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Happy End nach Holper-Saison

FC Hansa Rostock 3:1 Hallescher FC Happy End nach Holper-Saison

Hansa beendet die Drittliga-Spielzeit 2015/16 als Zehnter / Die Rückrunde brachte die Rettung und ist nun Maßstab für die neue Saison

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Freuen sich über den Sieg zum Saisonabschluss: Tommy Grupe, Matthias Henn, Marcel Schuhen, Marcus Hoffmann, Christian Dorda und Maximilian Ahlschwede (v.l.). Fotos (3): Lutz Bongarts, Imago

Rostock. Rostock Drei freie Tage gönnte Hansa-Trainer Christian Brand seinen Spielern über Pfingsten. Damit belohnte er die Mannschaft, die am Sonnabend mit dem 3:1 gegen den Halleschen FC vor der Saison-Rekordkulisse von 19400 Zuschauern einen erfreulichen Schlusspunkt in der 3. Liga gesetzt hat. Es war das Happy End nach einer erneuten Holper-Saison, die nun mit dem Landespokalsieg am 28. Mai gegen den FC Schönberg erfolgreich beendet werden soll. Einige Ein- und Ausblicke lassen sich bereits jetzt gewinnen.

Bester Tabellenplatz: Mit dem zwölften Saisonsieg hat Hansa (49 Punkte) die Saison auf Rang zehn beendet – so gut wie seit dem zweiten Drittliga-Abstieg 2012 nicht mehr. Schon am drittletzten Spieltag war der Klub gerettet – daran war im Winter noch nicht zu denken. An zehn der 38 Spieltage standen die Rostocker auf einem Abstiegsplatz.

Starke Rückrunde: 13 sieglose Spiele ließen die Rostocker in der Hinrunde unter Karsten Baumann von Rang 4 auf den vorletzten Platz abstürzen. Erst Nachfolger Christian Brand bekam mit der Mannschaft die Kurve. Unter ihm holte das Team in 19 Spielen 31 Punkte (neun Siege, vier Remis). Hansa ist das viertbeste Rückrunden-Team – nur das Spitzentrio Dresden, Aue und Würzburg war besser.

Grundtugenden gezeigt: Brand forderte von der Mannschaft Lauf- und Kampfbereitschaft, Leidenschaft und Teamgeist ein. „In der 3. Liga wird gebissen, gekratzt, man muss gegenhalten. Das geht nur über Kampf“, weiß Maximilian Ahlschwede. „Wir haben die Erfahrung gemacht: Wenn wir die Grundtugenden nicht zeigen, wird es schwer. Man kann nur als Team funktionieren.“ Die Rostocker mussten sehr viel investieren für ihre Erfolge. „Uns fehlt die Leichtigkeit, mal ein Spiel runterzuspielen. Wir müssen immer ans Limit gehen, um zu gewinnen“, sagt Brand.

Zu wenig Stabilität: Ausfälle von Leistungsträgern (wie Marcel Ziemer in der Hinrunde) konnten die Hanseaten nur schwer verkraften. Es fehlt an Ausgeglichenheit im Kader und an Stabilität. An schlechten Tagen ging das Team auch unter Brand unter (1:5 bei Fortuna Köln, 0:4 bei Mainz II). „Es ist möglich, dass wir jeden Gegner schlagen“, so der Coach. „Aber wenn wir nur ein paar Prozent weniger geben, können wir genauso gut die Spiele verlieren – auch deutlich, leider. Wir schaffen es nicht immer, die Spannung hochzuhalten. Dieser Unterschied ist mir zu krass.“

Baustelle Offensive: Stephan Andrist, der gegen Halle die frühe Gäste-Führung ausglich, ist mit sieben Treffern Hansas bester Saison-Torjäger. Einfacher ging's nur bei Schlusslicht Stuttgart II, wo schon sechs Treffer reichten. Auch die 42 erzielten Tore sind kein Ruhmesblatt, nur fünf Mannschaften in der Liga trafen noch weniger.

Selbstvertrauen mitnehmen: „Das Spiel gegen Halle war extrem wichtig, um den Leuten zu zeigen: Da geht was“, sagt Brand. Die Spieler könnten ruhiger in die neue Saison starten.

„Sie können sich auf ihre Stärken verlassen, die sie in der Rückrunde nachgewiesen haben. Selbstvertrauen ist gut, Überheblichkeit komplett fehl am Platze.“

Führungs-Rotation: In den letzten neun Monaten hatte Hansa drei Vorstände (Michael Dahlmann, Chris Müller, Marcus Kompp) und drei Aufsichtsratschefs (Harald Ahrens, Jörg-Uwe Neumann, Rainer Lemmer). Ein Ende der Dauer-Rotation ist nach dem angekündigten Rückzug von Klubchef Kompp und wegen der Aufsichtsrats-Wahlen im November nicht in Sicht.

„Lübzer“ bleibt an Bord

„Lübzer“ macht weiter bei Hansa: Die Mecklenburgische Brauerei hat ihren auslaufenden Sponsorvertrag um drei Jahre bis 2019 verlängert. Das wurde am Samstag vor dem letzten Saisonspiel im Ostseestadion verkündet.

Lübzer ist neben dem Windkraftanlagenbauer Nordex und „Karls“ Erlebnishof einer von drei Premiumpartnern des Klubs. Seit dem Stadionneubau vor 15 Jahren unterstützt der Bierproduzent den Rostocker Traditionsklub. Das Sponsoring dürfte geschätzt im unteren sechsstelligen Bereich liegen.

Statistik

Rostock: Schuhen - Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda - Erdmann - Andrist (69. Grupe), Garbuschewski (81. Wannenwetsch), Gardawski - Platje (84. Ülker), Ziemer.

Halle: Königshofer - Baude (62. T. Müller), Kleineheismann, Engelhardt, Brügmann - Kruse (62. Furuholm) - Lindenhahn, Pfeffer, Diring, Aydemir (80. Ziegenbein) - Osawe.

Tore: 0:1 Aydemir (2.), 1:1 Andrist (8.), 2:1 Hoffmann (57.), 3:1 Ülker (90.). Schiedsrichter: Mix (Abtswind).

Zuschauer: 19400. Gelbe Karten: Dorda, Ziemer / Aydemir, Pfeffer.

Kai Rehberg

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m