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Befreiungsschlag! Tischtennis-Asse holen fünf Punkte

Rostock Befreiungsschlag! Tischtennis-Asse holen fünf Punkte

Tabellenletzter und mit dem Rücken zur Wand. Alle fünf Spiele in der Rückrunde verloren, darunter bittere Pleiten gegen direkte Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Rostock. Tabellenletzter und mit dem Rücken zur Wand. Alle fünf Spiele in der Rückrunde verloren, darunter bittere Pleiten gegen direkte Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Beim TSV Rostock Süd war das Abstiegsgespenst zuletzt ein lästiger Begleiter. Doch am vergangenen Wochenende der Wahrheit holte der Tischtennis-Oberligist aus drei Spielen fünf Punkte, der Ligaerhalt ist mehr denn je greifbar geworden. Mit den Siegen gegen Oberalster (9:4) und Stahnsdorf (9:5) und dem Remis gegen die Füchse Berlin II (8:8) katapultierte sich Rostock Süd (jetzt 12:22 Punkte) auf den fünften Platz, hat nun drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang acht (Oberalster, 9:21).

„Glücklich — sehr, sehr glücklich“ sei er, sprudelte aus Mathias Wähner pure Freude heraus. Er besiegelte mit dem 3:0-Sieg gegen Stahnsdorfs Nico Losch den 9:5-Erfolg der Rostocker. „Ich bin so was von erleichtert“, fiel dem Kapitän danach eine Riesenlast von den Schultern. „Eigentlich sollte der Vorsprung reichen“, meint Wähner und rechnet vor: „Charlottenburg (10., 8:24), hat zwar noch zwei Spiele offen, müsste aber hoch gewinnen und wir unser letztes Spiel gegen Poppenbüttel hoch verlieren — kaum denkbar. Stahnsdorf (9., 9:25) hat nur noch ein Spiel, kann uns daher nicht mehr einholen.

Oberalster muss noch gegen die Top drei der Liga ran — dass die uns noch kriegen, daran kann und will ich nicht glauben.“

Auf dem Papier ist der Abstieg noch möglich, aber die Rostocker spüren, dass sie drinbleiben werden. Nach einem mental und physisch fordernden Wochenende mit konstanten Top-Leistungen in den drei „Alles-oder-nichts“-Spielen kommt das Selbstvertrauen nicht von ungefähr. „Wir haben bewiesen, dass wir in die Oberliga gehören“, betont Sven Stürmer, der mit rund 50 Zuschauern in der Sporthalle Erich-Schlesinger-Straße im Rücken berauscht aufspielte: „Wahnsinn, wie das pushte, alle hinter sich zu wissen.“

Beim Auftakt am Sonnabend gegen Oberalster brauchte der TSV Rostock Süd noch Zeit, sich freizuschwimmen. 5:4 stand es, ehe Tomasz Rakowskis 3:2-Erfolg gegen Arturs Reinholds den Knoten löste und Daniel Jokiel, Leo Stynen sowie Stürmer zu klaren 3:0-Siegen beflügelte.

Gegen Berlin nahmen die Rostocker den Schwung vom Vortag mit, gingen 7:3 in Führung. Doch die Füchse konterten und wehrten bei 8:7 für Rostock deren Siegchance im Abschlussdoppel ab (Rakowski/Stürmer verloren 2:3 gg. Jackowski/Piwonski).

Keine halbe Stunde später begann das Duell mit Stahnsdorf, wieder mit einem Raketenstart der Gastgeber. Auch dank des Premierensieges des 15-jährigen Til Puhlmann (3:0 gg. Losch) stand es 7:2. Das Aufbäumen der Gäste fingen Stynen und Wähner rechtzeitig ab. Die Stimmung war am Höhepunkt und der TSV Süd (wohl) am Ziel seiner Träume.

Von Ulrich Creuznacher

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