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TSV Rostock Süd schafft dank seiner Heimstärke den Oberliga-Klassenerhalt / Neuzugang Rakowski überzeugt sofort

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War auf Anhieb bester Rostocker: der polnische Neuzugang Tomasz Rakowski

Quelle: Rajko Grawert

Rostock. Die Tischtennisspieler des TSV Rostock Süd erlebten in der abgelaufenen Saison eine Berg- und Talfahrt der Ergebnisse und Emotionen. Am Ende konnten sie auf ihre Heimstärke vertrauen, sammelten 11 von 14 Punkten daheim und beendeten die Oberligaserie auf dem sechsten Tabellenplatz.

Kamen die Rostocker in Fahrt, waren sie für Überraschungen gut — wie bei den Siegen gegen die Titelanwärter Eiche Kiel (9:3) und Poppenbüttel (9:6) an den eigenen Tischen. Der Tiefpunkt war am 14.

Spieltag erreicht, als die Mannen um Kapitän Mathias Wähner beim damaligen Letzten SC Charlottenburg untergingen (4:9). „Das war ein Schock“, erinnert sich Wähner, aber „der spielfreie Monat danach hat uns gutgetan“.

Fortan hatte Rostock Süd nur noch Heimspiele. Dort heimsten die Ostseestädter aus den restlichen vier Partien sieben von acht möglichen Punkten ein, setzten mit dem Coup gegen Poppenbüttel, bis dahin ungeschlagener Ligaprimus, die Krönung auf einen sagenhaften Endspurt.

Auch wenn Wähner stets das ganze Team hervorhob, gehörten er (23:7 Siege, 9. Platz) im unteren Paarkreuz, Sven Stürmer (Mitte, 20:16, 11.) und der Pole Tomasz Rakowski (oben, 22:14, 7.) zu den tragenden Säulen. Zusammen steuerte das Trio ein Viertel aller Punkte durch Einzel- und Doppelerfolge bei. Rakowski wurde zur „echten Verstärkung“, resümiert Wähner rückblickend über den polnischen Glücksgriff, „wie auch ‘Joko‘ (Daniel Jokiel/ d. Red.)“, ergänzt er. Seinen Trainingspartner hatte Rakowski gleich mit an die Warnow gelotst. Der bestach vor allem in der Hinrunde, sowohl im mittleren Paarkreuz (9:7) als auch an der Seite Rakowskis (11:3, drittbestes Duo der Hinrunde). In der zweiten Halbserie wechselte Jokiel ins obere Paarkreuz, zahlte dort viel Lehrgeld, tastete sich aber ans höhere Niveau heran und half dem Team mit wichtigen Einzelsiegen im Saisonendspurt. Auch bei Talent Til Puhlmann, der ab der Rückrunde zum Stamm gehörte, platzte der Knoten. „Sein 3:2 gegen Poppenbüttels Konstantin Dimitriou ist mir in bester Erinnerung“, sagt Wähner.

Bis auf Leo Stynen, der in der kommenden Spielzeit im Dress der Füchse Berlin aufläuft, bleibt das Team zusammen. „Das freut uns riesig, früh wichtige Personalien geklärt zu haben“, sagt Wähner. Ein Platz ist aber noch frei und der muss gut besetzt sein. Oberstes Ziel bei der Suche nach einem adäquaten Stynen-Ersatz ist, ein „gutes Maß an lokaler und regionaler Identität zu behalten“, betont Wähner. Bis zur Wechselfrist (31.5.) hat Rostock Zeit, die Weichen für die neue Oberliga-Mission zu stellen.

Einzel-Bilanzen: Rakowski (22:14), Jokiel (11:23), Stynen (11:24), Stürmer (20:16), Wähner (23:7), Matthias Kindt (4:7), Puhlmann (2:16).

Abschlusstabelle:

 1. SC Poppenbüttel   159:64 34:2 

 2. Ahrensburg/Großh.   153:79 32:4 

 3. Eiche Kiel   135:114 24:12

 4. Füchse Berlin II   132:128 19:17

 5. Borussia Spandau   116:133 15:21

 6. TSV Rostock Süd   124:137 14:22

 7. SC Charlottenburg   111:138 12:24

 8. Stahnsdorf   111:148 11:25

 9. Aufbau Parchim   96:144 10:26

10. Oberalster   99:151 9:27

Von Ulrich Creuznacher

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