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Entsetzen beim SV Hafen: Traditionsklub steigt ab

Rostock Entsetzen beim SV Hafen: Traditionsklub steigt ab

Rostocker Landesliga-Fußballer verlieren das entscheidende Heimspiel gegen Wismar II mit 1:3 und müssen als Tabellenvorletzter den Gang in die Landesklasse antreten

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Enttäuschte Mienen beim SV Hafen nach dem Abpfiff. Der Traditionsklub ist aus der Fußball-Landesliga abgestiegen.

Quelle: Johannes Weber

Rostock. Toni Duwe muss getröstet werden. Der Mittelfeldspieler kann seine Tränen nicht verbergen. Er ist gestern mit dem SV Hafen Rostock aus der Fußball-Landesliga abgestiegen. Der Traditionsklub unterlag gegen Anker Wismar II mit 1:3 (0:0).

OZ-Bild

Rostocker Landesliga-Fußballer verlieren das entscheidende Heimspiel gegen Wismar II mit 1:3 und müssen als Tabellenvorletzter den Gang in die Landesklasse antreten

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„Das ist ein sehr schmerzhafter Abschied für mich. Ich wäre sehr gerne mit dem Klassenerhalt gegangen“, sagte der 27-Jährige, den es berufsbedingt nach Kassel (Hessen) zieht.

Hans-Werner Bull war einer der ersten, der Duwe in seine Arme nahm. Der Vereinsboss suchte nach Erklärungen für den Absturz in die Landesklasse: „Wir hatten im Saisonverlauf genug Chancen, die wir liegengelassen haben.“ Ähnlich sah es Hafen-Trainer Ralf Henninger: „Wir sind nicht heute abgestiegen. Besonders schmerzhaft sind die drei Punkte, die wir in Tribsees (0:2, d. Red.) nicht geholt haben.“

Duwe teilte die Meinung von Klubchef Bull: „Wir haben zu viele Punkte dumm und unnötig hergeschenkt.“ Der Offensivspieler wäre bei der Heimniederlage gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus Wismar fast zum Helden geworden. Er verkürzte in der 72. Minute auf 1:2. Kurz danach hatte Duwe die große Kopfballchance zum Ausgleich, aber der Ball ging knapp übers Tor.

„Hätte ich den gemacht, dann wäre alles gut gewesen“, so Duwe, der in Warnemünde ein Studium zum Schiffsbetriebtechniker abgeschlossen hat. Der gebürtige Rostocker beklagt besonders die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. „Wir hatten in der Offensive keinen Torjäger, der einfach mal so zweistellig trifft.“

Trainer Henninger haderte ebenfalls mit der mageren Torausbeute (30 Treffer), besonders auf das gestrige Spiel bezogen. „Mir hat im zweiten Abschnitt der Wille gefehlt, das Tor unbedingt machen zu wollen“, bemängelte er und fügte hinzu: „Die Jungs werden sich in der Landesklasse umgucken. Dort geht es anders zur Sache.“

Den Weg in die tiefste Liga der Landesebene wird Henninger mitgehen. Von Klubboss Bull erhält er volle Rückendeckung: „Wir werden ganz sicher mit Ralf in die neue Spielzeit gehen.“ Der Verein will dann weiterhin verstärkt auf den eigenen Nachwuchs setzen. Bull: „Die Verbindung zwischen der Herrenmannschaft und den A-Junioren hat toll funktioniert. Wir werden diesen Weg fortsetzen.“

Toni Duwe, der neben Hauser Salah, Tim Patzer, Gunnar Krenth, Harry Schumacher (alle vier Ziel unbekannt), Christian Marten (FC Förderkader) und Marcel Papenhagen (TSV Bützow) vor dem Spiel verabschiedet wurde, begrüßt Bulls Philosophie. In einem Jahr will der gebürtige Rostocker wiederkommen. „Dann will ich mit Hafen die Rückkehr in die Landesliga feiern“, hofft er.

Statistik

SV Hafen: Möller – Ohm, Liedtke, Marten, Evers (64. Assmann) – Hofmann (69. Holtz), Peter – Papenthin, Thom, Koszinski – Treichel (53. Duwe).

Tore: 0:1 Schnöckel (60.), 0:2 Wenzel (67.), 1:2 Duwe (73.), 1:3 Wenzel (90.).

Schiedsrichter: Thomas Gindler (Lebbin). Zuschauer: 249.

SV Warnemünde: Junge – Winter, Neubert, Kuhfeld, Borchert (72. Illige) – Friese, Apitz (79. Döscher), Stein, Bartsch (61. Palm) – Volksdorf, Telemann. Tore: 0:1 Nickel (8.), 1:1 Friese (42.). Schiedsrichter: Tino Männer (Parchim). Zuschauer: 40.

Johannes Weber

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