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Großer Umbruch beim REC: Urgesteine beenden Karrieren

Großer Umbruch beim REC: Urgesteine beenden Karrieren

Kapitän Stramkowski und die Stürmer Haiduk und Labuhn laufen nicht mehr fürs Eishockey-Oberliga-Team auf / Sechs neue Spieler wurden bislang verpflichtet

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Jens Stramkowski (r.), hier im Gespräch mit Trainer Sergej Hatkevitch, wird nicht mehr für die Rostock Piranhas auflaufen.

Quelle: Ronny Susa/oz-Archiv

Rostock. Der Kader der Rostock Piranhas bekommt ein neues Gesicht. Aus beruflichen Gründen werden die Urgesteine Jens Stramkowski (36), Eric Haiduk (28) und Phillip Labuhn (26) nicht mehr für den Rostocker Eishockey-Club auflaufen, teilte der Verein in einer Presseerklärung mit. Ein Paukenschlag, denn alle drei Spieler waren viele Jahre für den REC aktiv, feierten zahlreiche Erfolge und waren weiterhin eingeplant. Sie zählen zu den Akteuren mit den meisten Einsätzen in der Klubgeschichte.

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„Das kommt schon überraschend für mich“, sagt REC-Trainer Sergej Hatkevitch (49). „Aber der Beruf geht nunmal vor. Wir müssen die Entscheidungen der Spieler akzeptieren.“

Besonders der Abgang von Kapitän Stramkowski dürfte schwer wiegen. Er war lange Zeit der Kopf des Teams. In 324 Spielen seit seinem Debüt im Jahr 2007 erzielte der bullige Stürmer 470

Scorerpunkte (184 Tore, 286 Vorlagen) für die Piranhas und gehörte zu den Publikumslieblingen.

„Die Entscheidung aufzuhören, ist mir sehr schwer gefallen. Aber ich bin 36 und muss mir Gedanken machen, wie es ohne Eishockey weitergeht“, sagt Stramkowski. Er strebt eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt an.

Weitere Abgänge beim REC sind die Verteidiger Tim Marek (22, zu den Crocodiles Hamburg) und Vojtech Suchomer (21) sowie Stürmer Tim Dreschmann (20, beide Hannover Scorpions). „Der Verein dankt allen Spielern für ihren Einsatz im Trikot der Piranhas und wünscht alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft“, schreiben die REC-Verantwortlichen.

Im Gegenzug begrüßen die Rostocker drei junge Neuzugänge und einen erfahrenen Abwehrspieler. Constantin Koopmann (18), Moritz Schug (19), Ulib-Gleb Berezovskyy (19) und Pascal Sternkopf (25) wechseln an die Ostsee.

Koopmann (1,82 m, 77 kg) kommt von Absteiger Hamburger SV. Dort erzielte der Stürmer in der vergangenen Saison (seiner ersten in der Oberliga) in 30 Einsätzen 26 Punkte. Schug (1,77

m, 87 kg) wechselt vom insolventen EHC Neuwied zu den Piranhas. Der Angreifer begann bei den Starbulls Rosenheim. 2012 ging Schug zum Kölner EC und kam 2015 über die Moskitos Essen nach Neuwied. Dort erzielte er im Vorjahr 15 Scorerpunkte in 36 Partien. Berezovskyy kommt von den Saale Bulls aus Halle und komplettiert die jüngste Angriffsreihe der Piranhas. Der Deutsch-Ukrainer (1,80 m, 84 kg) absolvierte 2015/16 seine erste Oberliga-Saison und kam auf acht Scorerpunkte.

„Alle drei Spieler wollen sich in Rostock weiterentwickeln und ihren Teil zum Erfolg der Mannschaft beitragen“, freut sich Coach Hatkevitch auf die Neuen.

Gestern verpflichtete der REC Verteidiger Sternkopf (1,88 m, 88 kg) vom EC Bad Tölz, der schon mehr als 290 Oberliga-Spiele absolviert hat. Zuvor waren bereits die Defensivspezialisten Pascal Kröber (24, vom ERC Sonthofen) und Dennis Dörner (24, aus Leipzig) geholt worden. Saisonauftakt in der Oberliga Nord ist am 23. September, Trainingsstart beim REC am 1. September.

Oberliga Nord 2016/17: Rostock Piranhas, ECC Preussen Berlin, FASS Berlin,Harzer Falken, Füchse Duisburg, Black Dragons Erfurt, Moskitos Essen, MEC Halle, Crocodiles Hamburg, Hannover Indians, Hannover Scorpions, Herner EV, Icefighters Leipzig, EHC Timmendorfer Strand, Tilburg Trappers und Wedemark Scorpions.

Modus für Saison 2016/17 steht

Nachdem alle 16 Vereine die Lizenz erhalten haben, steht auch der Modus für die Oberliga-Saison 2016/17 fest. Zunächst steigt eine Vorrunde mit Hin- und Rückspielen, so dass jedes Team 30 Partien absolviert.

Danach spielen die Platzierten eins bis acht eine weitere Runde (14 Spiele), nach deren Abschluss die Mannschaften auf den Plätzen eins bis sechs für die Play-offs und der Siebente und Achte für die Pre-Play-offs qualifiziert sind. Die Platzierten 9 bis 16 der Vorrunde absolvieren parallel ebenfalls eine Zwischenrunde, nach deren Abschluss der Erste und Zweite für die Pre-Play-offs (gegen 7 und 8 der

anderen Gruppe) qualifiziert sind.

Die Teams auf den Plätzen drei bis sechs haben sich sportlich für die Oberliga Nord der Saison 2017/18 qualifiziert. Der Siebente und Achte spielen in der Relegation mit zwei Teilnehmern aus den Regionalligen die weiteren Qualifikanten aus.

Die Play-offs werden wie in der Vorsaison gespielt – die erste Aufstiegsrunde ist Oberliga Nord intern, die vier Sieger spielen dann überkreuz im Viertelfinale gegen vier Klubs aus der Oberliga Süd. Der komplette Spielplan soll im August veröffentlicht werden.

DREI FRAGEN AN...

1 Das Personalkarussell beim REC dreht sich gewaltig. Ist der große Schnitt gewollt? Nein. Wir haben den meisten Spielern, die uns verlassen, Angebote für die neue Saison vorgelegt, aber sie haben sich anders entschieden. Jens Stramkowski hat sogar um Auflösung seines laufenden Vertrages gebeten, um sich auf seine berufliche Zukunft zu konzentrieren. Bei anderen Spielern ist es ähnlich. Manche Akteure haben uns jedoch verlassen, weil sie anderswo mehr Geld bekommen. Eishockey ist kein Wunschkonzert. Wir müssen unser Budget einhalten und gehen nicht so viel Risiko wie zum Beispiel Neuwied, die nun insolvent sind.

2 Wie bewerten Sie die Neuzugänge und den Kader? Wie angedeutet: Wir holen nicht Spieler um jeden Preis nach Rostock. Es muss finanziell und menschlich passen. Erfreulich ist, dass wir mit der Kaderplanung weiter sind als im Vorjahr. Unser Aufgebot ist eine gute Mischung aus jungen deutschen Spielern mit Zukunft und erfahrenen Leuten. Dennoch müssen wir die Abgänge kompensieren.

3 Sind weitere Neue geplant, mit wie vielen Akteuren wollen Sie in die Saison starten? Wir sprechen mit weiteren Spielern.

Ich hoffe, dass wir diese Woche noch Entscheidungen bekanntgeben können. Mit sieben Verteidigern und zwölf Stürmern würde ich gerne in die Saison starten. Je tiefer der Kader desto mehr Konkurrenzkampf gibt es. Den brauchen wir, um einen Schritt nach vorne zu machen und die Play-offs zu erreichen.tb

Tommy Bastian

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