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Im „Elfer“-Krimi: Warnemünde verpasst Überraschung

Im „Elfer“-Krimi: Warnemünde verpasst Überraschung

Landesligist von der Ostseeküste unterliegt gegen Ueckermünde erst im Entscheidungs- schießen mit 12:13.

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André Schulz (l.) ist in dieser Szene einen Schritt vor seinem Gegenspieler am Ball. Der flinke Warnemünder Stürmer brachte die Ueckermünde Abwehr oft in Bedrängnis.

Quelle: Fotos: Johannes Weber

Rostock. Die zweite Runde im Fußball-Landespokal war nichts für schwache Nerven. Besonders die Partie von Außenseiter SV Warnemünde (Landesliga) gegen den höherklassigen FSV Einheit Ueckermünde bot Spannung und Dramatik pur – mit dem besseren Ausgang für die Gäste. Als einziger Rostocker Vertreter neben Titelverteidiger Hansa Rostock (3. Liga) zog Verbandsligist Rostocker FC ins Achtelfinale ein.

OZ-Bild

Landesligist von der Ostseeküste unterliegt gegen Ueckermünde erst im Entscheidungs- schießen mit 12:13.

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Ein Klassen- unterschied war in der Partie nicht zu erkennen.“Trainer Harry Krause (59), SV Warnemünde

SV Warnemünde – FSV Einheit Ueckermünde n. E. 12:13 (3:3, 3:3, 1:2). Als der Pokal-Traum aus und vorbei ist, sinkt Andreas Borchert enttäuscht zu Boden. Sein Elfmeter, der 24. (!) im Entscheidungsschießen, geht lediglich an die Torlatte. Danach muss der Außenbahnspieler des SV Warnemünde von seinen Teamkollegen getröstet werden.

Borchert ist am Sonnabend zur tragischen Figur im Pokal-Krimi gegen den Verbandsligisten geworden. Der 30-Jährige rettete seinen SVW mit dem Ausgleich zum 3:3 zunächst in die Verlängerung, später verschoss er den entscheidenden Elfmeter. „Leider gehören solche Geschichten zum Fußball dazu. Dennoch können wir stolz auf unsere Leistung sein“, meinte Warnemündes Kapitän Martin Ahrens. Auch Trainer Harry Krause baute Borchert auf: „Ich kann ihm keinen Vorwurf machen.“

Ganz im Gegenteil: Der 59-jährige Krause war vom Auftritt seiner Schützlinge angetan: „Ein Klassenunterschied war über die gesamte Spielzeit nicht zu erkennen. Meine Jungs haben zwei Rückstande eindrucksvoll weggesteckt und sogar den Siegtreffer auf dem Fuß gehabt.“ Doch Ahrens vergab in der Verlängerung die große Chance zum 4:3, als er per Hand-Strafstoß an Ueckermündes Schlussmann scheiterte.

SV Warnemünde: Peters – Winter, Ahrens, Neubert, Borchert – Loßau, Apitz, Zieger, Sahinbas (46. Döscher) – Volksdorf, Schulz.

Tore: 0:1 De Brito Junior (21.), 0:2 Beyer (35.), 1:2 Ahrens (45.), 2:2 Loßau (77.), 2:3 De Brito Junior (85.), 3:3 Borchert (90.). Besonderes Vorkommnis: Ahrens (92.) verschießt Handelfmeter. Schiedsrichter: Michael Lübke (Bützow). Zuschauer: 77.

TSV Graal-Müritz – TSG Neustrelitz 0:5 (0:1). Gegen das Schlusslicht der Regionalliga Nordost waren die Graal-Müritzer chancenlos. Dennoch lobte TSV-Spielertrainer Tim Hermann:

„Ein standesgemäßes Ergebnis. Trotzdem haben wir einen ordentlichen Auftritt abgeliefert.“

Die Gastgeber verteidigten diszipliniert, erst in der Schlussphase gestaltete Neustrelitz das Ergebnis höher. „Am Ende hat uns die Kraft gefehlt“, so Hermann.

TSV Graal-Müritz: Jagusch – Rönsch (77. Eickhoff), Gutmann, Schollmaier, Lebermann – Herrmann, Hecht, Seelig, Demmin – F. Möller (46. Rein), Höger (81. Borgwardt).

Tore: 0:1 Wendt (24.), 0:2 Tomita (74.), 0:3 Edeling (78.), 0:4 Lampert (83.), 0:5 Tomita (88.). Schiedsrichter: Enrico Barsch (Rostock). Zuschauer: 160.

Gnoiener SV – FC Förderkader René Schneider 3:2 (1:2). Der Landesligist aus Gnoien war am Sonnabend Endstation für das Verbandsliga- Team aus Rostock – im Vorjahr noch Viertelfinalist. Förderkader- Trainer Stephan Malorny gratulierte: „Unser Gegner war bissiger und hat sich den Erfolg verdient.“

Dabei führte sein Team zur Pause und hatte durch Denis Schröpfer (42.) sogar die Chance auf das 3:1, doch der Offensivakteur traf nur den Querbalken. „Nach dem Seitenwechsel kriegen wir zwei Gegentore durch Standards und müssen froh sein, nicht noch höher verloren zu haben“, gestand Malorny ein.

FC Förderkader René Schneider: Lange – Schröder (81. Pergande), Winkler, Radanke, Hopfmann (69. Jankowski) – Pagels, Kalweit, Billep – Meier, Dahnke, Schröpfer (75.

Selig).

Tore: 0:1 Kalweit (31.), 1:1 Appiah (32.), 1:2 Radanke (38.), 2:2 Peter (59.), 3:2 Balz (66.). Schiedsrichter: Jan Scheller (Waren). Zuschauer: 245.

FC Pommern Stralsund – Rostocker FC 0:1 (0:0). RFC-Trainer Jan Kistenmacher lobte das Niveau der Partie:„Das Spiel war interessanter, als es das Ergebnis aussagt.“ Der Kopfballtreffer von Tom Bockholt reichte den Rostockern zum Einzug ins Achtelfinale. „Wir können uns bei unserem Torhüter bedanken, der einige Stralsunder Chancen vereitelte“, sagte Kistenmacher.

RFC: Heskamp – Mosch, Rosenkranz, Botici, Siegmund – Alsharabi (80. Alizzo), Bockholt, Patzenhauer (87. Richter), Dos Santos – Maletzke, Karg.

Tor: 0:1 Bockholt (29.). Schiedsrichter: Norman Schulze (Wittenburg). Zuschauer: 110.

Landespokal-Auslosung am Dienstag ab 19.15 Uhr via Livestream unter:

oz-sportbuzzer.de

Johannes Weber

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