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Die stillen Helfer sind eine große Familie

Pastow Die stillen Helfer sind eine große Familie

Der SV Pastow hat viele Ehrenamtliche, die den Verein in Schwung halten

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Ehrenamtler an einem Tisch: Der SV Pastow steht mit seinen vielen Helfern auf einer stabilen Grundlage. FOTO: MICHAEL SCHIßLER

Pastow. Sport und Zuschauer – das gehört zusammen, nicht nur in großen Stadien, sondern auch im Kleinen auf den Dörfern. Bevor aber beide Wochenende für Wochenende zusammenkommen können, müssen viele ehrenamtliche Helfer ran. Davon gibt es besonders viele beim SV Pastow. Und der Vorsitzende André Weinert kann sich auf sie verlassen: „Wir nennen das die Pastow-Familie.“

Ein besonders aktives Mitglied dieser Familie ist Gerald Worzfeld, seit 1996 im Verein, Abteilungsleiter Fußball. Er betreibt ein Büro für technische Schiffsausrüstung – und dieses Büro „ist auch die Geschäftsstelle des SV Pastow“. „Wenn man mit Herzblut dabei ist“, sagt Worzfeld, „dann macht es auch Spaß. Und ich will auch mit gutem Beispiel für die Jüngeren vorangehen.“

„Ich bin gern hier, ich kann nicht anders“, sagt auch Matthias Conrad, der über die Fußballleidenschaft seines Sohnes zum Verein gestoßen ist. Conrad kümmert sich um das Marketing, um Sponsoren, um den Facebook-Auftritt und die Homepage. „Die Außendarstellung gehört dazu“, sagt Conrad, der auch überall hilft, „wo Not am Mann ist“. Im Verein haben Worzfeld und Conrad gemeinsam mit Mario Weinkauf und Jörg Engelke eine Marketinggruppe gegründet, die offenbar recht erfolgreich zusammenwirkt.

Zur Pastow-Familie gehört unbestritten auch Klaus Bründel, der bereits dem Vorgängerverein angehört hat. „Das ist auch ein Stück Dorfgemeinschaft hier“, sagt Bründel, deswegen ist er im Sommer täglich zur Stelle, um den Rasen zu wässern. Bründel ist ebenfalls Abteilungsleiter, aber er ist auch der, der Trainerbänke baut oder wie jetzt die Ballschränke umarbeitet. „Das macht nicht immer Spaß, aber es muss gemacht werden.“ Schließlich ist Klaus Bründel mit dem Verein aufgewachsen.

Bründel steht zur Familie, ebenso wie der frühere Vorsitzende Horst Gauß, der 2013 den Vorsitz abgegeben hat, aber mit seinen 77 Jahren immer noch der Abteilungsleiter der Broderstorfer Radgemeinschaft ist. Unterstützt wird er dabei von Peter Hoelper. „Wir Rentner sind auf die Idee mit den Radtouren gekommen“, sagt Hoelper. Das ist rund zehn Jahre her, „nun haben wir bei unseren Touren zwischen 15 und 50 Teilnehmer.“ Daran kann jeder teilnehmen und wird es auch künftig können: „Ideen für Touren haben wir immer auf Lager“, sagt Hoelper.

Nicht so sehr auf Ideen als vielmehr auf Vermittlung kommt es Corinna Wichern an. Sie leitet die Volleyballmannschaft. Wenn sie das nicht tut, ist sie Schulsekretärin in der Carbäk-Schule „und sorgt für eine Verbindung zwischen der Schule, dem Amt und dem Verein“, sagt der Vorsitzende André Weinert, beispielsweise, wenn es um Nutzungszeiten in der neuen Turnhalle geht. Diese Funktion sei für einen Verein, der sich mit der Region verbunden fühlt, von großer Bedeutung.

Dann gibt es noch eine Familie in der Familie. Das sind Janica und Olaf Marien mit ihren beiden Jungen David-Luca und Tim-Max. Olaf Marien ist seit 2007 Trainer der F-Jugend und immer mehr in das Vereinsleben reingewachsen. Damit wurden aber auch die Aufgaben andere: Olaf Marien stand mehr und mehr am Grill. „Ich war vor allem der Handlanger meines Mannes“, sagt Janica Marien. Das hat sich aber geändert. Seit April ist sie Kassenwartin „und seit September mache ich den Einkauf für die Vereinsgaststätte“. Die kam mit dem Neubau des Vereinsheims. „Zu jedem Punktspiel machen wir auf“, sagt Janica, „und dann geht es hier auch rund von morgens um acht bis 18 oder 19 Uhr abends.“ Wenn der Ansturm groß wird, packen die beiden Jungen dann mit an.

Was man nicht vergessen sollte, erwähnt Holger Wernecke, der die allgemeine Sportgruppe Männer leitet: „Hier wachsen auch Netzwerke, hier entstehen auch Freundschaften.“ Das hat seinen Grund, den Wernecke auch kennt: „Im Ehrenamt sind alle ehrlich, da verdient keiner Geld.“

20000 Ehrenamtsstunden in einem Jahr

Der SV Pastow zählt insgesamt etwa 500 Mitglieder. Ohne ehrenamtliche Helfer könnten sie alle keinen oder nur eingeschränkt Sport treiben. In den elf Abteilungen des Sportvereins gibt es 24 Trainer, acht Schiedsrichter und zwölf Übungsleiter im Breitensport. André Weinert, Vorsitzender des Pastower Vereins, hat ausgerechnet, dass jährlich von den Ehrenamtlichen 20000 Arbeitsstunden geleistet werden. „Das entspricht bei einem Acht-Stunden-Tag einer Arbeitsleistung von zehn Jahren“, sagt der Vorsitzende.

Michael Schißler

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