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Hitze in Halle – Hansa bleibt cool

Hallescher FC 0:0 FC Hansa Rostock Hitze in Halle – Hansa bleibt cool

Die Rostocker holen in der englischen Woche fünf Punkte und bleiben ohne Gegentor. Gardawski fliegt mit Gelb-Rot vom Platz.

Halle. Als der Schlusspfiff ertönt, geht Dennis Erdmann auf Schiedsrichter Felix Zwayer zu. Der Hansa-Profi hat Gesprächsbedarf. Dabei war Erdmann an der Schlüsselszene der Partie beim Halleschen FC gar nicht beteiligt. „Ich habe ihn gefragt, warum er uns das Leben so schwer gemacht hat“, erzählt Erdmann mit Blick auf den Platzverweis von Michael Gardawski.

Rostocks Kapitän sah am Sonnabend bei der Nullnummer in Halle nach gut einer Stunde die Gelb-Rote Karte. Zu Unrecht, wie die Fernsehbilder belegen.

Es war ein ganz normaler Zweikampf zwischen Gardawski und Tobias Müller. Der Hallenser kam zu Fall. Zwayer entschied auf Foul. „Die Meinung hat er exklusiv“, meint Erdmann. „Aber er trägt das Fifa-Emblem auf der Brust.“ Auch Gardawski fiel aus allen Wolken. „Zuerst dachte ich, er pfeift für mich, weil ich eher am Ball war“, berichtet der Pechvogel. Doch das böse Erwachen folgte sofort.

„Da hätte ich mir etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht.“ Vergeblich.

Gardawski überreichte Maximilian Ahlschwede die Kapitänsbinde und musste fortan von der Tribüne aus mitansehen, wie seine Kollegen bei gefühlt 40 Grad die nummerische Unterzahl mit Kampf und Leidenschaft wettmachten. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie das bewältigt hat – eine geile Truppe“, lobt Gardawski.

Auch Trainer Christian Brand zeigte sich vom Auftritt seiner Zehn sichtlich angetan. „Ich muss den Jungs ein Riesenkompliment machen: Das war eine beeindruckende Leistung.“ Die halbe Stunde in Unterzahl sei „richtige Knochenarbeit“ gewesen, betont der Coach, der sein Team mit zwei trainingsfreien Tagen belohnte.

In der Tat: Das Positive überwiegt. Hansa blieb in der englischen Woche ungeschlagen und ohne Gegentor. Brand: „Das gibt uns weiter Selbstvertrauen und zeigt, dass wir nicht so leicht zu bezwingen sind.“ Alles in allem sei der Saisonstart geglückt, meint auch Erdmann: „Fünf Punkte sind absolut in Ordnung.“

Am kommenden Sonnabend folgt der Pokal-Knüller gegen den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf (18.30 Uhr, Ostseestadion). „Das ist ein Event, das die Mannschaft genießen soll“, meint Brand, der die Rheinländer am Freitag gegen den VfB Stuttgart (1:0) beobachtet hat. Wichtigste Erkenntnis: „Auch in diesem Spiel sind wir nicht chancenlos.“

Mit der Nullnummer in Halle betrieben die Rostocker Werbung in eigener Sache. Spielerisch ist aber noch viel Luft nach oben. Lediglich ein (in Überzahl!) erzieltes Tor ist ein deutlicher Beleg für die Harmlosigkeit der Hanseaten.

Stürmer Melvin Platje, der wie Stefan Wannenwetsch den Vorzug gegenüber Marcel Ziemer und Kerem Bülbül erhielt, hätte Hansas Held werden können, sprich müssen. Doch nach perfekter Hereingabe von Stephan Andrist brachte der völlig frei stehende Niederländer den Ball aus sechs Metern nicht an HFC-Keeper Bredlow vorbei (49.). Auf der anderen Seite hatte Hansa Glück, als dem im Strafraum liegenden Ahlschwede der Ball an die Hand sprang. Diesmal blieb Zwayers Pfeife stumm.

Stefan Ehlers und Tommy Bastian

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m