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Hanse-Tour feiert Geburtstag – doch der Chef sagt Tschüss

Elmenhorst Hanse-Tour feiert Geburtstag – doch der Chef sagt Tschüss

Seit 20 Jahren gibt es die Benefiz-Fahrradtour / Nächstes Jahr bekommt sie ein anderes Konzept und einen neuen Namen / Helmut Rohde gibt die Organisation auf

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Richtige Trikots gab es 1997 noch nicht. Heute sind die Teilnehmer zudem ausschließlich mit Rennrädern und sportlichen Ambitionen unterwegs.

Elmenhorst. Die Hanse-Tour „Sonnenschein“ feiert Jubiläum und Abschied zugleich: Zum 20. Mal werden vom 11. bis zum 13. August wieder Hunderte Radfahrer viele Kilometer von Ort zu Ort fahren, um für schwer kranke Kinder zu sammeln. Allerdings zum letzten Mal. Die Tour wird es ab 2017 in dieser Form nicht mehr geben.

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Seit 20 Jahren gibt es die Benefiz-Fahrradtour / Nächstes Jahr bekommt sie ein anderes Konzept und einen neuen Namen / Helmut Rohde gibt die Organisation auf

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Für den Organisator Helmut Rohde sei es Zeit zu gehen. „Das fällt mir schon schwer“, sagt er. Der Vorsitzende des Fördervereins Hanse-Tour-Sonnenschein sagt: „Die Tour hat mein Leben geprägt.“ 20

Jahre lang hat er die Rundfahrt organisiert – ein Fulltime-Job und kaum mehr zu schaffen, sagt er. Es sei aber auch spürbar, dass viele Orte nicht mehr bei der Spendenaktion mitziehen wollten. „Das ist kein Vorwurf“, sagt Rohde. Er könne sie verstehen, sie seien eben gesättigt. Also müsse man an Konzept und Name etwas ändern, da könne ein neuer Tour-Chef nicht schaden. Es gebe bereits „intensive Gespräche“, mit wem, möchte Rohde noch nicht verraten.

300 Teilnehmer fahren in diesem Jahr 509 Kilometer durch MV und Brandenburg. Auf ihrer Reise steuern sie mehr als 30 Orte an und sammeln unterwegs Spenden. Im vergangenen Jahr kamen so 135000 Euro für schwer kranke Kinder zusammen. „Unser Ziel sind immer 50000 Euro“, sagt Rohde. Trotz des Jubiläums, das noch mehr Menschen bewege zu spenden, rechne er nicht damit, den Betrag vom Vorjahr zu knacken. Mit dem Organisator geht der „Reiseleiter“, wie jemand ihn mal fälschlicherweise genannt habe, weil er bei „Hanse-Tour-Sonnenschein“ dachte, es handele sich um ein Reiseunternehmen, erzählt Rohde.

Rund zwei Millionen Euro sammelten die Rennradfahrer in den 20 Jahren. Gern denke der „Reiseleiter“, der hauptamtlich Steuerberater ist, an eine Bürgermeisterin, die wegen der großen Spendenbereitschaft ihrer Gemeinde weinen musste, oder daran, wie sie hinter Greifswald auf einer mit Wimpeln bestückten Straße empfangen wurden. Und nicht zuletzt: Der Vorsitzende Rohde hat auf der Tour seine Frau kennengelernt.

Die Jubiläumstour führt von Rostock aus in Richtung Ribnitz-Damgarten und nach Süden bis nach Wittstock/Dosse. Von dort geht es nach Schwerin und schließlich zurück nach Rostock. Vier Tage werden sie unterwegs sein. Geschlafen wird in Schulen und Turnhallen. In jedem Stau, in Bussen und an Autofenstern sammeln die Radfahrer. Der größte Teil der Spenden kommt aber zusammen, indem die Städte und Gemeinden vorher schon sammeln. Hinzu kommen Spenden von Firmen.

Das Geld geht wieder an die Initiative „Mike Möwenherz“. Ein ganz konkretes Konzept für den Neuanfang gibt es aber noch nicht. Die Neuausrichtung der Tour soll sich allerdings der Palliativmedizin widmen und nicht ausschließlich krebskranken Kindern. Gegen das, was die Eltern leisten, die ihre kranken Kinder pflegen, sei das Spendensammeln „ein Klacks“, sagt Rohde. Dem Förderverein bleibt er als Vorsitzender erhalten, nur die Organisation der Hanse-Tour gibt er auf.

Mike Möwenherz

Die Initiative der Universitätsmedizin Rostock unterstützt die palliative ambulante Versorgung von Kindern in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Team aus Kinderärzten und Krankenschwestern kümmert sich um die unheilbar kranken Kinder und deren Eltern.

Die Leistungen des Teams umfasst neben einer 24-Stunden-Rufbereitschaft auch die Erstellung eines Therapieplans und die Versorgung im gewohnten Umfeld.

• Weitere Infos unter www.mike-moewenherz.med.uni-rostock.de

Philip Schülermann

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