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Empors Jugend lässt auf erfolgreichere Zeiten hoffen

Rostock Empors Jugend lässt auf erfolgreichere Zeiten hoffen

U 19 kann Topteam TSV Burgdorf beim 27:36 nur zu Beginn ärgern. Kapitän „Max“ Schütze verabschiedet.

Rostock. Maximilian Schütze lächelt verlegen. Ein bisschen unangenehm ist ihm die große Aufmerksamkeit schon. Der Kapitän der A-Jugend (U 19) des Handball- Zweitligisten HC Empor Rostock wurde am Sonntag vor dem letzten Heimspiel seiner Mannschaft in dieser Saison aus der Nachwuchs- Abteilung des Vereins verabschiedet. Der 19-Jährige bekam viel Applaus von den rund 120 Zuschauern in der Fiete-Reder-Halle in Marienehe. Schütze rückt altersbedingt in den Männerbereich auf.

Das hofft jedenfalls HCE-Jugendkoordinator Lothar Goldschmidt, der Schütze vor der Partie gegen den TSV Burgdorf (27:36) eine gerahmte Collage mit Bildern aus dessen Jugendzeit überreichte. „Max hat als Persönlichkeit einen großen Schritt nach vorne gemacht, ist der absolute Leader des Teams“, lobte Goldschmidt. Ihm sei es eine Herzensangelegenheit gewesen, den Papendorfer aus dem Nachwuchs zu verabschieden.

Er hoffe, so Goldschmidt weiter, Schütze halten zu können. „Max kann in der neuen Saison eine wichtige Rolle in der ersten Mannschaft spielen“, glaubt der 50-Jährige. Dem HC Empor droht zum zweiten Mal nach 2003 der Absturz in die 3. Liga. Beim Neuaufbau will der Traditionsklub auf Talente aus den eigenen Reihen setzen. In den nächsten Tagen sollen Gespräche mit Schütze stattfinden.

Die A-Jugend (8. Platz) spielt in der Nachwuchs-Bundesliga eine starke Saison, holte so viele Punkte (17:25) wie nie zuvor. Gegen Spitzenreiter TSV Burgdorf (38:4) startete die Sieben von Trainer Philipp Kaiser fulminant. Nach sechs Minuten traf Benjamin Glaser zur verdienten 6:3-Führung für den HCE.

„Da die Burgdorfer als einer der Favoriten auf die deutsche Meisterschaft zu uns kamen, konnten wir befreit aufspielen. Dennoch wollten wir zeigen, dass wir sie ärgern können“, meinte Kaiser. Er hatte unter der Woche eine sehr offensive 3:2:1-Abwehrformation mit seinen Schützlingen eingeübt. Mit ihrem mutigen Auftritt überraschten die Rostocker zunächst ihre Gäste. „Die ersten 15 Minuten hat unsere Taktik im Zusammenspiel mit den Torhütern und konzentrierten Angriffen sehr gut funktioniert, so dass wir anfangs dominierten“, analysierte Kaiser.

Doch die Niedersachsen hielten dagegen, kamen zum 8:8 (15.). Danach leistete sich der HCE eine Schwächephase und geriet zur Pause mit 14:19 in Rückstand. In der zweiten Hälfte mussten die Ostseestädter den Gegner davonziehen lassen und unterlagen.

„Die Burgdorfer haben wahnsinnige individuelle Qualität. Da konnten wir noch nicht mithalten“, meinte Kaiser. Der 25-Jährige blickt allerdings mit großer Zuversicht auf die neue Spielzeit. „Da unsere Mannschaft quasi komplett zusammenbleibt, kann die nächste Saison sehr interessant werden, auch wenn uns mit Max Schütze der in dieser Saison wichtigste Spieler verlässt.“

Der viel gelobte Schütze erlebte die Niederlage gegen den Tabellenführer aufgrund eines Nasenbeinbruchs, den er sich vor zwei Wochen im Zweitliga-Spiel der ersten Empor-Mannschaft gegen den Dessau-Roßlauer HV (21:26) zugezogen hatte, von der Wechselbank aus.

„Schade, dass ich nicht mitspielen konnte. Besonders, weil ich gerne noch mal mit Ole Schramm und Patrick Schmidt zusammengespielt hätte. Beide waren ja lange Zeit verletzt und kamen erst zum zweiten Mal zum Einsatz“, sagte der Mannschaftsführer, der auf und neben dem Feld erster Ansprechpartner seines Trainers war.

Ab dem Quali-Turnier für die Jugend-Bundesliga 2017/18, für die sich nur die besten sechs Mannschaften der laufenden Serie direkt einen Startplatz sichern, müssen andere Spieler in Schützes Fußstapfen treten. Der Wettbewerb für die Jahrgänge 1999/2000 wird Anfang Juni ausgetragen, wo und gegen wen ist noch unklar.

Vorher steht am 9. April noch das letzte Saisonspiel beim aktuellen Tabellendritten Füchse Berlin (34:4) an. Dann will Maximilian Schütze versuchen, schon wieder auf dem Feld mitzuwirken.

HC Empor Rostock U 19: L. Mehler, Moritz – P. Schmidt 4, Mayer, Gansau 9, H. Schulz 1, Haasmann 4/1, Christ 3, Mallach, Schramm, Traub, Glaser 5, Neumann, Wilhelm 1

Siebenmeter: HCE 1/1, TSV 7/4

Strafminuten: HCE 6, TSV -

Tommy Bastian

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