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Körbewerfen fernab der Heimat

Rostock Körbewerfen fernab der Heimat

Die Amerikaner Jordan Talbert und Brandon De’Andre Lockhart sind neu bei den Seawolves – und fühlen sich wohl in Rostock.

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Kapitän der Seawolves Jordan Talbert (li.) und Brandon De’Andre Lockhart.

Quelle: Foto: René Warning

Rostock. Am Sonntag (16 Uhr) sind die Rostock Seawolves erstmals vor eigener Kulisse in der Stadthalle gefordert.

HEIMDEBÜT

Noch 3 Tage

Volles Haus für Seawolves

Die OSTSEE-ZEITUNG, Medienpartner der Seawolves, unterstützt den Zuschauer-Rekordversuch (3000 Fans) beim Heimspiel-Debüt gegen die Artland Dragons am 8. Oktober in der neuen Rostocker Stadthalle mit einem exklusiven Angebot: Für fünf Euro werden 250 Tickets für die Blöcke L und T angeboten. Karten gibt es in allen OZ-Verkaufsstellen und unter tickets.seawolves.de.

In der modernisierten Stadthalle und zur Eröffnung des großen Saals trifft das Team aus der 2. Bundesliga ProB (Dritte Liga) auf die Artland Dragons aus Quakenbrück (Niedersachsen).

Mit dabei sein werden dann auch die beiden US-amerikanischen Neuzugänge Jordan Talbert, der das Team diese Spielzeit als Kapitän aufs Feld führt, und sein Teamkollege Brandon De’Andre Lockhart. Die beiden sprachen mit der OZ über ihre Erwartungen, persönliche und mannschaftliche Ziele und das Leben in Rostock.

Warum sind Sie zu den Rostock Seawolves gewechselt?

Jordan Talbert: Ich hatte eine Anfrage von meinem Agenten, der hatte den Kontakt hergestellt. Dann habe ich mit meinem Kumpel David Rivers gesprochen, der hier zwei Jahre gespielt hat. Er konnte mir nur Positives berichten. Es ging alles ganz schnell.

Brandon Lockhart: Bei mir war es ähnlich. Mein Agent informierte mich über die Möglichkeit, hier zu spielen. Beim Probetraining habe ich hier alle als sehr engagiert und hilfsbereit erlebt.

Da war es sehr leicht, sich anzupassen.

Zwei Pflichtspiele sind absolviert, wie ist der erste Eindruck ?

Talbert: Positiv, auch wenn wir das zweite Spiel gegen Essen verloren haben. Das Team versteht sich untereinander gut, wir machen ziemlich viel miteinander. Dennoch kann es besser laufen. Darauf arbeiten wir hin.

Lockhart: Richtig zufrieden sein können wir noch nicht. Es gibt noch viel zu tun.

Sie sind beide weit von zu Hause weg. Haben Sie auch mal Heimweh?

Talbert: Wir haben uns diesen Job ausgesucht. Da ist man auch längere Zeit von der Familie weg. Ich sehe es als große Herausforderung, jeden Tag das Beste zu geben, auch für die Familie. Und die will ich stolz machen. Das Wichtigste ist, keine Zeit für das Erreichen seiner Ziele zu verschwenden, sondern hart dafür zu arbeiten.

Lockhart: Das sehe ich genauso. Wir müssen alles aus uns herausholen. Das ist unser Anspruch, den wir jeden Tag vor Augen haben. Die Zeit kann man nicht zurückdrehen, deshalb muss man sie bestmöglich ausnutzen.

Und die Stadt Rostock erleichtert doch das Leben außerhalb der USA, oder?

Talbert: Ja, es ist eine schöne und lebenswerte Stadt. Mit dem Wetter hatten wir in diesem Sommer etwas Pech. In Amerika war es sicherlich wärmer, aber man stellt sich auch schnell drauf ein.

Lockhart: Stimmt, in Rostock kann man sehr gut leben. Wir sind gern in der Innenstadt, gehen als Mannschaft häufig zusammen essen.

Warum seid ihr gerade nach Europa zum Basketball-Spielen gekommen?

Talbert: Es war eine tolle Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln. Ich habe in der Regionalliga bei den Giants Nördlingen (Bayern/Anm. d. Red.) angefangen. Ich bin sehr glücklich, den Schritt gemacht zu haben.

Lockhart: Ich habe zunächst in der Slowakei gespielt. Mein ehemaliger Trainer Brandon Kimbrough hat mich dann 2015 ebenfalls nach Nördlingen geholt, sodass Jordan und ich gemeinsam dort gespielt haben. Ich hatte vorher nur Gutes über den Basketball in Deutschland gehört. Es war der richtige Schritt.

Aber alle loben doch den US-Basketball. Was ist in Europa anders?

Lockhart: In Europa wird mehr Wert auf Taktik gelegt. Es geht eher darum, zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle zu stehen. Man muss viel stärker mitdenken. Dagegen wird in den USA mehr Wert auf Athletik gelegt, es wird schneller gespielt.

Am Sonntag steht dann der Heimspiel-Auftakt vor eigenem Publikum an. Wie groß ist die Vorfreude?

Talbert: Sehr groß. Die Halle wird ziemlich voll werden. Das motiviert uns alle noch mehr. Ich habe im letzten Jahr mit Karlsruhe in der Ospa-Arena gespielt. Die Fans waren laut und frenetisch. Jetzt kommen vielleicht 3000 Zuschauer. Das ist etwas Besonderes.

Lockhart: Korrekt. Wir werden alles dafür tun, dass unsere Fans ein schönes Erlebnis haben und wir gemeinsam einen Sieg feiern können.

Interview: René Warning

OZ

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