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EBC Talents halten vorzeitig die Klasse

EBC Talents halten vorzeitig die Klasse

Basketball-Regionalligist steigert sich in der Rückrunde / Pokal-Aus im Halbfinale

Rostock Die EBC Rostock Talents haben ihr Ziel für die abgelaufene Saison erreicht: Sie machten am vorletzten Spieltag mit dem 85:69- Heimerfolg gegen Bergedorf den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Regionalliga Nord perfekt. Am vergangenen Sonnabend beendeten sie die Serie mit dem verdienten 92:86 (44:31)- Erfolg gegen den Tabellendritten TuS Ebstorf (Niedersachsen) in der Sporthalle im Bertha- von-Suttner-Ring in Rostock-Toitenwinkel.

„Mit dem Erreichen des Klassenerhalts ist uns die große Anspannung von den Schultern gefallen. Der Abstiegskampf war nichts für schwache Nerven. Die Mannschaften im unteren Tabellendrittel haben alles gegeben und oft besser positionierte Gegner geschlagen“, sagt Talents-Spielertrainer Krists Plendiskis. „Am Samstag konnten wir frei aufspielen und haben über weite Strecken eine gute Leistung gezeigt“, ergänzt der 26-Jährige.

Nur wenige Stunden später verpassten die Ostseestädter dann Sonntagmittag das I-Tüpfelchen auf ihre starke Rückrunde — acht Siege aus elf Liga-Begegnungen. Sie schieden überraschend aus dem Landespokal-Wettbewerb aus, unterlagen gegen MV-Oberliga-Spitzenreiter PSV Schwerin Tigers im Halbfinale mit 69:82 (29:43). Für die Landeshauptstädter war ausgerechnet der Ex-Rostocker Jörn Borghöfer bester Korbjäger.

„Diese Niederlage ist ärgerlich, denn der Gewinn des Landespokals war unser Ziel. Leider hatten wir nur einen kleinen Kader zur Verfügung. Die Pause war zu kurz, uns fehlten Kraft und Konzentration“, analysierte Plendiskis, dem im zweiten Spiel innerhalb von rund 15 Stunden lediglich acht Aktive zur Verfügung gestanden hatte, einschließlich des Spielertrainers selbst.

Krists Plendiskis kam mit Beginn der abgelaufenen Saison von den Cuxhaven BasCats (Niedersachsen), wo er das ProA-Bundesliga- Team trainiert hatte, nach Rostock. „Mein Vertrag dort wurde gekündigt und ich suchte eine neue Herausforderung, wollte gerne mit jüngeren Spielern arbeiten. Da kam das EBC-Angebot zum richtigen Zeitpunkt“, erinnert sich der gebürtige Lette, der in Ventspils an der Ostsee aufgewachsen ist und einst in der zweiten lettischen Liga spielte.

„Dann zog es mich zum Studium und Basketball nach Bremerhaven, ehe ich über Cuxhaven in Rostock gelandet bin“, sagt Plendiskis. Ein Jahr läuft sein Vertrag beim EBC noch. In dem boomenden Klub, der immer mehr Mitglieder anzieht und seine Nachwuchsarbeit ausbaut, ist er gleichzeitig Jugendkoordinator und U-14-Coach.

„Wir haben viele talentierte Jungs im Verein. Lukas Rath, Julian Tiedemann und Theo Brackmann haben sich bei den Talents toll entwickelt und werden in der neuen Saison eine wichtigere Rolle spielen.

In zwei, drei Jahren könnten sie für die Seawolves interessant werden“, meint Plendiskis über die Jugendlichen (alle unter 18). Der Austausch zwischen der ersten Mannschaft des EBC Rostock, die am Sonntag im Play-off- Achtelfinale der 2. Bundesliga ProB knapp scheiterte, so der Fachmann, und den Talents sei gut. „Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit“, betont er.

Niccolo Croci, Pavel Mokrys und Zbigniew Owczarek kamen von der „Ersten“ runter, um die Talents zu verstärken. Dagegen trainiert Stanley Witt häufig oben mit, stand auch schon im Spieltagsaufgebot der Seawolves.

„Die Talents spielen deshalb überregional, damit sich junge Spieler dort gut entwickeln können. Sie sind die Brücke für Perspektivspieler aus der Jugend zu den Seawolves“, verdeutlicht EBC-Klubchef André Jürgens (38). Gemeinsam mit Seawolves-Chefcoach Sebastian Wild (37), Plendiskis und dem Sportlichen Leiter, Jens Hakanowitz (36), will er in der kommenden Woche die Personalplanungen für beide Mannschaften vorantreiben.

EBC Rostock Talents vs. Ebstorf: Witt 25 Punkte, Mokrys 18, Owczarek 18, Breitschuh 16, Plendiskis 5, Brackmann 4, Rath 4, Fischer 3.

Von Tommy Bastian

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