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Gekämpft, gesiegt, gerettet!

FC Hansa Rostock 3:1 FC Rot-Weiß Erfurt Gekämpft, gesiegt, gerettet!

Rostocker spielen auch nächste Saison in 3. Liga / Trainer Brand bleibt / Team will nun einstelligen Tabellenplatz

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Die Rostocker Profis Florian Esdorf, Marcel Schuhen, Matthias Henn, Marco Kofler, Melvin Platje und Marcel Ziemer (v. l.) jubeln.

Quelle: Lutz Bongarts (4), Christiane Zenkert

Rostock. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben im Rostocker Ostseestadion: Beim Stand von 3:1 für den FC Hansa im Spiel gegen Rot-Weiß Erfurt rollten am Sonnabend La-Ola-Wellen durch die Arena. Wellen der Erleichterung, denn schon früh bahnte sich im Duell der beiden Drittligisten an, dass Hansa gewinnen und somit den Klassenerhalt perfekt machen würde.

OZ-Bild

Rostocker spielen auch nächste Saison in 3. Liga / Trainer Brand bleibt / Team will nun einstelligen Tabellenplatz

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Daran, dass die Rostocker vor der Saison ganz andere Ziele ausgegeben hatten, als erst am 36. Spieltag den Klassenerhalt zu feiern, dachte unter den 14600 Zuschauern im Moment des erlösenden Sieges kaum jemand. Trainer Christian Brand erinnerte mit einem Schuss Sarkasmus trotzdem daran: „Letzte Saison hat Hansa den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag geschafft, diesmal schon drei Spieltage vorher. Das ist doch schon ein Fortschritt“, meinte der Cheftrainer, dessen Arbeitsvertrag an der Ostsee sich am Sonnabend um ein Jahr verlängerte und der die Frage, ob er denn auch bleiben wird, mit einem klaren „Ja!“ beantwortete.

Als das Spiel gegen Erfurt um 15.50 Uhr abgepfiffen wurde, war zu hören, zu sehen und zu spüren, dass der nervenaufreibende Druck eines Monate währenden Abstiegskampfes von Hansa-Spielern, -Betreuern und Fans des Klubs abfiel. Brand, der sonst nach Erfolgen eher „Sicherheitsabstand“ zu seinen feiernden Profis hält, war diesmal mittendrin im Jubelkreis. „Ich konnte mich nicht wehren, die Spieler haben mich eingehakt und da ich leicht bin, hüpfte ich einfach mit“, meinte der Coach. Alle Hanseaten — selbst verletzte Spieler wie Kapitän Tobias Jänicke und Tommy Grupe — waren mit auf dem Platz, um zu gratulieren und den Erfolg zu genießen. Auf den Rängen standen Tausende noch lange nach dem Schlusspfiff und warteten, bis das Team auf der Ehrenrunde bei ihnen Station machte.

Hansa begann das Spiel gegen Erfurt, wie es Trainer Brand von seiner Mannschaft gefordert hatte: Sie legte wie entfesselt los, drückte aufs Tempo und die Thüringer in deren Hälfte. Nachdem der erste Schuss von Ronny Garbuschewski noch über den Kasten geflogen war, führte schon der zweite Angriff zur Führung. Die Erfurter, die am Wochenende zuvor den Klassenerhalt perfekt gemacht hatten, wirkten müde, und ließen Hansa- Stürmer Stephan Andrist ganz viel Platz. Den ersten Kopfballversuch des Schweizers konnte Erfurt-Keeper Philipp Klewin noch abwehren. Den zweiten netzte Andrist zum 1:0 ein (7.).

Der Jubel war noch nicht verstummt, da rollte Hansas nächste Angriffswelle. Marcel Ziemer wurde von Melvin Platje bedient. RWE-Verteidiger Jens Möckel bugsierte den umkämpften Ball über Klewin hinweg ins eigene Tor (9.). Hansa hatte Spiel und Gegner weiter im Griff — bis Marcus Hoffmann ein Fehlpass unterlief. Dorda versuchte den Rückpass zu Marcel Schuhen, doch der stand ganz woanders.

Auch Erfurts Anschlusstreffer war ein Eigentor (26.).

Die Verunsicherung war bis zur Halbzeit spürbar, doch nach der Pause hatte sich der FCH wieder gefangen. Platje (48.) und Hoffmanns Lattentreffer (49.) waren Vorboten des 3:1, das Ziemer nach erneuter Vorarbeit von Platje erzielte (53.). Den Zwei-Tore-Vorsprung ließen sich die Rostocker, die konzentriert und selbstbewusst agierten, nicht mehr nehmen. Der Rest waren Jubel und Erleichterung.

Statistik

Hansa Rostock: Schuhen — Ahlschwede, Henn, Marcus Hoffmann, Dorda — Gardawski, Garbuschewski, Erdmann (67. Kofler), Andrist (74. Esdorf) — Platje (67. Wannenwetsch), Ziemer.

Rot-Weiß Erfurt: Klewin — Menz (67. Bergmann), Laurito, Möckel, Odak — Erb, Nikolaou — Aydin, Benamar (78. Höcher) — Kammlott (15. Pigl), Uzan.

Tore: 1:0 Andrist (7.), 2:0 Möckel (9./

Eigentor), 2:1 Dorda (26./Eigentor),

3:1 Ziemer (53.).

Schiedsrichter: Gerach (Landau). Zuschauer: 14600. Gelbe Karten: Hoffmann, Erdmann, Gardawski / Odak, Erb, Höcher.

Von Christian Lüsch

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m