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Braune Pferde am weißen Strand

Warnemünde Braune Pferde am weißen Strand

Heute beginnen die Aston Martin Beach Polo World Masters in Warnemünde / 40 Pferde, 14 Reiter sind am Start

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Beachpolo am Warnemünder Strand.

Quelle: Polo Rivera Deutschland

Warnemünde. Es schnaubt und wiehert in den Dünen: Pferde und Reiter sind da, heute kurz nach Sonnenaufgang hatten sie ihre morgendliche Trainingseinheit. Um 12.30 Uhr beginnt das erste Spiel des diesjährigen „Aston Martin Berlin Beach Polo World Masters“-Turniers. Das ganze Wochenende lang wird das Turnier dauern, flankiert von einem anspruchsvollen Show-Programm.

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Heute beginnen die Aston Martin Beach Polo World Masters in Warnemünde / 40 Pferde, 14 Reiter sind am Start

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Heute und morgen beginnen die Wettkämpfe mittags und dauern bis gegen 17.30 Uhr an. Jeweils 20 Uhr beginnen Programme im Festzelt.

Am Sonntag geht es um 12 Uhr los, gegen 15 Uhr beginnt das Finale. Anschließend ist die Siegerehrung.

Karten gibt es im OZ-Servicecenter im Rostocker Verlagshaus.

• www.polo-riviera-deutschland.com

„Sechs Mannschaften mit namhaften Reiterinnen und Reitern treffen hier aufeinander“, sagt der Präsident der Polo Riviera Deutschland UG & Co. KG, Matthias Ludwig. „Wir freuen uns auf spannende Wettkämpfe mit vielen schönen Momenten“, sagt er. Die Reiter – vier Frauen sind darunter – kommen aus Deutschland, der Schweiz, Tschechien und Ungarn, die 40 Polopferde allesamt aus Argentinien.

Einer der Reiter ist Uwe Zimmermann. Er hat seine Wurzeln in der DDR, ist von Beruf Unternehmer, kommt gerade vom Turnier aus Kroatien und lebt seit zehn Jahren in der Schweiz. Jetzt macht er zum Turnier in Warnemünde Station und fliegt – nach einem Zwischenstopp in Hamburg – gleich weiter zum Poloturnier nach New York. „Dieser Sport bedeutet Reisen, Training, immer in Bewegung sein, weltweit“, sagt Zimmermann, der vor allem die familiäre Atmosphäre beim Warnemünder Beachpolo lobt. Und das durchaus im doppelten Sinne: Zimmermann tritt mit seinem Sohn Maximilian (16) im Team für die Firma W&N-Immobilien an, sein Sohn Philipp (19) spielt zusammen mit Wolfgang Kailing im Team der Firma Arge-Haus.

Zimmermann ist der Leiter des Warnemünder Turniers, vor allem aber „leidenschaftlicher Polospieler“, wie er betont. Vier bis fünf eigene Pferde bringe jeder Polospieler mit, jedes spiele nur zweimal fünf Minuten am Tag, erläutert er. Der Tierschutz stehe im Vordergrund beim Polo. „Fällt ein Reiter vom Pferd, geht das Spiel meist weiter“, erzählt Zimmermann. „Zeigt ein Pferd Schwäche, wird das Turnier unterbrochen.“

Schon vor zwei Wochen hatte Fernsehmoderatorin Victoria Herrmann Reiter und Sponsoren ausgelost: Damit steht fest, welches Team unter welcher Flagge an den Turnierstart geht. Für Victoria Herrmann, die mit ihrer Familie nahe Warnemünde wohnt, ist der Ausflug in den Pferdesport nicht ganz ungewöhnlich. „Mal so zum Füttern mit Mohrrübe und so“ habe sie schon hin und wieder Kontakt zu den eleganten Vierbeinern, erzählt sie.

Falk Rösler und Freddy Brodde, Geschäftsführer der Firma Arge-Haus und Chefs des gleichnamigen Teams, freuen sich auf das Turnier.Kein Wunder: Allein aufgrund des Handicaps ihrer Reiter rechnen sie sich Chancen auf den Turniersieg aus.

Schirmherr des Turniers ist Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister, Till Backhaus (SPD), selbst begeisterter Pferdesportler. „Ostsee, historische Bäderarchitektur und internationale Top-Teams – damit verbindet das Turnier drei Dinge, die zweifelsohne nach M-V gehören: spannenden Pferdesport, einzigartige Naturlandschaften und ein reges, gesellschaftliches Treiben“, sagt Backhaus. Selbst Reiter zu sein, sei zwar keine Pflicht für einen Minister. Aber: „Ein großes Herz für Pferdezucht, Pferdesport und Pferdetourismus gehört aber in jedem Fall dazu.“ Backhaus wird als Schirmherr am Sonntag nach dem Finale die Siegerehrungen vornehmen.

Spiel mit Handicaps

Die Spieler: Jeder Polospieler hat ein Handicap, das seine Spielstärke beschreibt. Die Handicaps reichen von -2 (Einsteiger) bis +10 und werden von den Poloverbänden festgelegt.

Das Spiel: Ein Spiel besteht aus vier Spielabschnitten (Chukka). Ein Chukka dauert sechs Minuten. In den ersten drei Abschnitten ist eine 30-sekündige Verlängerung möglich, um einen Spielzug zu beenden. Ziel ist es, den Ball in das Tor des Gegners zu schießen. Dafür verwenden die Spieler Schläger, die Sticks oder Mallets heißen. Polo war insgesamt fünf Mal seit 1900 olympische Disziplin, zuletzt 1936 in Berlin.

Die Teams: Jede Mannschaft besteht aus zwei Spielern, ihre Handicaps werden addiert und bilden das Teamhandicap. Treffen zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Teamhandicaps aufeinander, erhält das schwächere einen Torvorsprung. Frauen und Männer spielen gemeinsam.

Die Pferde: Die Zucht der Polopferde basiert auf Pferden der argentinischen Gauchos, den Criollos, und dem englischen Vollblut. In Argentinien werden seit 120 Jahren Polopferde gezüchtet.

Klaus Walter

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