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Erstklassig! Empors U 19 zieht erneut in die Bundesliga ein

Bad Schwartau/Rostock Erstklassig! Empors U 19 zieht erneut in die Bundesliga ein

HCE-Nachwuchs gewinnt beim Qualifikationsturnier in Bad Schwartau drei von vier Spielen. Offener Brief aus Neubrandenburg sorgt für Aufregung.

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Treffsicher: Elias Gansau (hier gegen Neubrandenburg am Ball) erzielte 18 Tore beim Qualifikationsturnier in Bad Schwartau und spielt auch in der neuen Saison mit Empor in der Junioren-Bundesliga.

Quelle: René Warning

Bad Schwartau/Rostock. Es ist vollbracht: Mit einer tollen Mannschaftsleistung am vergangenen Wochenende schafften die U-19-Handballer des HC Empor Rostock die erneute Qualifikation für die Junioren-Bundesliga. Beim Ausscheidungssturnier in Bad Schwartau belegten die Schützlinge von Trainer Roy Kalweit nach drei Siegen aus vier Partien den zweiten Platz und dürfen in der neuen Saison erneut in der höchsten Spielklasse antreten.

OZ-Bild

HCE-Nachwuchs gewinnt beim Qualifikationsturnier in Bad Schwartau drei von vier Spielen. Offener Brief aus Neubrandenburg sorgt für Aufregung.

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Statistik

HC Empor Rostock: Moritz, Ionita, Christofori – Christ 8, Schramm 13, Mallach 10/2, Gansau 18, Schulz 3, Schütze 11/2, Glaser 6, Jan Eric Traub 7, Paul 3/1, Steinberg 1, Meyer

5, Schumann 6, Wilhelm 6.

„Wir sind total erleichtert und froh, dass sich die harte Arbeit der vergangenen Wochen gelohnt hat“, sagte Spielmacher Till Mallach, dessen Team schon am Sonnabend den Grundstein für den erneuten Einzug in die Eliteliga legte. Gegen die SG Narva Berlin gewann Empor 21:15 (11:9). Nach einer 6:1-Führung verpassten es der HCE-Nachwuchs, frühzeitig eine Entscheidung herbeizuführen. Doch die Berliner scheiterten in der Folge am stark aufgelegten Tom Moritz im Tor und konnten die Partie nicht mehr drehen. Die ersten Punkte für Empor waren sicher.

Einen Dämpfer gab es am Nachmittag gegen den VfL Bad Schwartau. Der Favorit aus Schleswig-Holstein ließ dem MV-Vertreter keine Chance. Am Ende unterlagen die Ostseestädter mit 21:30 (12:13). „Unsere Theoretiker haben danach bestimmt die ganze Nacht gerechnet, welche Ergebnisse zum Weiterkommen reichen“, flachste Mallach.

Doch die Rechenspiele waren glücklicherweise unnötig. Die Ziel war ohnehin klar: Mit zwei Siegen am Sonntag sollte kein Zweifel an der erneuten Qualifikation gelassen werden. Und das Unterfangen war erfolgreich. Gleich am Morgen gelang den Rostockern im dritten Spiel gegen den TSV Sieverstedt (Schleswig-Holstein) ein 24:22 (10:11)-Erfolg. Da die Berliner zuvor gegen den LHC Cottbus verloren hatten, standen sowohl der HCE als auch die Brandenburger vorzeitig als Bundesliga- Qualifikanten fest.

Im abschließenden Spiel gegen Cottbus ging es um nichts mehr. Nach einem 10:12-Rückstand zur Pause setzte sich Empor noch mit 31:19 durch und behauptete damit den zweiten Platz.

„Ich kann vor der Leistung meiner Mannschaft nur den Hut ziehen. Sie hat vor allem in der Defensive stark gearbeitet und damit den Grundstein für die Qualifikation gelegt“, freute sich Empor-Trainer Roy Kalweit. Für den Studenten, der in Rostock Grundschullehramt studiert, waren es die letzten Auftritte als Coach der A-Junioren. „Das hat private Gründe. Ich habe mich gerne bereit erklärt, die Quali zu begleiten. Nun wird aber jemand anderes das Zepter übernehmen“, erklärt Kalweit. Die Nachfolge-Personalie ist bisher noch nicht geklärt, möglich ist aber eine vereinsinterne Lösung.

Unterdessen sorgte kurz vor dem Quali-Turnier ein offener Brief des SV Fortuna Neubrandenburg für Aufregung. Darin wirft Vereinspräsident Mario Klepp Empor „opportunistisches Verhalten bei Abwerbungsversuchen“ vor. Gemeinsame Vereinbarungen zwischen den drei Leistungszentren Rostock, Schwerin und Neubrandenburg würden seitens des HCE gebrochen werden. Klepp forderte die Unterstützer des Zweitligisten indirekt auf, ihr Engagement zu hinterfragen. Die Geldgeber sollten überdenken, ob sie für – durch Strafmaßnahmen des MV-Handballverbandes – reduzierte Fördergelder finanziell weiterhin in die Bresche springen wollten.

Empor-Vorsitzender Jens Gienapp reagierte auf der Facebook-Seite des Klubs. „Wir empfinden es als stillos, dass der Vorstand des SV Fortuna `50 Neubrandenburg sich dazu hat hinreißen lassen, unsere Sponsoren direkt anzuschreiben mit der Aufforderung, ihr Engagement einzustellen beziehungsweise zu reduzieren“, erklärte der HCE-Klubchef und verweist darauf, dass die Vier-Tore-Städter über alle Wechselabsichten der Spieler informiert worden seien.

Gienapp weiter: „Leider sind in den letzten Jahren vermehrt Kaderspieler zu Leistungszentren anderer Bundesländer gewechselt. Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, diese Spieler möglichst in unserem Landesverband zu halten und ihnen eine Perspektive bis zur Bundesliga zu bieten. Der HC Empor als einziges Landesleistungszentrum versteht sich als Förderer der talentierten Handballspieler Mecklenburg-Vorpommerns.“

Eine Reaktion der Neubrandenburger blieb zunächst aus. Allerdings dürfte das letzte Wort in der Angelegenheit noch nicht gesprochen sein.

René Warning

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