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„Haben die Talsohle durchschritten“

„Haben die Talsohle durchschritten“

Trainer Christian Hinze von den Warnemünder Volleyballern spricht über die Aufbruchstimmung im Verein / Frauen-Coach Matthäus Kuna erwartet nach dem Aufstieg in die 3. Liga Nord eine schwierige Saison

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Frauen-Trainer Matthäus Kuna

Quelle: R. Richter/oz-Archiv

Rostock. Vorm Start der Drittliga- Saison sprach die OSTSEE-ZEITUNG mit den Volleyball-Trainern Christian Hinze (37, betreut die Männer) und Matthäus Kuna (34, Frauen) vom SV

OZ-Bild

Trainer Christian Hinze von den Warnemünder Volleyballern spricht über die Aufbruchstimmung im Verein / Frauen-Coach Matthäus Kuna erwartet nach dem Aufstieg in die 3. Liga Nord eine schwierige Saison

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Warnemünde über ihre Ziele, die Neuzugänge und die Euphorie im Verein.

Am Sonnabend geht’s los in der 3. Liga Nord. Sind Ihre Teams gerüstet für die Auftaktspiele?

Christian Hinze: Die meisten Spieler sind fit. Einige Nachzügler haben noch Nachholbedarf. Spielerisch hakte es zuletzt noch hier und da. Aber wir haben individuelle Klasse, das hat die Mannschaft beim Verbandspokal gezeigt.

Matthäus Kuna: Das sind wir. Die Mädels wurden in drei hochklassigen Vorbereitungsturnieren in Oldenburg, Berlin und beim Verbandspokal ordentlich gefordert und konnten unter Druck viel lernen. Unseren Abschlusstest bestreiten wir am Mittwochabend (18.30 Uhr in Warnemünde/d. Red.) gegen Zweitligist 1. VC Stralsund.

Beide Mannschaften wurden verstärkt. Wie groß ist der Konkurrenzkampf?

Hinze: Wir wollten uns breiter und ausgeglichener aufstellen. Das ist uns gelungen. Alle Spieler sind Kandidaten für die erste Sechs.

Kuna: Bei uns stehen fünf Abgängen sieben Neuverpflichtungen gegenüber. Die Qualität wurde erhöht. Gerade außen haben wir größeren Konkurrenzkampf.

Wie lief die Integration der Neuen?

Hinze: Gut. Jens Hannemann und Raphael Möllers passen menschlich hervorragend ins Team. Sportlich haben sie einiges aufzuholen, besonders Jens, der fünf Jahre lang nicht mehr auf hohem Niveau gespielt hat. Die größte Überraschung ist Konstantin Rode, der aus der „Zweiten“ aufgerückt ist. Er ist sehr blickig, setzt Hinweise sofort um und wird wohl gleich zum Auftakt eine Bewährungschance bekommen.

Kuna: Super, denn viele Mädels kennen sich vom Strand, spielten im Sommer Beachvolleyball. Auch Nell Pia Ostwald aus Leipzig hat sich prima ins Team eingefügt.

Was können die Zuschauer erwarten?

Hinze: Wir wollen unsere gute Leistung der Vorsaison bestätigen und oben mitspielen. Vorbereitungsschwerpunkt war die Verbesserung der Abwehrarbeit. Wir wollen das Publikum mitreißen, indem wir um jeden Ball kämpfen und hinten das Feld total umpflügen. Dadurch wird das Spiel lebendig und der Funke springt vom Feld auf die Tribüne über.

Kuna: Eine kämpferische Mannschaft, die dafür brennt, in der dritten Liga zu bestehen und den Klassenerhalt zu schaffen. Um ganz sicherzugehen, müssen wir drei Vereine hinter uns lassen.

Wer sind die Favoriten?

Hinze: Das ist schwierig einzuschätzen. Pinneberg dürfte eine gute Rolle spielen. Dazu mindestens ein Berliner Team. Und dann gibt’s ja meistens eine Überraschungsmannschaft, die niemand auf dem Zettel hat.

Kuna: Bei uns dürften die Spitzenteams des Vorjahres, Rotation Prenzlauer Berg und Oranienburg, erneut eine gute Rolle spielen. Auch Mitaufsteiger SC Potsdam II ist stark.

Im Vorjahr hätten die Männer als Tabellenzweiter aufsteigen dürfen, doch es wurde verzichtet. Wie wäre es diesmal?

Hinze: In dieser Saison würden wir den Aufstieg wahrnehmen, wenn wir uns denn sportlich qualifizieren. Die organisatorischen und strukturellen Voraussetzungen dafür schaffen wir gerade. Aber der Aufstieg ist kein Muss, wir wollen unsere Jungs nicht zu sehr unter Druck setzen.

Wie empfinden Sie die Stimmung im Klub und im Besonderen in und um die Volleyball-Abteilung?

Hinze: Die Stimmung ist super – bei den Frauen und den Männern. Ich kenne den Verein ja schon lange, zunächst als Spieler, dann als Trainer. Nach dem Zweitliga-Abstieg 2010 mussten wir die Ziele nach unten korrigieren. Die ersten Jahre waren sehr schwierig, da hat’s nicht immer Spaß gemacht. Mittlerweile haben wir die Talsohle durchschritten und kommen den Berg langsam wieder hoch.

Mittelfristig wollen wir das Männerteam in der zweiten Bundesliga etablieren.

Kuna: Für mich zählt nur Volleyball. Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung und sind total fokussiert auf das erste Spiel. Durch die Doppelspieltage mit den Herren erhoffen wir uns viele Zuschauer und werden uns auch gegenseitig anfeuern.

Die Trainer

Christian Hinze wurde am 11. Februar 1979 in Magdeburg geboren. Zum Studium zog es ihn nach Rostock. Dort spielte er selbst viele Jahre für den SV Warnemünde in der 2.

Liga.

2012 übernahm Hinze das Traineramt beim Männerteam in der 3. Liga.

Matthäus Kuna wurde am 28. Oktober 1981 in Ueckermünde geboren und spielte dort Volleyball für den FSV Einheit. 2001 zog es auch ihn zum Studium nach Rostock, wo er für den PSV, Warnow 90 Rostock und Warnemünde aktiv war.

2005 wurde Kuna dann Frauentrainer und führte den SVW zwei Jahre später in die Regionalliga. Seitdem sind die Rostockerinnen überregional dabei.

Interview von Tommy Bastian und Oliver Behn

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