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Aue kommt – Hansas Hoffnung ist die Heimstärke

Rostock Aue kommt – Hansas Hoffnung ist die Heimstärke

Seit fünf Spielen sind die Rostocker im eigenen Stadion ohne Niederlage und Gegentor. Diese Serie soll auch gegen den Tabellenzweiten Erzgebirge Aue halten.

Zwei Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen: Unter Cheftrainer Christian Brand (43) zeigt Hansa bisher sehr wechselhafte Leistungen.

Quelle: Lutz Bongarts

Rostock. Als Hansa den Rasen des Ostseestadions zum bisher letzten Mal als Verlierer verließ, thronte Christian Brand noch mit Jahn Regensburg an der Tabellenspitze der Regionalliga und ahnte nicht mal, dass er ein paar Wochen später beim Koggenklub anheuern würde. Am 24. Oktober verloren die Rostocker mit 1:3 gegen Großaspach, bevor sie damit begannen, das Ostseestadion zu einer kleinen Festung zu machen: Seit fünf Spielen ist Hansa vor heimischer Kulisse ungeschlagen. Die Bilanz kann sich sehen lassen: drei Siege, zwei Unentschieden, 5:0 Tore.

Klar, dass es am Sonnabend gegen Aufstiegskandidat Erzgebirge Aue so weitergehen soll. „Da müssen wir uns noch mal um 20 oder 30 Prozent steigern, um den Gegner in die Knie zu zwingen“, fordert Brand mit Blick auf den 3:0-Sieg gegen Aalen vor einer Woche – für den Coach „die beste Leistung, seit ich hier bin“.

Brands Respekt vor dem Zweitligaabsteiger aus dem Erzgebirge ist berechtigt. Aue führt als Tabellenzweiter die Verfolgergruppe des souveränen Spitzenreiters Dynamo Dresden an. Seit elf Spielen ist die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev ungeschlagen. Das Prunkstück der Sachsen: die Defensive. Nur 14 Gegentore musste Aue in 25 Spielen hinnehmen – Liga-Bestwert. Kurios: In Sachen Torausbeute hat der Tabellenzweite mit nur 21 erzielten Treffern am vergangenen Wochenende die Rote Laterne von Hansa (23) übernommen.

Die drei Ziemer-Tore gegen Aalen seien für das Selbstvertrauen der Mannschaft Gold wert, glaubt Brand: „Wir haben gesehen, dass es geht. Jetzt müssen wir dranbleiben, Gas geben und nachlegen.“ Beide Teams trennen zwar 16 Tabellenplätze, aber das sei nicht entscheidend, sagt der Trainer: „Den Unterschied in der 3. Liga machen meist die Leidenschaft und der Teamgeist aus.“ Wer der Gegner ist, ist für Brand ohnehin zweitrangig. „Für uns ist wichtig, mit welcher Haltung und mit welcher Körpersprache wir ins Spiel gehen. Wir müssen den klaren Willen zeigen, dass wir das Spiel für uns entscheiden wollen“, sagt Brand, der am Sonnabend eine „nahezu unveränderte“ Mannschaft auf den Platz schicken will. Vorausgesetzt die zuletzt angeschlagenen Ziemer (drehte am Freitag Laufrunden), Garbuschewski und Gardawski können am Sonnabend auflaufen – und danach sieht es aus.

Brand warnt davor, den Sieg gegen Aalen überzubewerten. „Das war ein Spiel. Die Situation ist weiter sehr prekär, wir befinden uns nach wie vor komplett im Abstiegskampf“, weiß der 43-jährige Ex-Profi: „Es ist genauso schlecht wie vorher. Wir sind immer noch Achtzehnter.“

TV: 14.00 Uhr, MDR (Konferenz); Livestream bei ndr.de



Sönke Fröbe