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Brisante Mails bringen Hansa-Chef in Bedrängnis

Rostock Brisante Mails bringen Hansa-Chef in Bedrängnis

Hansa Rostocks Vorstandschef Michael Dahlmann ist offenbar enger mit der umstrittenen Ultra-Fanszene verbunden, als er zugibt.

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Hansa Rostocks Vorstandschef Michael Dahlmann

Quelle: Joachim Mangler / Dpa

Rostock. Hansa-Vorstandschef Michael Dahlmann ist offenbar enger mit der umstrittenen Ultra-Fanszene verbunden, als er zugibt. Dies legen interne E-Mails nahe, die der OSTSEE-ZEITUNG und dem NDR vorliegen. Demzufolge scheint besonders das Verhältnis zwischen dem Klubchef des Fußball-Drittligisten und führenden Mitgliedern der „Fanszene Rostock e.V.“ sehr vertraut zu sein. Das bringt den 37-Jährigen nun in Bedrängnis. „Ich bin entsetzt“, sagte Aufsichtsratsmitglied Uwe Neumann am Mittwoch.

So hat sich Dahlmann vor einer Aufsichtsratssitzung (AR) offenbar Handlungsanweisungen unter anderem bei Roman Päsler, dem Vorsitzenden der Fanszene Rostock, eingeholt. „Moin, kurze Frage: Mit welcher Strategie soll ich morgen in die AR Sitzung gehen?“, fragt der Hansa-Chef in der Mail, die außerdem an Sebastian Eggert (Fanszene) und Investor Rolf Elgeti adressiert ist. Weiter heißt es darin: „Kurze Telko (Telefonkonferenz/die Red.) morgen früh um 10 oder so? LG Micha.“ Und schließlich: „Ich danke Euch wirklich für die Unterstützung! Ich weiss das wirklich zu schätzen, Männer! Danke!!!“

Dahlmann war nach den Ausschreitungen im Skandalspiel gegen Magdeburg wegen seiner angeblichen Nähe zur Fanszene massiv in die Kritik geraten. Ihm fehle die „professionelle Distanz“ zu „denen, die sich mit Gewalttaten in Szene setzen“, urteilte Rostocks Polizeichef Michael Ebert mit Blick auf die Ausschreitungen bei dem Ostderby (die OZ berichtete). Gegen diese Vorwürfe wehrt sich Dahlmann. „Das sind alles irgendwelche Gerüchte, es stimmt schlicht nicht“, sagt er.

Im OZ und NDR vorliegenden Mailverkehr zwischen Dahlmann, Elgeti und Mitgliedern der Fanszene geht es auch darum, Aufsichtsratschef Harald Ahrens loszuwerden. „Ahrens muss weg“, heißt es im Betreff einer Mailantwort vom 25. September von Elgeti an Dahlmann.

Ahrens hatte sich gegen eine Klausel gewehrt, die Elgeti in der Satzung der Hansa KGaA verankern wollte. Darin hieß es: „Für den Fall, dass Herr Dahlmann nicht mehr Vorstandschef des e.V. oder in vergleichbarer Position (...) tätig ist, hat OC (Elgetis Firma Obotritia Capital) das Recht, die Vereinbarung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Ende eines Geschäftsjahres der FC Hansa KGaA zu kündigen.“ Elgeti wollte sein Engagement an die Person Dahlmann knüpfen, das lehnten Ahrens und die Mehrheit des Aufsichtsrates aber ab.

 


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Christian Lüsch

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