“, meinte er.

„Reißen wir uns noch mal zusammen, Jungs“, fragte Rostocks Doppeltorschütze vom Freitag, Jannik Striepeke, seine Kollegen vorm zweiten Drittel. Die Reaktion im Kabinentrakt fiel verhalten aus. Die Moral schien gebrochen. Doch Striepeke selbst verkürzte per Strafstoß auf 1:4 und sorgte damit für neuen Mut bei den Piranhas.

Nur zwei Minuten später war es Moritz Schug, der im Nachsetzen den Rückstand auf zwei Tore reduzierte. Auch die Heimfans glaubten wieder an ein Comeback ihrer Lieblinge. Und tatsächlich: Constantin Koopmann traf wiederum nur eine Minute später zum 3:4. Der REC spielte nun befreit auf.

„Wir wollten und mussten eine Reaktion zeigen. So durfte es nicht weitergehen“, konstatierte Striepeke. Mit viel Biss in den Zweikämpfen, Leidenschaft und Zug zum Tor brachten die Gastgeber ihren Kontrahenten in immer größere Schwierigkeiten. Die Abwehr stand plötzlich. Nur drei Mal durften die Timmendorfer im zweiten Abschnitt auf das Tor von REC-Keeper Dustin Haloschan schießen. Ein fantastischer Wert.

Doch es blieb bei einem Treffer Rückstand für den REC vor dem Schlussdrittel – 3:4.

Die letzten 20 regulären Spielminuten gehörten ganz den Hausherren. Sie waren fest entschlossen, zum Ausgleich zu kommen und schnürten die Gäste phasenweise. Beinahe folgerichtig traf Pascal Sternkopf zum verdienten 4:4.

In der Verlängerung erzielte Constantin Koopmann nach toller Kombination den umjubelten Siegtreffer für die Piranhas.

Weiter geht´s für den REC am Freitag (20.00 Uhr, Schillingallee) gegen die Black Dragons Erfurt, ehe zwei Tage später die Partie beim MEC Halle 04 ansteht, dem Ex-Klub von Piranhas-Coach Kenneth Latta.

Rostock Piranhas: Haloschan – Ullmann, Kröber, Dörner, Franz, Kohlstrunk, Sternkopf – Bezouska, Kurka, Lemmer, Striepeke, Schug, Stratmann, Kunce, Michalek, Koopmann, Bauermeister, Berezovskyy, Bergemann.

Tore: 0:1 May (6., Überzahl-Tor), 0:2 Balla (11.), 0:3 Schnabel (12.), 0:4 Grassi (13.), 1:4 Striepeke (24., Penalty), 2:4 Schug (26.), 3:4 Koopmann (27.), 4:4 Sternkopf (57.), 5:4 Koopmann (65.). Strafminuten: REC 10, EHC 10. Zuschauer: 749.

René Warning

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