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Brand fordert Geduld: Es ist ein langer Weg

Rostock/Münster Brand fordert Geduld: Es ist ein langer Weg

Zweites Spiel der Rückrunde, zweite Ernüchterung: Bei Hansa läuft es noch nicht rund – den Trainer wundert das nicht.

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Enttäuscht: Tim Väyrynen, Soufian Benyamina, Amaury Bischoff und Tommy Grupe (v.l.).

Quelle: Foto: Lutz Bongarts

Rostock/Münster. Viel rücksichtsvoller als Christian Brand nach dem 1:3 in Münster kann ein Trainer Kritik an der eigenen Mannschaft kaum formulieren. Flanken und letzte Pässe seien nicht präzise genug gewesen, „so dass das 1:1 nicht immer in der Luft lag“, meinte der 44-Jährige mit Blick auf das nahezu völlige Fehlen von Torchancen seines Teams nach dem frühen Rückstand bei den Preußen. Zwar wurde der Rostocker Trainer später deutlicher, doch nach der ersten Auswärtsniederlage seit 190 Tagen köchelte die Kritik des Fußballlehrers auf bemerkenswert kleiner Flamme. „Es ist jetzt nicht so, dass wir in totale Depressionen verfallen“, sagte Brand, als Hansas erste Pleite bei den Westfalen seit viereinhalb Jahren feststand.

OZ-Bild

Zweites Spiel der Rückrunde, zweite Ernüchterung: Bei Hansa läuft es noch nicht rund – den Trainer wundert das nicht.

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Dabei war sein gewagter Matchplan für Münster zu keinem Zeitpunkt aufgegangen. Auf sechs Positionen hatte Brand die Startelf verändert, bisherige Stammkräfte wie Dennis Erdmann und Tobias Jänicke saßen nur auf der Bank, Linksverteidiger Christian Dorda – gegen Regensburg noch erste Wahl – gehörte nicht mal zum Kader. Auch Neuzugang Joshua Nadeau musste im Abwehrzentrum wieder Routinier Matthias Henn weichen. „Wir sind in einer Phase, in der wir Dinge verändern – die Statik innerhalb der Mannschaft, die Art und Weise, wie wir spielen wollen“, erklärte Brand: „Deshalb müssen wir den Umbauprozess weiter vorantreiben.“

Dass dabei längst noch nicht jedes Rädchen ins andere greift, wundert Brand nicht. „Wenn man neue Spieler holt, ist es klar, dass nicht alles von heute auf morgen plötzlich super ist und es total schnell nach oben geht.“ Immerhin: Das Spiel in Münster sei „teilweise ganz gut anzuschauen“ gewesen und „von der Spielanlage ganz okay“, urteilte der Coach. „Wir haben neue Spieler, wir haben uns für diesen Weg entschieden – da brauchen wir Geduld. Es ist ein langer Weg.“

Soufian Benyamina denkt da etwas kurzfristiger. „Natürlich ist das enttäuschend, aber Münster war erst das zweite Spiel der Rückrunde. Wir müssen uns einfach aufraffen, neu sortieren und dann eben am Samstag in Großaspach die Punkte holen“, sagte der Stürmer, der sein durchwachsenes Startelf-Comeback nach mehr als einem Jahr mit dem einzigen Hansa-Tor veredelte. Auch Maximilian Ahlschwede will beim Tabellenneunten „was mitnehmen“. Der Stotterstart in die Rückrunde erinnert den Rechtsverteidiger „ein bisschen an den Auftakt vor einem Jahr“. Damals startete Hansa mit zwei Niederlagen (1:5 in Köln, 0:2 bei den Stuttgarter Kickers) und einem Unentschieden (0:0 gegen Osnabrück) aus der Winterpause, bevor der Knoten platzte.

Das ist für Trainer Christian Brand auch in diesem Jahr nur eine Frage der Zeit: „Wir müssen akribisch weiterarbeiten, dann stellt sich der Erfolg automatisch ein.“

Sönke Fröbe

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m