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Alle Trümpfe verspielt

SG Sonnenhof Großaspach 1:1 FC Hansa Rostock Alle Trümpfe verspielt

Die Hanseaten konnten ihre Führung nicht über die Runden bringen – dabei spielten sie mehr als eine Stunde lang in Überzahl.

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Großaspachs Mario Rodriguez wird von den Rostockern Maximilian Ahlschwede (r.) und Stephan Andrist gebremst.

Quelle: Foto: Lutz Bongarts

Großaspach. Auch nach dem dritten Rückrundenspieltag tritt der FC Hansa in der 3. Liga weiterhin auf der Stelle.

OZ-Bild

Die Hanseaten konnten ihre Führung nicht über die Runden bringen – dabei spielten sie mehr als eine Stunde lang in Überzahl.

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Nach so einem Spielverlauf muss man natürlich gewinnen.

Christian Brand

Hansa-Trainer

Beim 1:1 in Großaspach scheiterten die Rostocker am Sonnabend einmal mehr an ihrer mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. Zum elften Mal in den vergangenen zwölf Ligaspielen erzielten die Ostseestädter höchstens ein Tor. Und das obwohl sie nach der Roten Karte für Jeremias Lorch (26.) wegen einer Notbremse an Christopher Quiring über eine Stunde lang in Überzahl agierten.

Zwar rückte Hansa auf Platz zwölf vor, doch auch die Abstiegsgefahr bleibt weiterhin bestehen. Nach nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen ist der Vorsprung auf Rang 18 auf vier Punkte geschrumpft.

Dabei hatte es zur Pause noch danach ausgesehen, als sollten die Rostocker in die Erfolgsspur zurückfinden. „Das war mit Abstand die beste Leistung, seit ich in Rostock bin“, meinte Winter-Zugang Amaury Bischoff, den Trainer Christian Brand diesmal auf der Spielmacher-Position aufgeboten hatte. Der 29-jährige Elsässer war für die meisten Standards verantwortlich und damit sogar doppelt an der Entstehung des Führungstreffers beteiligt. Sein Freistoß nach der Notbremse an Quiring wurde zunächst zur Ecke gelenkt. Diese spielte Bischoff kurz auf Quiring, der den aufgerückten Linksverteidiger Fabian Holthaus bediente. Dessen 22-Meter-Schuss schließlich konnte Torhüter David Yelldell nicht festhalten – Soufian Benyamina war zur Stelle und staubte mühelos ab.

Mit der Führung im Rücken sowie in Überzahl hatte der FCH eigentlich alle Trümpfe in der Hand. „Nach so einem Spielverlauf muss man natürlich gewinnen. In der ersten Halbzeit haben wir alles richtig gemacht, doch nach der Pause sind wir dann für 15 Minuten komplett in den Tiefschlaf verfallen. Und haben uns auch beim Gegentor nicht gut verhalten“, ärgerte sich Cheftrainer Christian Brand. Bei einem Konter konnte der Großaspacher Sebastian Schiek zunächst ungehindert flanken, wobei Empfänger Kai Gehring von der ungeordneten Defensive der Rostocker profitierte. Bevor Gehring den Ball auf Torschütze Lucas Röser weiterleitete, waren Dennis Erdmann und Tommy Grupe allerdings aufgerückt und reklamierten zu Recht auf Abseits – vergeblich.

Immerhin wurden die Rostocker durch den Gegentreffer wieder zu neuem Leben erweckt. In der verbleibenden halben Stunde hatten die Gäste genügend Gelegenheiten, um das Spiel noch für sich zu entscheiden. Der laufstarke Christopher Quiring übersah zwei Mal den besser postierten Stephan Andrist. Zudem hätte Soufian Benyamina mit einem zweiten Treffer zum Matchwinner werden können (71.).

„Ich hatte den Ball eigentlich optimal getroffen und dachte auch, er geht rein. Irgendwie ist der Torhüter aber noch mit einer Hand rangekommen“, haderte der Angreifer. „Im Nachhinein hätte ich vielleicht doch mit der Innenseite ins kurze Eck schieben sollen.“

Dass ihnen in der 84. Spielminute auch noch ein Strafstoß verwehrt wurde, passte irgendwie zum gebrauchten Tag der Rostocker. Als Stephan Andrist zum Kopfball ansetzte, wurde er von Michael Maria rüde umgestoßen, doch der Pfiff blieb aus.

Christian Brand musste sich die letzten Szenen von der Tribüne aus anschauen. Schiedsrichter Sven Waschitzki (Essen) hatte ihn nach oben geschickt – offenbar weil ihm der Trainer zu viel reklamiert hatte. Als Beobachter konnte Brand nichts mehr ausrichten. Aber das hatte er schon zuvor an der Seitenlinie vergeblich versucht.

Großaspach: Yelldell – Schiek, Leist, Gehring, Lorch – Jüllich – M. Rodriguez (73. Gyau), Sohm (90.+3 L. Hoffmann), Osei Kwadwo, Maria – Röser.

Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, M. Hoffmann, Holthaus

(62. Gardawski) – Grupe (81. Väyrynen), Erdmann – Andrist, Bischoff, Quiring – Benyamina (73. Ziemer).

Tore: 0:1 Benyamina (28.), 1:1 Röser (61.). Schiedsrichter: Waschitzki

(Essen). Zuschauer: 2400.

Rote Karte: Lorch (26., Not-

bremse) / – . Gelbe Karten: Gehring (7), Maria (1), L. Hoffmann (1), Osei Kwadwo (7) / Holthaus (2), Erdmann (7), Ziemer (3).

Jens Erken

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m