Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Aufopferungsvolle Seawolves scheiden im Achtelfinale aus

Rostock Aufopferungsvolle Seawolves scheiden im Achtelfinale aus

Gegen die Dresden Titans verliert der Basketball-Drittligist 90:92. Damit ist die Saison der Rostocker vorzeitig beendet.

Rostock. Sieben Sekunden vor dem Spielende stockte 2133 Zuschauer in der Rostocker Stadthalle der Atem. Beim Stand von 90:92 in der dritten und entscheidenden Play-off-Achtelfinal-Partie der Rostock Seawolves gegen die Dresden Titans wird Sven Hellmann an der Drei-Punkte-Linie freigespielt. Der Routinier zieht zum Korb, visiert das Ziel an und wirft den Ball Richtung Korb. Doch das Spielgerät prallt vom Ring zurück. Ein Dresdener sichert sich den Abpraller und so war klar: Die Seawolves scheiden in der Meisterschaftsendrunde früh an den Sachsen.

 

OZ-Bild

Shawn Gulley (l.) tröstet den enttäuscht am Boden sitzenden André Murillo, der beim Saison-Aus gegen Dresden gemeinsam mit Matt Hunter (beide 21 Punkte) bester Seawolves-Werfer war. Fotos (2): René Warning

Quelle:
OZ-Bild

Die Enttäuschung nach dieser Nieder- lage ist groß. Wir haben die Saison leider gegen ein sehr starkes Team beenden müssen.“Seawolves-Coach Sebastian Wild (37)

Quelle:
OZ-Bild

Shawn Gulley (l.) tröstet den enttäuscht am Boden sitzenden André Murillo, der beim Saison-Aus gegen Dresden gemeinsam mit Matt Hunter (beide 21 Punkte) bester Seawolves-Werfer war. Fotos (2): René Warning

Quelle:
OZ-Bild

Die Enttäuschung nach dieser Nieder- lage ist groß. Wir haben die Saison leider gegen ein sehr starkes Team beenden müssen.“Seawolves-Coach Sebastian Wild (37)

Quelle:

„Das war anders geplant. Eigentlich sollte Matt Hunter freigespielt werden. Doch den hatte Dresden gut gedeckt. So musste ich den Wurf nehmen. Bitter, dass er nicht reingegangen ist“, sagte Hellmann sichtlich enttäuscht. Nach der Schlusssirene standen nicht nur dem dienstältesten Spieler der Ostseestädter die Tränen in den Augen. Auch seinen Teamkollegen und Hallensprecher sowie EBC Rostock-Klubchef André Jürgens stand die Enttäuschung über das Ausscheiden in der Meisterschaftsendrunde ins Gesicht geschrieben. "Schade. Dieses packende Spiel hatte keinen Verlierer verdient. Ihr glaubt gar nicht, wie traurig ich bin", schluchzte Jürgens nach dem Spiel in Richtung des Publikums.

Die 2133 Zuschauer bedankten sich trotz des Ausscheidens mit minutenlangen stehenden Ovationen. Sie waren beeindruckt von dem Kampfgeist der Hausherren. Die Seewölfe lagen mit Ausnahme der Startphase (4:4, 2.) gegen quirlige Dresdner permanent zurück.

Nach verheißungsvollen Start, bei dem vor allem David Rivers mit drei Blocks und vier Punkten überzeugte, übernahmen nach und nach die Dresdner das Kommando. Schon zum Ende des ersten Viertels setzten sich die Gäste von der Elbe mit sechs Punkten (17:23) ab. Im zweiten Spielabschnitt kontrollierten die wendigen Titans gegenüber den großgewachsenen Seawolves das Geschehen und führten zur Pause mit sieben Zählern.

Nach dem Seitenwechsel waren es vor allem die Gäste, die dem Spiel ihre Linie aufdrückten. Die Elbestädter präsentierten sich wie schon in den vorherigen beiden Achtelfinal-Partien treffsicher. Vor allem von der Drei-Punkte-Linie zeigte sich der Fünftplatzierte der Südstaffel in starker Form. Allein 16 „Dreier“ fanden den Weg in ihren Korb und bescherte den Titans eine 67:51-Führung nach 25 Minuten.

Doch die Hausherren berappelten sich. und verkürzten durch leidenschaftlichen Kampf auf sechs Punkte (66:72) vor dem letzten Abschnitt..

„Auf geht‘s Wölfe, das ist eure Halle, das ist eure Stadt. Und jetzt bringt uns ins Viertelfinale“, forderte André Jürgens vor den letzten zehn Minuten. Doch erneut erwischten die Dresdener den besseren Start. Sie zogen schnell auf 77:66 (31.) weg. Aber Kampfgeist und Moral stimmten bei den Rostockern, die von den Fans frenetisch angetrieben wurden. So kamen die Seewölfe durch Matt Hunter auf 77:82 (34.) heran — der Einzug in die nächste Runde war wieder in Reichweite. Nach mehreren Ballverlusten auf beiden Seiten traf Murillo zum umjubelten Ausgleich 85:85 (47.). Die Stadthalle bebte. Wiederum hatte Dresden die richtige Antwort parat. Doch die Seawolves gaben nicht auf, verpassten dann knapp den Ausgleich und die Verlängerung.

„Wir haben offensiv und defensiv einfach zu viel liegen gelassen. Unser Fundament sollte unsere Defensivarbeit sein. Das haben wir in den drei Spielen gegen offensivstarke Dresdner nicht geschafft“, ärgerte sich Trainer Sebastian Wild.

Während sein Team nun vorzeitig in den Urlaub muss, treffen die Titans im Viertelfinale auf die BG Karlsruhe, die sich in zwei Partien gegen Recklinghausen durchsetzten.

Statistik

Rostock Seawolves: Hunter 21 Punkte/7 Rebounds, Murillo 21/6, Slavchev 14/5, Hellmann 8/1, Rivers 7/11, Lopez Dittert 6/6, Winkler 6/0, Markert 4/1, Vogt 3/2.

Viertelstände: 17:23, 22:23, 27:26, 24:20. Zuschauer: 2133.

Weitere Ergebnisse:

TSV 1861 Nördlingen — Baskets Akademie Weser-Ems/OTB 79:58 (Serie: 2:1), MTV Herzöge Wolfenbüttel — Weißenhorn Youngstars 75:78 (1:2).

Viertelfinal-Ansetzungen:

BG Karlsruhe — Dresden Titans, Weißenhorn Youngstars — Fraport Skyliners Juniors, Iserlohn Kangaroos — TSV 1861 Nördlingen, Ehingen Ursprung — ScanPlus Baskets Elchingen.

Von René Warning

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ribnitz-Damgarten

Erster Spieltag in der Fußball-Freizeitliga: BSG und TSV siegen jeweils mit 6:1 / Titelverteidiger Barth unterliegt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Sport Rostock