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Bei Wassersportlern geht es familiär zu

Rostock Bei Wassersportlern geht es familiär zu

Mit ein paar kräftigen Beinschlägen stemmt sich Kateryna Miftakhova aus dem Wasser, schüttelt zwei Gegenspieler ab und schleudert einen scharfen Wurf auf das Tor.

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Im Kampf um den Ball: Die WSW-Junioren waren am Wochenende in der Nordwestdeutschen Jugendliga gefordert.

Quelle: Foto: Oliver Behn

Rostock. Mit ein paar kräftigen Beinschlägen stemmt sich Kateryna Miftakhova aus dem Wasser, schüttelt zwei Gegenspieler ab und schleudert einen scharfen Wurf auf das Tor.

Beim Wasserball geht es nicht gerade zimperlich zu. Auch nicht in der U 11-Mini-Liga, die am Wochenende in der Rostocker Neptunschwimmhalle gastierte.

Seit kurzem spielt Kateryna beim Gastgeber des Turniers, dem Wassersport Warnow Rostock. Das Mädchen flüchtete vor einem Jahr aus der Ukraine nach Deutschland und ist froh, sich in der neuen Heimat schnell eingelebt zu haben. „Es macht mir ganz viel Spaß. Ich bin früher schon gerne geschwommen“, sagt Kateryna, die durch ihren Mannschaftskollegen Julius zum WSW gekommen ist.

Ihr neuer Verein zählt mit über 1200 aktiven Mitgliedern zwar zu den größten Rostocks, in der Öffentlichkeit steht er aber nur selten im Mittelpunkt. WSW-Vereinsvorsitzender Uwe Richter kennt den Grund dafür. „Wasserball ist eben eine Randsportart. Dafür geht es bei uns sehr familiär zu“, erzählt Richter, der seit 1998 das Amt des Vorsitzenden innehat. Bis letztes Jahr hieß der Verein noch Lederhexen e.V., doch der neue Name Wassersport Warnow Rostock beschreibe das Sportangebot viel besser. Denn neben dem Wasserball hat der WSW auch ein Kanupolo-Team sowie eine Schwimm- und Turnabteilung.

Um in der Randsportart Wasserball bestehen zu können, hat der Verein ein klares Konzept entwickelt. Beim Kleinkinderschwimmen kommen bereits Babys mit ihren Eltern zum WSW. „Wir wollen die Kinder früh an den Verein binden und dann an den Wasserball heranführen“, erklärt Uwe Richter.

Bei der Mini-Liga am Wochenende war er gleichzeitig als Turnierleiter und Schiedsrichter im Einsatz. „Da ist man ganz schön im Stress“, sagt Richter und kann dabei trotzdem noch lachen.

Seit zwei Jahren ist der WSW in der Nordwestdeutschen Jugendliga dabei. Dort messen sich die Nachwuchssportler an mehreren Spieltagen mit Teams aus Hamburg, Bremen oder Oldenburg. „Im Vordergrund steht erst mal die spielerische Weiterentwicklung“, meint der Vereinschef.

Mit der Damenmannschaft betreut Richter ein weiteres Team des WSW als Trainer. Im Idealfall sollen später Spielerinnen aus dem Nachwuchs, wie eben Kateryna Miftakhova, in den Bezirksligakader der Frauen vorstoßen.

Im Mai beginnt für die WSW-Athleten dann wieder die Freiluftsaison im Rostocker Flussbad. 2003 rettete der Wassersportklub das damals vor dem Aus stehende Flussbad und sprang als neuer Betreiber ein. Seitdem hat sich im einzigen Freibad Rostocks einiges getan. Neben neuen Umkleidekabinen entstanden auch Spielfelder für Wasserball und Kanupolo.

Oliver Behn

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