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Fitness-Training am Strand – viele brachten sich in Schwung

Rostock Fitness-Training am Strand – viele brachten sich in Schwung

Kraft- und Ausdauersportler vom Verein „Straßensport“ luden vier Wochen lang Interessierte in Warnemünde ein und weckten Lust auf Bewegung

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Die Straßensportler John Beu, Tobias Plewka, Konrad Maschke, Dennis Pelikan (Klubgründer) und Ralf Gauger (v. l.) zeigen am Strand von Warnemünde einen sogenannten L-Sit (dt. L-Sitz).

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Etwas Wehmut verspürt Dennis Pelikan schon, wenn er an den Abschied vom Strand denkt. Mit seinem Verein „Straßensport“ war der 30-Jährige in den vergangenen vier Wochen täglich in der Sport- und Beacharena in Warnemünde aktiv. Auf einem 400 Quadratmeter großen Areal konnten sich dort interessierte Sportler an unterschiedlichen Fitness-Stationen testen und direkt am Wasser Sport treiben. „Wir haben viele tolle Athleten bei uns gehabt“, blickt der diplomierte Fitness-Experte zurück.

Wir werden noch mal auf die Stadt zugehen: Vielleicht haben wir 2017 die Möglichkeit, über die ganze Strand-

saison in Warne-

münde zu bleiben und nicht nur um die Warnemünder Woche herum.“Dennis Pelikan (30),

Straßensport

Noch bis Sonntag steht das Equipment am Strandabschnitt neben der Westmole zur Verfügung. „Zum Abschluss gibt es eine weitere Episode des legendären Bar Wars“, wirbt Pelikan um Gäste. „Wir freuen uns auf Lionel Zod Yaouli aus Paris und Fryderyk Fruzynski aus Wien – zwei Fitness- Stars auf dem Gebiet der Körpergewichts-Übungen und Calisthenics“, ergänzt der Ostseestädter. Die beiden Athleten absolvieren ab 11.00 Uhr ein anstrengendes Programm mit dem eigenen Köpergewicht. Anschließend beantworten sie alle Fragen rund um ihr Training.

Danach wird die Fläche geräumt. „Leider“, bedauert Pelikan. „Wir werden noch mal auf die Stadt zugehen: Vielleicht haben wir 2017 die Möglichkeit, über die ganze Strandsaison zu bleiben und nicht nur um die Warnemünder Woche herum.“

Einer der Höhepunkte in diesem Jahr war der Fitness- Flashmob Anfang Juli. Mehr als 110 Sportler trotzten auf dem eigens konstruierten Freiluft-Parcours dem stürmischen Wind sowie Regen und machten Liegestütze, Kniebeuge, Klimmzüge und viele andere Athletik- und Fitnessübungen im Sand.

„Das war klasse. Viele Touristen waren dabei und hatten viel Spaß“, betont Student Tobias Plewka (25), der selbst mitmachte. „Alle Teilnehmer wurden individuell betreut und beraten. Das ist einmalig in Deutschland und vermutlich weltweit“, sagt der Modellathlet, der von Herbst bis Frühjahr für den SV Warnemünde II in der Volleyball-Regionalliga aktiv ist. Die erste Mannschaft des Vereins (3.

Liga) bringt sich bei „Straßensport“ gerade für die neue Saison in Schwung.

Nach der Zeit am Strand geht’s für die Rostocker Kraft- und Ausdauersportler ab kommender Woche zurück auf den Sportplatz in der Mendelejewstraße. Dreimal pro Woche treffen sich die Aktiven des etwas anderen Vereins dort und trainieren vorwiegend an Recks, Barren und Sprungkästen. Zu den Trainingsutensilien gehören Medizinbälle, Sprungseile, Traktorreifen und auch Langhanteln. Diese Vielseitigkeit an Materialien ist für Pelikan und die zwölf im Verein tätigen Übungsleiter wichtig.

„Bei uns geht es um funktionelles Training. Ob groß oder klein, dick oder dünn, Anfänger oder Fortgeschrittene – alle können dabei sein“, betont Pelikan, dem es im Fitness-Studio zu langweilig wurde.

Deshalb gründete er 2013 den Verein „Straßensport“ zusammen mit seinem Trainingspartner Martin Steffens. Mit beachtlichem Erfolg: „Schnell waren wir 30 bis 40 Mitglieder, die sich gerne in der freien Natur bewegen und trainieren. Mittlerweile sind es etwa 160 Aktive“, freut sich Pelikan.

Wer sich anmelden möchte, muss sich derzeit gedulden. „Wir können erst ab September und im Januar wieder neue Mitglieder aufnehmen, haben sogar eine Warteliste. Wir wollen uns vernünftig um unsere Teilnehmer kümmern, dazu muss die Struktur weiter wachsen“, erläutert Pelikan, der früher als Projektmanager tätig war. Aktuell ist er Student und lebt seinen Traum: Straßensport.

Um den Aktiven auch bei schlechtem Wetter Trainingsmöglichkeiten zu bieten, hat der Klub die Räumlichkeiten eines früheren Supermarktes auf der Bahnhof- Südseite ausgebaut. Doch diese werden nur in Ausnahmefällen genutzt. „Wir sind nicht aus Zucker. Wenn draußen trainiert werden kann, tun wir das“, betont Pelikan.

Klare Vorstellungen hat der Rostocker von der Zukunft. Das Ziel des lizenzierten Trainers ist ein eigenes Gesundheitszentrum mit Trainingsmöglichkeiten, gesunder Küche und therapeutischer Betreuung.

„Das könnte in wenigen Jahren realisiert werden. Aber dazu muss alles passen und Glück braucht es auch“, meint Pelikan.

René Warning

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