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Griffins jubeln: Footballer sind nächstes Jahr zweitklassig

Rostock Griffins jubeln: Footballer sind nächstes Jahr zweitklassig

Regionalligist profitiert von Braunschweiger Meisterschaft in der Nordstaffel / Zum Abschluss gelingt 49:0-Sieg gegen Leipzig / US-Amerikaner wollen verlängern

Rostock. Bis gestern Abend mussten Spieler, Fans und Verantwortliche der Rostock Griffins warten. Dann endlich konnten die Sektkorken knallen. Die Greifen, die bereits vorm letzten Spieltag in der Regionalliga Ost (3. Liga) als Meister feststanden, steigen nach dem Sieg des Braunschweiger FFC II gegen die Hamburg Pioneers (42:12) in die zweite deutsche Football-Liga (GFL 2) auf. Als zweite Mannschaft des Erstligisten aus Niedersachsen dürfen die Braunschweiger, die in der Regionalliga Nord Staffelsieger wurden, nicht in der Relegation antreten. Die entfällt damit.

Neben Rostock steigen auch die Langenfeld Longhorns (Nordrhein-Westfalen) als Sieger im Westen ins Unterhaus auf.

„Wir sind überglücklich, dass wir es geschafft haben. Ein tolles Gefühl. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, betonte Griffins-Cheftrainer Christopher Kuhfeldt. Dass die Relegationsspiele entfallen, sieht der Sportwissenschaftler mit gemischten Gefühlen. „Auf der einen Seite hätten wir uns gerne gegen die Top-Teams der anderen Staffeln gemessen, auf der anderen Seite bleibt uns jetzt etwa ein Monat mehr Zeit für die Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der zweiten Liga“, erklärte der 37-Jährige.

Kuhfeldt sah auch am Abschluss-Spieltag am Sonnabend eine Klasseleistung seines Teams. Mit 49:0 (35:0) fegten die Greifen die Leipzig Lions vor mehr als 1000 Fans im Rostocker Leichtathletikstadion vom Feld. Es war der 26. Liga-Erfolg in Serie und die zweite Saison ohne Punktverlust. Eine große Rolle beim Titelgewinn spielten drei Importspieler aus den USA. „Wir haben es als Team geschafft, uns immer weiterzuentwickeln. Die Atmosphäre in der Mannschaft, die Stimmung auf den Rängen und die super Organisation haben diese Saison zu etwas ganz Besonderem gemacht“, betont Quarterback Brendan Cresap, der im Frühjahr nach Rostock gewechselt war.

Neben ihm stachen auch Verteidiger Herbert Whitehurst und Flügelflitzer Cortez Barber in See und wechselten über den großen Teich in die Hansestadt. Alle drei haben für den Fall des Aufstieges ihren Verbleib bei den Ostseestädtern angekündigt.

„Wir würden uns darüber freuen, wenn es so kommt. Man hat gemerkt, dass sie nach Höherem streben. Es ist schön, dass wir mit dem Aufstieg eine neue Herausforderung und Perspektive anbieten können“, betont Griffins-Trainer Christopher Kuhfeldt, der neben den US-Boys auch auf arrivierte Kräfte und einen starken Nachwuchs setzen konnte.

„Es ist eine Ehre, dass wir so viele Einsätze bekommen haben. Das ist nicht selbstverständlich. Die Trainer haben uns Jungen und dem Team immer einen Grund gegeben, uns zu verbessern und noch mehr in unser Spiel zu investieren. Das hat sich am Ende ausgezahlt“, analysierte der 20-jährige Erik Weilandt, der zusammen mit den beiden gleichaltrigen Offensivkräften Henrik Glomm und Ole Zierau zu den Durchstartern der Saison gehörte. Allesamt haben in der Saison 2015 einige wenige Spiele bestritten, gehörten aber in der gerade abgelaufenen Spielzeit schon zu den Stammkräften bei den Griffins.

Dass am Samstagabend die Meisterfeier im Hotel Max am Meer in Kühlungsborn nicht überschwänglich ausfiel, war der Unsicherheit des gestrigen Ergebnisses der Braunschweiger geschuldet. Trotz ausgelassener Stimmung bei amerikanischem Essen und dem Glauben an den Erfolg der Niedersachsen hielten sich die Football-Asse zurück. „Das war sicher nicht einfach für die Jungs. Aber hätten wir uns in der Relegation beweisen müssen, hätten uns ein oder gar zwei Tage Regeneration gefehlt“, sagte Teammanager Jens Putzier.

Dennoch freute sich Hotelchef Axel Matzkus gemeinsam mit den Akteuren und Verantwortlichen über den Erfolg der Griffins. „Ich bin sehr sport- und footballbegeistert, schaue auch viele Spiele aus den USA. Ich hoffe, dass wir zusammen noch viele Feste feiern können“, sagt der 47-Jährige.

René Warning

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