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Familie Broschwitz liebt den Basketball-Sport

Rostock Familie Broschwitz liebt den Basketball-Sport

Mutter Daniela trainiert die U 10 beim EBC Rostock. Ihre sechs Kinder spielen im Nachwuchs.

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Neben Adriano Broschwitz (h.) spielen auch seine Geschwister im EBC- Nachwuchs, von links: Bastian (13), Carolina (11), Danika (8), Eliana (5) und Benjamin (13). Mutter Daniela (37) trainiert die weibliche U 10 beim größten Basketball-Verein in der Region.

Rostock. Als das letzte Viertel im Heimspiel der U 16 des EBC Rostock in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) begann, schlug die Stunde von Adriano Broschwitz. Sein Team lag am vergangenen Sonnabend gegen die Lynx Lübeck in einem hart umkämpften Spiel mit 55:59 zurück. Doch dank Broschwitz, der allein in den letzten zehn Spielminuten elf seiner 23 Punkte erzielte, und einer starken Defensivleistung des EBC drehten die Hausherren das Ergebnis. Am Ende gewann die Mannschaft von EBC-Trainer Stanley Witt noch mit 87:65 (35:38). Es war der zweite Sieg in Folge für die Ostseestädter.

OZ-Bild

Mutter Daniela trainiert die U 10 beim EBC Rostock. Ihre sechs Kinder spielen im Nachwuchs.

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Statistik

EBC Rostock Junior Talents: Broschwitz 23 Punkte/4 Rebounds, Schneider 19/4, Kringel 16/9, Ehlers 12/9, Wolff 10/3, Zingelmann 4/4, Teutsch 2/0, Propp 1/0, Bülow 0/17, Eckloff 0/3, Scheibenhofer 0/2, Rabe.

Broschwitz war danach überglücklich. Seinen starken Auftritt im Schlussabschnitt konnte er nicht erklären, meinte nur: „Das hätte ich so nicht gedacht. Aber es kommt, wie es kommt.“ Die Rostocker hätten sehr gut verteidigt und die Lübecker nicht zum Zuge kommen lassen, nannte der 15-Jährige als Erfolgsrezept. „Das war der Grundstein zum Sieg“, sagte Broschwitz.

Nach starkem Beginn und 17:12-Führung nach dem ersten Viertel hatten die Rostocker nachgelassen und die Lübecker besser ins Spiel kommen lassen. Die Gäste drehten bis zur Pause das Ergebnis, lagen mit 38:35 vorn.

„Da gab es schon ein paar hängende Köpfe bei uns in der Kabine. Aber wir haben trotzdem an uns geglaubt, wollten unbedingt gewinnen“, meinte Broschwitz. Und das gelang: Mit einem sensationellen 15:0-Lauf startete der EBC in das Schlussviertel und brachte den Sieg doch noch nach Hause. „Das war Wahnsinn!“, jubelte der beste Rostocker Korbjäger.

Adriano Broschwitz ist sein Talent quasi in die Wiege gelegt worden. Schon Mutter Daniela war erfolgreiche Basketballerin, spielte in der Regionalliga. Mittlerweile trainiert sie die weibliche U-10- Mannschaft des EBC. Die Entwicklung ihres ältesten Sprösslings macht die gebürtige Dresdnerin stolz. „Adriano hat unter seinem Trainer Stanley Witt einen großen Schritt nach vorne gemacht. Er fühlt sich richtig wohl“, sagt die 37-Jährige.

Adriano Broschwitz liebt den Basketball-Sport und die große Herausforderung in der JBBL, wo er sich mit den besten Talenten aus dem Nordosten Deutschlands messen kann. „Das ist ein tolles Privileg für mich. Wenn ich noch besser werde, kann ich mir auch vorstellen, irgendwann mal Profi zu werden“, verriet der Schüler einen seiner ganz großen Träume. So oder so will der Rostocker hoch hinaus – auch wenn es mit dem Basketball nicht klappen sollte. „Ich möchte Pilot werden. Ich mag das Fliegen und würde gerne selbst am Steuer sitzen“, erzählt Broschwitz.

Doch zunächst konzentriert er sich auf die Schule – aktuell besucht er die neunte Klasse der Waldorf-Schule in der Rostocker Innenstadt – und den Basketball. Schon am kommenden Sonntag (12.30 Uhr) wird sein Team erneut gefordert sein. Dann reist das JBBL-Team des EBC Rostock zu Tabellenführer Piraten Hamburg, der als Favorit auf den Staffelsieg gilt. Doch Broschwitz und sein Team können mit viel Selbstvertrauen in der Elbe-Stadt antreten. „Wenn wir defensiv so stark agieren wie zuletzt und offensiv die Würfe treffen, dann ist auch dort ein Sieg drin“, hofft Adriano Broschwitz.

Der große Bruder muss dann allerdings auf seine jüngeren Geschwister verzichten, die ihn gegen Lübeck vom Spielfeldrand aus angefeuert hatten. Neben Adriano spielen auch seine Schwestern Carolina (11 Jahre, u. a. Landesauswahlspielerin), Danika (8) und Eliana (5, hat gerade erst mit dem Basketball begonnen) sowie seine Zwillings-Brüder Bastian und Benjamin (13) beim größten Basketball-Verein in MV. Bei der Wochenend-Planung kommt Daniela Broschwitz daher öfter ins Grübeln. „Wir müssen natürlich gut planen. Aber das klappt meist ganz gut. Die Kinder sind sehr selbstständig“, sagt die Mama, die als Ernährungsberaterin tätig ist. „Und wenn so ein Highlight wie die Jugend-Bundesliga ansteht, dann versuchen wir immer, alle gemeinsam dem Ältesten zuzuschauen.“

René Warning

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