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Die gefühlte Rettung

FC Hansa Rostock 2:0 VfB Stuttgart II Die gefühlte Rettung

Rechnerisch ist Hansa zwar noch nicht durch, aber an den Abstieg glaubt nun niemand mehr.

Rostock. Der Jubel nach dem Abpfiff war verhalten, aber die Erleichterung riesengroß. „Wenn man die anderen Ergebnisse sieht, wird deutlich, dass dieser Sieg immens wichtig war“, atmete Hansa-Mittelfeldspieler Ronny Garbuschewski nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg des FC Hansa gegen den nun designierten Absteiger VfB Stuttgart II ganz tief durch. Bemerkenswert war am Sonnabend vor 11300 Zuschauern im Ostseestadion die scheinbare Selbstverständlichkeit, mit der die Rostocker den zehnten Saisonsieg unter Dach und Fach brachten.

„Wir sind im Moment sehr stabil“, stellte Christian Brand nach dem nie gefährdeten Sieg durch einen Doppelpack von Stephan Andrist (28./51.) zufrieden fest. Die Zahlen untermauern die Feststellung des Trainers eindrucksvoll: Seit fünf Spielen sind die Rostocker ohne Niederlage, in der Rückrunde waren nur Aue, Würzburg und Dresden erfolgreicher. Dennoch: Definitiv gerettet ist Hansa bei vier noch ausbleibenden Spielen und sechs Punkten Polster auf den ersten Abstiegsplatz noch nicht. „Es kann immer noch was passieren. Der richtige Jubel, die richtige Euphorie kommt erst, wenn wir durch sind. Es wäre falsch, zu früh abzuschalten“, mahnte Torwart Marcel Schuhen, der gegen spielstarke, aber wenig zwingende Stuttgarter einen insgesamt geruhsamen Nachmittag hatte.

Auch beim 1:0 machte es der VfB den Norddeutschen leicht: Nach Ablage des enttäuschenden Startelf-Rückkehrers Marcel Ziemer zirkelte Garbuschewski den Ball auf den Kopf von Andrist, und der Flügelflitzer versenkte zur umjubelten Führung. „Wir haben die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, urteilte Schuhen mit Blick auf Andrists Doppelpack. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff legte der 28-jährige Schweizer nach, als er einen erneuten Fehler der Stuttgarter nutzte, den Torwart umkurvte und zum 2:0 ins leere Tor traf. Weil er sich bei dieser Aktion leicht verletzte, nahm Brand den Doppel-Torschützen vom Platz. An Hansas Dominanz in der zweiten Halbzeit änderte die Auswechslung nichts. Gefährlich wurde es für die Gastgeber nur noch ein Mal bei Gabrieles Versuch aus zwölf Metern, doch der Ball streifte nur die Latte (66.). „Wir haben einen richtig guten Lauf, bekommen zu Hause kaum Gegentore. Wir müssen einfach so weiterspielen, dann wird es am Ende auch reichen“, ist Garbuschewski überzeugt.

Christian Brand, der vergangene Saison mit Jahn Regensburg den bitteren Gang in die Viertklassigkeit antreten musste, bleibt dagegen weiterhin zurückhaltend. „Wir sind nach wie vor nicht durch, es ist immer noch harte Arbeit, die auf uns wartet“, sagte der Trainer. „Am besten legen wir gleich in Würzburg nach.“ Sollte Hansa auch beim Überraschungsdritten ein (Teil-)Erfolg gelingen, wäre eine der wichtigsten Personalien für die kommende Saison geregelt. „Es gibt eine schriftliche Vereinbarung: Wenn wir die Klasse halten, läuft der Vertrag weiter“, teilte der Trainer mit. „Für ein Jahr, das reicht erst mal — der FC Hansa Rostock ist anstrengend.“

Statistik

Rostock: Schuhen — Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda — Gardawski (74. Schwertfeger), Erdmann, Garbuschewski, Andrist (54. Jänicke) — Platje (64.

Wannenwetsch), Ziemer.

Stuttgart II: Uphoff — Mwene, Sama, Peric, Hagn (78. Grbic) — Zimmermann (74. Vier), Rathgeb — Gabriele, Ferati (55. Sonora), Besuschkow — Grüttner.

Tore: 1:0 Andrist (28.), 2:0 Andrist (51.). Schiedsrichterin: Steinhaus (Hannover). Zuschauer: 11 300. Gelbe Karten: - /Sama, Mwene, Gabriele.

Von Sönke Fröbe

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m