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Andrist schießt Hansa ins Finale des Landespokals

Schwerin Andrist schießt Hansa ins Finale des Landespokals

Beim Wiedersehen der früheren Profi-Kollegen Brand und Pieckenhagen in Schwerin siegen die Rostocker mit 2:0.

Schwerin. Für Trainer Christian Brand war es ein entspannter Auftakt des Oster-Wochenendes: Fußball-Drittligist Hansa Rostock wurde am Sonnabend seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte im Landespokal-Halbfinale Verbandsligist FC Mecklenburg Schwerin verdient mit 2:0 (2:0). Der zweifache Torschütze Stephan Andrist (26., 29.) sorgte vor 4558 Zuschauern im Stadion am Lambrechtsgrund mit seinem Doppelschlag früh für die Vorentscheidung. Im Finale, das in diesem Jahr erstmals live in der ARD übertragen wird und am 28. Mai im Neustrelitzer Parkstadion steigt, trifft Hansa auf den Regionalligisten FC Schönberg 95. Der Landespokalsieger qualifiziert sich für die erste DFB-Pokalhauptrunde in der kommenden Saison.

„Das war ein professioneller Auftritt meines Teams. Wir haben den Gegner ernst genommen, ganz gut bespielt und zum richtigen Zeitpunkt die Treffer erzielt“, lobte Brand. „In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig Tore gemacht, aber der gegnerische Torwart (Mark Ellenschläger/d. Red.) hat auch gut gehalten“, ergänzte er.

Brands Gegenüber, Martin Pieckenhagen (44), hatte sich das erste Wiedersehen mit seinem früheren Mitspieler aus gemeinsamen Hansa-Zeiten nach mehr als 15 Jahren anders vorgestellt. „Wir sind enttäuscht, denn wir wollten ins Finale einziehen“, sagte der FCM- Trainer nach dem Halbfinal-K.o. des Außenseiters, der drei Klassen tiefer um den Aufstieg in die Oberliga kämpft und mittelfristig die Regionalliga anpeilt.

Brand und Pieckenhagen belegten mit Rostock in den Bundesliga- Jahren 2000 und 2001 den 15. und den 12. Platz. Diesmal trafen die Ex-Profis erstmals als Trainer-Kontrahenten aufeinander. „Martin hat den schwierigeren Job. Mit Profis zu arbeiten, ist viel leichter. Man macht einen Trainingsplan und die Spieler sind alle von Berufs wegen da. In Schwerin macht der Martin einen Plan, dann fehlen vier Spieler und das ganze Konstrukt ist wieder zusammengebrochen. Ich ziehe meinen Hut und habe größten Respekt vor Leuten, die im Amateurfußball arbeiten“, betonte der frühere Mittelfeldspieler Brand.

Seine Mannschaft bestimmte über weite Strecken das Geschehen, ließ nur wenige Torraumszenen für die laufstarken und diszipliniert verteidigenden Schweriner zu. Brand zeigte mit seiner Aufstellung, wie ernst er den Pokal-Wettbewerb nimmt. Der 43-Jährige verzichtete auf Experimente, ließ seine Stammkräfte aus dem Drittliga- Alltag ran. Lediglich die Defensivkräfte Maximilian Ahlschwede (Pause wegen Oberschenkelproblemen) und Dennis Erdmann (Gelb-Sperre) standen nicht im Aufgebot. Für Matthias Henn, der auf der Ersatzbank Platz nahm, rückte Marco Kofler in die Startelf. „Wir wollten das Selbstvertrauen, das wir uns aufgebaut haben, nicht verspielen. Deshalb war es ganz wichtig, dass wir die Aufgabe seriös angegangen sind. Das Spiel war wichtig, um im Rhythmus zu bleiben. Aber vor allem können wir einen Titel gewinnen, und die DFB-Pokalhauptrunde ist eine wichtige Einnahmequelle für den Verein“, sagte Brand.

Mit Blick auf das kommende Punktspiel am Sonnabend im heimischen Ostseestadion gegen Preußen Münster meinte der Hansa- Coach: „Das wird ein völlig anderes Spiel, in dem wir wieder Vollgas geben werden.“ Dann geht für Rostock der Kampf um den Klassenerhalt in die nächste Runde. Drei Siege, so Brand, brauche man noch für den Ligaverbleib.

Von Tommy Bastian

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m