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Rostock-Stadtmitte Hilfe für Gold-Hoffnungen

Finanzspritze für Paralympics-Teilnehmer aus der Hansestadt / Wohnungsunternehmen Wiro unterstützt Starter und Teams / Mehr Training möglich / Goalballer Reno Tiede übergibt Spende in Armenviertel

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Simone Briese-Baetke (l.) fechtet wie hier gegen Daniela Rossek bei den Paralympics im brasilianischen Rio.

Quelle: Danny Gohlke/ddp

Rostock-Stadtmitte. Morgen beginnen in Rio die Paralympics, und auch Rostocker Sportler können auf Gold hoffen – so wie Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke. Ihr drücken nicht nur Fans und Trainer die Daumen, sondern auch Mitarbeiter der Wiro. Denn vom städtischen Wohnungsunternehmen hat jeder Paralympics-Teilnehmer aus Rostock eine Finanzspritze bekommen. 500 Euro pro Einzelbewerber, 1000 Euro für jedes Team aus der Hansestadt, das in Brasilien zwischen dem 7. und 18. September antritt. „Wir unterstützen sowieso viele Vereine in Rostock. Die Sportler sind Teil unserer Stadtgesellschaft und bereichern sie“, begründet Michael Ahrens vom Wiro-Marketing den Einsatz.

OZ-Bild

Finanzspritze für Paralympics-Teilnehmer aus der Hansestadt / Wohnungsunternehmen Wiro unterstützt Starter und Teams / Mehr Training möglich / Goalballer Reno Tiede übergibt Spende in Armenviertel

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Für Simone Briese-Baetke sei die Unterstützung gerade recht gekommen. „Ich konnte so vor Rio jeden Tag zum Training fahren und nicht nur zwei- oder dreimal pro Woche“, sagt die 50-Jährige. Denn die Pendelei zwischen ihrem Wohnort in Franzburg (Landkreis Vorpommern-Rügen) und der Halle in Rostock in der Kopernikusstraße sei kostenintensiv. „Das hätte ich mir ohne die Hilfe der Wiro gar nicht leisten können“, sagt Briese-Baetke, die 2012 in London in ihrer Disziplin die Silbermedaille geholt hat. Dort sei im Übrigen alles bestens für behinderte Sportler organisiert gewesen – beim Transport angefangen. „Ich lasse mich überraschen, wie es in Rio funktioniert.“

Am vergangenen Mittwoch haben sich alle Teilnehmer am Frankfurter Flughafen versammelt, um gemeinsam nach Südamerika zu starten. Unter ihnen auch der Rostocker Goalball-Spieler Reno Tiede mit seinem Team. Der 26-Jährige spielt seit 2004 die für Blinde und stark Sehbehinderte entwickelte Sportart. „Mit Hilfe der Wiro konnten wir im Vorfeld unser Trainerpersonal aufstocken und so intensiver trainieren“, erzählt Tiede. Es gebe wohl in Deutschland keinen Standort mit drei Trainern für die Sportart, bei der ein klingelnder Ball als Orientierung dient.

Vor dem Abflug hat es für den selbstständigen Finanzberater noch viele Videos gegeben. Nein, keine Filme oder Serienstaffeln, sondern Aufzeichnungen vom Vorgehen der Gegner. „Die habe ich vom Bundestrainer zur Vorbereitung bekommen“, sagt er. Wenig Freizeit also vor dem großen Paralympics-Start. Und auch in Brasilien werde er kaum Freizeit zum Angucken der Gegend oder gar zum Feiern haben. „Partys gibt es erst nach dem Finale.“ Ein Projekt liegt ihm aber am Herzen: Er will in die Favelas, die Armenviertel Rios, fahren, um Spenden für Kita-Kinder persönlich zu übergeben. Die Kosten für Flüge und Transfers sowie Unterkünfte werden für die Paralympics-Teilnehmer bezahlt. „Trotzdem haben sie ja einen großen finanziellen Aufwand“, sagt Carsten Klehn. Zudem erinnert er daran, dass die meisten Sportler nicht hauptberuflich Sport betreiben und so auch Verdienstausfälle für Wettkämpfe in Kauf nehmen müssen.

Wichtig sei dem Unternehmen auch, Vereine zu fördern, die sich um die Nachwuchsarbeit kümmern. „Und das sind bei weitem ja nicht nur die großen, bekannten Vereine“, sagt Klehn. Bei der Wiro selbst geht es in mehreren Teams, etwa im Drachenboot oder beim Fußball, auch sportlich zu.

In Rio wird es für Reno Tiede und seine Mannschaft ab dem 8. September ernst. Sollten sie bis ins Finale kommen, heißt es durchhalten bis zum 16. September. Bei Simone Briese-Baetke und dem Rollstuhl-Fechten ist der Zeitraum kürzer: Sie tritt am 13. und 14. September in zwei Disziplinen an und weiß am Ende des Tages jeweils auch ihre Platzierung.

Starkes Team aus MV

7 Sportler aus Rostock treten bei den Paralympics 2016 im brasilianischen Rio an. Neben Rollstuhlfechterin Simone

Briese-Baetke ist das Dreier-Team der Goalballspieler um Reno Tiede, Christian Friebel und Thomas Steiger dabei. Jana Schmidt vom 1. Leichtathletikverein tritt ebenso an wie Schwimmerin Denise Grahl.

Aufgrund der Sperre der Russen wurde Balwinder Cheema als Rollstuhlfechter nachnominiert und durfte somit ebenfalls mitreisen.

Claudia Tupeit

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